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Programmiererjargon
Aus Kefk.
Programmiererjargon ist ein Jargon, der von Programmierern gesprochen wird. Programmiererjargon ist stark von Anglizismen geprägt.
Beispiele
- Bug: Programmfehler. Bugfix: Fehlerkorrektur.
- Build: Bezeichnung für eine Software-Version, eine Software-Versionsnummer (oder deren Bestandteil), einen Software-Erstellungsvorgang oder das Endprodukt eines Software-Erstellungsvorganges.
- Cheftaste: Damit wird eine Funktion in einem Computerprogramm bezeichnet, die verhindern soll, dass eine Person, die neben dem Bildschirm steht, erkennen kann, dass dieses Programm ausgeführt wird. Dazu wird das Bildschirmbild des Programmes kurzzeitig durch ein anderes Bild (z.B. das Bild einer Tabellenkalkulation) ersetzt, um den Eindruck zu erwecken, dass an dem PC gerade gearbeitet wird. Diese Funktion wird meistens von Personen verwendet, die während der Arbeit Programme oder Computerspiele benutzen, ohne dass sie die Genehmigung von ihrem Chef haben. Daher der Name "Cheftaste".
- Default: Voreinstellung oder Standardwert. Gemeint ist eine Einstellung, die gewählt wird, falls der Benutzer oder Programmierer keine eigene Eingabe vornimmt.
- Ein Easter-Egg ist eine undokumentierte Funktionalität in einem Programm, die nur durch eine spezielle - ebenfalls undokumentierte - Aktion ausgelöst werden kann. So war in Word97 ein Flipper eingebaut und in Excel97 ein Flugsimulator. Ursprünglich hatten Easter-Eggs eine ernstere Bedeutung: Sie sollten Urheberrechtsstreitigkeiten vorbeugen. Wurden Teile eines Programmes (Bibliotheken, etc.) unrechtmäßig übernommen, dabei jedoch als Eigenentwicklung ausgewiesen, konnte der Geschädigte durch Auslösen des Easter-Eggs nachweisen, dass das Modul von ihm stammt.
- Ein Hack ist eine auf die Schnelle programmierte Problemlösung oder Fehlerbehebung, die jedoch oft designtechnisch problematisch sein kann. (vgl. quick and dirty)
- Der Off-by-one-Fehler (Plus-Minus-Eins-Problem) tritt dann auf, wenn bei dem Zugriff auf eine Aufstellung von Werten der Speicherbereich direkt hinter dem letzten Element adressiert wird. Dies kann zu unvorhersehbaren Folgen führen, da dieser Speicherplatz in der Regel bereits für andere Zwecke verwendet wird. Die Ursache liegt zumeist darin, dass der Mensch normalerweise bei eins zu zählen beginnt, der Computer allerdings bei 0. Eine Aufstellung mit 100 Elementen ist für den Benutzer mit 1 bis 100, intern jedoch von 0 bis 99 nummeriert. Wählt der Benutzer Element 50 aus, so muss intern auf das Element mit der Nummer 49 zugegriffen werden. Jeder erfahrene Programmierer weiß, dass man hierbei schon einmal durcheinanderkommt.
- Patch: Ein Patch (von engl. Flicken) ist eine Korrekturauslieferung für eine Software. Eine Zusammenfassung mehrerer Patches wird in der Microsoft-Welt beispielsweise Service Pack genannt.
- Quick-and-Dirty-Programmierung bezeichnet die schnelle Implementierung einer neuen Anforderung an ein Programm, die designtechnisch problematisch ist, da statt einer notwendigen Änderungen des Gesamtkonzeptes nur eine punktuelle Änderung gemacht wird, die mit großer Wahrscheinlichkeit bei der späteren Programmpflege zu Problemen führen wird. (vgl. Hack)
- Als Snippet (engl. Schnipsel) bezeichnet man ein kleines, im Quelltext vorliegendes Programmfragment, das ein Teilproblem bei der Programmierung löst.
- Der bildhafte Ausdruck Spaghetticode bezeichnet ein Programm, in dem, durch unbedingte Sprünge, der Programmablauf schwer nachzuvollziehen ist, wie bei einem Berg Spaghetti, bei dem es sehr schwer ist heraus zu finden, welche Nudelenden zusammen gehören.
- Ein Workaround ist ein programmtechnisches Konstrukt zur Umgehung oder Vermeidung eines Fehlers in einem anderen Programm oder Programmteil oder einer Bibliothek, ohne den Fehler oder die Ursache des Fehlers an sich zu beheben.
Siehe auch
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