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Prisonisierung
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Prisonisierung bezeichnet den Prozess der allmählichen Anpassung der (meisten) Gefangenen an die Gefängniskultur, also die im Gefängnis geltenden Normen und Wertvorstellungen. Der Begriff stammt aus der amerikanischen kriminologischen Gefängnisforschung und steht im Zusammenhang mit Theorien der Subkultur.
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Prisonisierung begann 1937 mit einer Arbeit von Hans Reimer über Socialition in Prison. Sie wurde 1958 einflussreich von Graham Sykes mit The Society of Captives fortgesetzt.
Der Resozialisierung im Strafvollzug setzt der Prozess der Prisonisierung enge Grenzen, denn es werden Einstellungen und Verhaltensweisen gefördert, die das Rückfallrisiko erhöhen.
Literatur
- Rüdiger Ortmann: Prisonisierung. In: Günther Kaiser, Hans-Jürgen Kerner, Fritz Sack, Hartmut Schellhoss (Hrsg.): Kleines Kriminologisches Wörterbuch. C. F. Müller, 3. Auflage, Heidelberg 1993, S. 402–409.
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