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Publizistikwissenschaft

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Publizistikwissenschaft (auch Publizistik) ist eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit Journalismus und Massenkommunikation beschäftigt.

Das Fach hat seinen Vorläufer in der Zeitungskunde bzw. Zeitungswissenschaft. Als solche hatte Karl Bücher 1916 an der Universität Leipzig einen Lehrstuhl eingerichtet. 1928 etablierte sich das Fach an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin im Deutschen Institut für Zeitungskunde. Sein Direktor Emil Dovifat erreichte 1934, dass sich die Zeitungswissenschaft durch Einbeziehung des Films und des Rundfunks in all seinen Erscheinungen zur Wissenschaft von der Publizistik ausweitete.

Inhaltsverzeichnis

Publizistikwissenschaft = Kommunikationswissenschaft?

Viele Institute für Publizistikwissenschaft nennen sich heute wegen der breiteren Aufgabenstellung des Fachs Kommunikationswissenschaft. Die deutsche Forschungstradition befasst sich jedoch nach wie vor mit öffentlicher Kommunikation, besonders mit der Massenkommunikation, dem Journalismus und den Massenmedien.

Der Begriff Kommunikationswissenschaft wird oft in einem Atemzug mit dem Begriff Publizistikwissenschaft genannt, so in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, der „Institute für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft“ der Universitäten FU Berlin, Salzburg und Wien. Die Autoren der deutschsprachigen Standardwerke sind sich uneins, wie weit sich beide Disziplinen überschneiden.

Während Otfried Jarren und Heinz Bonfadelli von „Publizistik- und Kommunikationswissenschaft“ als einem Fach sprechen (vgl. Einführung in die Publizistikwissenschaft), weist Gerhard Maletzke (Kommunikationswissenschaft im Überblick) auf grundlegende Unterschiede zwischen beiden Fächern hin: Beide beackerten zwar denselben Gegenstand, die Kommunikationswissenschaft gehe jedoch weiter. Schließlich beschränke sich die Publizistikwissenschaft schon vom Namen her auf öffentliche Kommunikation (vgl. S.21). In den Methoden unterschieden sich die beiden Wissenschaften grundlegend: Die Publizistikwissenschaft sei, auf das Jahr 1926 zurückgehend, eine historisch-hermeneutische Geisteswissenschaft. Die Kommunikationswissenschaft sei hingegen stets eine empirische Sozialwissenschaft gewesen (vgl. S.22).

Siehe auch: Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Informationswissenschaft, Portal:Wissen, Information, Kommunikation und Medien

Teilbereiche und Forschungsschwerpunkte

Eine stärker empirisch ausgerichtete Gliederung unterteilt die Publizistikwissenschaft in fünf Forschungsfelder. Diese lassen sich mit der sogenannten Lasswell-Formel zusammenfassen: "Who says what in which channel to whom with what effect?". Daraus ergeben sich entsprechend folgende Bereiche:

Methoden

Zu den Methoden der Publizistikwissenschaft gehören:

Literatur

  • Roland Burkart: Kommunikationswissenschaft. 3. erw. Auflage, Böhlau Verlag, Wien - Köln - Weimar 1998 ISBN 3-205-98836-1
  • Otfried Jarren und Heinz Bonfadelli: Einführung in die Publizistikwissenschaft. Paul Haupt Verlag, Bern -Stuttgart - Wien 2001 ISBN 3-258-06212-9
  • Heinz Pürer: Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2003 ISBN 3-8252-8249-X
Wikipedia
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