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Primeln

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Primeln
Bild:Primel.jpg
Garten-Primel (Primula-Vulgaris-Hybride.)
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Gattung: Primeln
Wissenschaftlicher Name
Primula
Denning
Bild:Primulas aka.jpg
Primula-Vulgaris-Hybride, verschiedene Primel-Sorten.
Bild:Primula aka.jpg
Primula-Vulgaris-Hybride, Kulturform.
Bild:At 5cents.jpg
Auf der österreichischen 5-Cent Münze ist Primula auricula abgebildet
Bild:Primel2.jpg
Primel (Primula farinosa)

Die Primeln (Primula) sind eine Gattung aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Etwa 500 Arten gehören zu dieser Gattung.

Der Name Primula lässt sich mit „Erstlingsblume“ übersetzen (lat. prima = die erste), was auf die frühe Blüte hinweist. Der deutsche Name Schlüsselblumen kommt von der Ähnlichkeit des Blütenstandes weniger Arten mit einem Schlüsselbund.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Wilde Primeln sind auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet, etwa die Hälfte aller Arten ist in China beheimatet.

Besonders artenreich sind sie in Gebirgen vertreten. Hierbei ist eine bemerkenswerte Anpassung an den Lebensraum erkennbar. Primeln im Flachland blühen durchwegs gelb, alpine Primeln (mit Ausnahme der gelben Aurikel) rosa, rotviolett bis blau. Dieser Umstand kann dadurch erklärt werden, dass im Flachland eher Bienen und im Gebirge eher Falter die Bestäubung übernehmen.

Beschreibung

Es sind meist mehrjährige, selten einjährige, krautige Pflanzen. Die Pflanzen können behaart oder unbehaart sein, oft sind sie mehlig bestäubt. Die einfachen Laubblätter stehen in einer Rosette. In vielgestaltigen Blütenständen stehen die Blüten, selten stehen sie einzeln. Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten sind oft heterostyl, d. h. die Griffel sind verschieden lang. Die fünf grünen Kelchblätter sind glockenförmig oder zylindrisch verwachsen. Die fünf Kronblätter sind röhrig verwachsen und enden in fünf glattrandigen Kronzipfeln. Der Fruchtknoten ist oberständig. Die Kapselfrüchte enthalten viele Samen.

Primeln als Zierpflanzen

Wo etwa Kalk- und Urgestein aufeinandertreffen, findet man oft fruchtbare Kreuzungen zwischen Aurikel und Behaarter Primel. Diese als Weichhaarige Primel (Primula × pubescens) bekannte Form ist Stammart vieler Gartenprimeln.

Etliche Arten (asiatische und insbesondere chinesische) werden auch als Zierpflanzen kultiviert. Hybriden zwischen den einzelnen Arten sind nicht selten. Sie finden als beliebte Beet- und Balkonpflanzen, in verschiedenen Farben Verwendung. Es gibt auch viele Sorten für kühle Zimmer.

Primeln als Heilpflanze

Blüte: Hauptsächlich in den Kelchblättern kommen Saponine vor (besonders die Primulasäure) – ca. 2 %. In den übrigen Blütenteilen kommen hauptsächlich Flavonoide, Carotinoide, Spuren von ätherischem Öl, und Enzyme (Primverase) vor. Der Tee wird als mild wirkendes Sekretolytikum (schleimlösendes Mittel) bei Husten, gegen Bronchitis und Erkältungskrankheiten verwendet. Weiterhin wird in der Volksmedizin die Blüte als Nervenmittel gegen Kopfschmerzen, Neuralgien, Gliederzittern, Schwindelgefühl und als Herztonikum genutzt.

Wurzel: Aufgrund ihres hohen Saponingehalts werden Primeln als Phytotherapeutikum eingesetzt. Sie werden vor allem zur Verflüssigung des Sputums bei chronischer Bronchitis mit Hustenreiz in Form von Hustentee, -säften und -tropfen verordnet. Zusätzlich zu den Wirkungen der Blüte in der Volksmedizin noch gegen Asthma, Keuchhusten und Gicht.

Die mehligen oder öligen Drüsensekrete diverser Arten können Hautirritationen und teilweise auch allergische Reaktionen auslösen. Die orale Aufnahme kann mitunter zu Vergiftungserscheiungen, wie Magenschmerzen, Übelkeit, Brechreiz und Diarrhöe (Durchfall) führen.

Systematik

Synonyme sind: Aretia Link und Sredinskya (Stein) Fed.

Die Gattung Primeln (Primula) wird gegliedert in sechs Untergattungen und 37 Sektionen:

  • Untergattung Aleuritia
    • Sektion Aleuritia
    • Sektion Amethystina
    • Sektion Armerina
    • Sektion Capitatae
    • Sektion Cordifoliae
    • Sektion Crystallophlomis
    • Sektion Denticulata
    • Sektion Dryadifolia
    • Sektion Fedtschenkoana
    • Sektion Glabra
    • Sektion Minutissimae
    • Sektion Muscarioides
    • Sektion Oreophlomis
    • Sektion Petiolares
    • Sektion Proliferae
    • Sektion Pulchella
    • Sektion Sikkimensis
    • Sektion Soldanelloides
    • Sektion Souliei
    • Sektion Yunnanensis
  • Untergattung Auganthus
    • Sektion Auganthus
    • Sektion Bullatae
    • Sektion Cortusoides
    • Sektion Malvacea
    • Sektion Monocarpicae
    • Sektion Obconicolisteri
    • Sektion Pinnatae
    • Sektion Pycnoloba
    • Sektion Reinii
  • Untergattung Auriculastrum
    • Sektion Auricula
    • Sektion Cuneifolia
    • Sektion Parryi
  • Untergattung Carolinella
    • Sektion Carolinella
    • Sektion Chartacea
    • Sektion Davidii
  • Untergattung Primula
    • Sektion Primula
  • Untergattung Sphondylia
    • Sektion Sphondylia

Arten (Auswahl mitteleuropäischer Primula-Arten)

Siehe auch

Weblinks

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