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Pseudobetrag
Aus Kefk.
Ein Pseudobetrag ist eine abgeschwächte Variante eines Betrags.
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Definition
Sei R ein unitärer Ring. Eine Abbildung
in die nichtnegativen reellen Zahlen heißt ein Pseudobetrag, wenn für alle
folgende Eigenschaften gelten:
- (1)
(Definitheit)
- (2)
- (3)
(Submultiplikativität)
Wird (3) verschärft zu
- (3a)
(Multiplikativität),
so heißt
ein Betrag.
Der Pseudobetrag
heißt nicht-archimedisch, wenn
- (4)
gilt.
Eigenschaften
- Für einen Pseudobetrag gelten stets
- | − a | = | a |
und
(Dreiecksungleichung).
- Für einen Pseudobetrag gilt stets
, für einen Betrag gilt sogar | 1 | = 1.
- Jeder unitäre Ring mit Betrag ist notwendigerweise bereits ein Integritätsring.
Beispiele
Sei
ein unitärer Ring mit Pseudobetrag.
Polynomringe mit Pseudobetrag
Dann sind die Polynomalgebren R[X] in einer bzw.
in mehreren Veränderlichen selbst wiederum unitäre Ringe (mit der Polynommultiplikation). Die 1-Pseudonorm ist auf diesen Polynomringen ein Pseudobetrag.
Matrizenringe mit Pseudobetrag
Analog sind die Matrizenalgebren
wiederum unitäre Ringe (hier mit der Matrizenmultiplikation). Hier ist sogar die p-Pseudonorm für jedes reelle p mit
ein Pseudobetrag auf dem Matrizenring.
