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Publikationsbias

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Der Begriff Publikationsbias bezeichnet die Verzerrung der publizierten Datenlage durch die Tatsache, dass Studien mit „positiven“ bzw. signifikanten Ergebnissen leichter publiziert werden können als solche mit „negativen“ also nicht signifikanten Ergebnissen. Hinzu kommt die Tatsache, dass Studien mit signifikanten Ergebnissen leichter in höherrangigen - als besonders seriös empfundenen - Fachzeitschriften veröffentlicht werden. Im angloamerikanischen Sprachraum ist dafür auch die Bezeichnung selective reporting gebräuchlich.

Aus diesem Grund kann in der Medizin z.B. die Wirksamkeit von Therapien überschätzt werden, da Studien mit nachgewiesener Wirksamkeit leichter zu publizieren sind, als solche die die Wirksamkeit nicht nachweisen können. Dies ist besonders relevant, wenn aufgrund der bereits publizierten Datenlage anhand einer Metaanalyse Therapieempfehlungen generiert werden sollen.

Aus den genannten Gründen verlangen mittlerweile einige der guten Medizinfachzeitschriften, dass alle durchgeführten Studien vorher bekannt gemacht werden müssen. Nur solche im vorhinein publik gemachten Studien werden zur Publikation angenommen. Dies soll neben anderen Aspekten einen Überblick über die zum Thema durchgeführten Studien ermöglichen, um den Publikationsbias zumindest abschätzen zu können.

Darüber hinaus gibt es bereits Fachzeitschriften (vorrangig im Internet, s.u.), die gezielt Studien mit „negativem“, d.h. im Sinne der Fragestellung nicht signifikanten Ergebnissen publizieren. Auch die Cochrane Organisation ist an solchen Ergebnissen sehr interessiert, um sie in ihre Analysen zu den Standards in der Medizin verwenden zu können.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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