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Premiere (Medienkonzern)
Aus Kefk.
| Senderlogo | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | Kabel, IPTV und Satellit |
| Länder: | Deutschland, Österreich |
| Eigentümer: | Premiere AG |
| Sendeanstalt: | {{{SE}}} |
| Geschäftsführer: | Georg Kofler (Vorstandsvorsitzender) |
| Intendant: | {{{IN}}} |
| Sendebeginn: | 28. Februar 1991 |
| Rechtsform: | Aktiengesellschaft |
| Programmtyp: | Bezahlfernsehen |
| Adresse | |
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Hausanschrift: | |
| Liste der Fernsehsender | |
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Die Premiere AG ist ein deutscher Medienkonzern und besitzt 100 % an der Tochtergesellschaft Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG, die das gleichnamige Bezahlfernsehprogramm betreibt. Die angebotenen Kanäle sind digital (DVB) via Satellit (DVB-S, Astra 19,2° E; 23,5° E, über Kabelanschluss (DVB-C) sowie über das IPTV Angebot der Deutschen Telekom beziehbar. Premiere besitzt Senderechte in Deutschland und in Österreich, in der Schweiz können ausgewählte Pakete über das Bezahlfernsehen Teleclub bezogen werden.
Inhaltsverzeichnis |
Gründung und Firmengeschichte
| Premiere Aktiengesellschaft | |
|---|---|
| Gründung: | 1990 |
| Firmensitz: | München |
| Vorstand: | Dr. Georg Kofler, Michael Börnicke, Carsten Schmidt, Hans Seger |
| Vorstandsvorsitzender: | Dr. Georg Kofler |
| Mitarbeiter: | 1.595 |
| Veröffentlichungs- richtlinien: | Am Ende des Geschäftsjahres |
Premiere ging 1990 aus dem ersten deutschen Pay-TV-Sender Teleclub hervor. Sendestart war am 28. Februar 1991. Eigentümer waren zu diesem Zeitpunkt die Kirch-Gruppe, die Bertelsmann AG und Canal Plus.
Im Jahr 1997 verkaufte die Bertelsmann AG ihren Anteil an Premiere an die Kirch-Gruppe.
1999 wurde durch Umstrukturierungen innerhalb der Kirch-Gruppe die KirchPayTV Holding gegründet. Darin verschmolz Premiere mit dem Wettbewerber DF1 zu Premiere World.
Im Februar 2002 übernahm Georg Kofler die Geschäftsführung von Premiere. Premiere World wurde in Premiere umbenannt. Zu dieser Zeit schrieb Premiere tiefrote Zahlen. Im Mai des Jahres musste die KirchPayTV-Holding Insolvenz anmelden, die im Juli mit Hilfe der Bayerischen Landesbank und der HypoVereinsbank, abgewendet werden konnte.
Am 19. März 2003 stellte Premiere seine neue Gesellschafterstruktur vor: die Investorengruppe Permira hält zu diesem Zeitpunkt 64,1 %, die Bayerische Landesbank und die HypoVereinsbank jeweils 10 %, Bawag 3,5 %. Die restlichen Anteile hält das Management. Im August 2003 übernahm Georg Kofler weitere 10,37 % Anteile von Permira und erhöhte diese somit auf 20,46 Prozent.
Nachdem sich Premiere nunmehr auf das Kerngeschäft konzentrierte und sich aus dem Hardwaregeschäft zurückzog, konnte Georg Kofler für das dritte Quartal 2004 erstmals mit einem Nettoertrag von 15,4 Mio. Euro Premiere wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Zudem überschritt man die Grenze von 3 Mio. Abonnenten.
Börsengang
Das Grundkapital der Premiere AG betrug zum Zeitpunkt des Börsengangs im März 2005 70 Millionen. Es ist eingeteilt in 70 Millionen auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Ausgabekurs für die Aktien war 28 Euro. Dadurch konnten Premiere und seine Alt-Aktionäre rund 1,2 Mrd. Euro erlösen. Der Börsengang war 12-fach überzeichnet. Insgesamt wurden 42,1 Mio Aktien und ein Greenshoe von 5,5 Millionen Aktien platziert. Von den angebotenen Premiere-Aktien gingen 70 % an institutionelle Investoren wie beispielsweise Investmentfonds und 30 Prozent an Privatanleger. Premiere-Abonnenten erhielten dabei 75 Prozent ihrer gezeichneten Papiere, die anderen Privatanleger 42 Prozent. Der Streubesitz liegt damit bei über 50 Prozent. Der überwiegende Teil des Emissionsvolumens floss an die Altaktionäre wie die Risikokapitalgesellschaft Permira. Im Unternehmen verblieben 308 Mio Euro. Damit wurde vor allem die Nettoverschuldung von 370 auf unter 100 Millionen Euro zurückgeführt.
Konzern
Bild:Premiere Konzernstruktur.svg Der Konzern besteht heute aus der Premiere AG, die als Muttergesellschaft für den eigentlichen Fernsehsender, der 100 %-Tochter Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG fungiert. Diese hat wiederrum mehrere Tochtergesellschaften, wie z.B. der Anbieter in des Pay-TV-Programms für Österreich (Premiere Fernsehen GmbH (Österreich)), sowie die neu gegründete Premiere Sky GmbH (s.u.). Ausserdem werden Anteile an der Premiere Service Center Schwerin GmbH gehalten, die für die Kundenbetreuung bei Premiere zuständig ist, der Premus Logistik und Service GmbH, die z.B. den Versand von Receiver und Smartcards durchführt, sowie der Premiere Hotel Entertainment GmbH, die einen Teil des Premiere Programms für Hotels vertreibt.
Verschlüsselung
Ein großes Problem für Premiere war lange Zeit das Verschlüsselungssystem Betacrypt, welches schon lange Zeit zu umgehen war. Aus diesem Grund stellte Premiere im Herbst 2003 auf das neue Verschlüsselungssystem Nagravision der Firma Kudelski um. Das System Nagravision galt lange Zeit als unknackbar und konnte nur mittels der sogenannten Card Sharing Methode umgangen werden, bei dem die benötigten Decoderschlüssel über ein tatsächlich bestehendes Abonnement aus dem Internet nachgeladen werden mussten. Seit November 2005 kann die Verschlüsselung mit einer speziellen Smartcard umgangen werden, welche illegal erworben werden muss. Gegen Händler und Käufer dieser Karte geht Premiere juristisch vor. Zwischen dem 23. Mai und dem 14. Juni 2006 war auch die Entschlüsselung per Softwareemulator öffentlich verfügbar. Als Abwehrreaktion darauf führt Premiere seit dem 15. Juni etwa alle 14 Tage sogenannte Keywechsel durch.
Fußball
Bereits seit 1990 übertrug Premiere einmal wöchentlich live ein Top-Spiel der deutschen Fußballbundesliga.
Mit Beginn der Saison 2000/01 übertrug Premiere erstmals alle Spiele der Fußballbundesliga und der UEFA Champions League live.
Im September 2005 erwarb das Unternehmen die Free-TV- und Pay-TV-Rechte an der UEFA Champions League für drei Jahre ab der Saison 2006/2007. Dieser Schritt sorgte für Aufsehen unter den Fußballfans und Vereinen, welche die zeitnahe Übertragung im freien Fernsehen gefährdet sehen.
Am 21. Dezember 2005 verlor Premiere die Ausschreibung für die Pay-TV-Rechte an der Fußballbundesliga für drei Spielzeiten ab der Saison 2006/2007 an das Konsortium Arena, da Premiere nicht bereit war, für eine von der DFL geforderten früheren Ausstrahlung im Free-TV 250 Millionen Euro zu zahlen. Premiere bot für dieses Modell lediglich 15.000 Euro. An diesem Tag verlor die Premiere-Aktie über 40 Prozent Ihres Wertes.
Am 19. Mai 2006 kündigten Premiere und die Deutsche Telekom an, über IPTV ab der Saison 2006/2007 die Fußball-Bundesliga zu übertragen. Drei Millionen Zuschauer sollten den neuen Dienst empfangen können. Der Empfang der Bundesliga ist zurzeit nur über VDSL in ausgewählten Städten möglich.
Durch fehlende flächendeckende Verbreitungsverträge im Kabelnetz konnte Premiere am 13. Juli 2006 bekannt geben, dass das Programm von Arena und somit die Liveübertragungen der Fußballbundesliga in den Kabelnetzen von Kabel Deutschland zu verbreiten.
Am 8. Februar 2007 ging Premiere eine umfangreiche Marketing- und Vertriebskooperation mit dem Konkurrenten Arena ein, die es Premiere nunmehr gestattet, die Fußballbundesliga wieder seinen Kunden in Deutschland flächendeckend über Satellit und in dem größten Teilen des Kabelnetzes (ausgenommen ish und iesy) anzubieten. Arena erhält im Gegenzug u. a. Premieraktien im Wert von 16,4 Millionen Euro. Im Verlauf des Tages stieg Aktienkurs deutlich an, in der Spitze erreichte er ein Plus von 20 % gemessen am Vortag. Am 18. April 2007 stellte Premiere die Vermarktung von arena allerdings auf Druck des Kartellamtes auf unbestimmte Zeit wieder ein.
Das Fußballangebot, was aktuell aus der UEFA Champions League, der Premiere Euroliga und dem UEFA Cup besteht (siehe Programm), wird durch verschiedene Fußball-Kommentatoren und Moderatoren begleitet. Bekanntester Vertreter bei Premiere ist Marcel Reif, der Chefkommentator bei Premiere ist. Fritz von Thurn und Taxis, Kai Dittmann, Tom Bayer, Marcus Lindemann, Wolff-Christoph Fuss, Matthias Stach, Roland Evers und Marco Hagemann sind weitere bekannte Kommentatoren.
Programm
Premiere startete als Pay-TV-Sender, der in erster Linie Kinofilme zum ersten mal im deutschen Fernsehen zeigte, sowie die Fußballbundesliga. Zusätzlich wurden Dokumentationen und Konzerte gezeigt. Daneben gab es unverschlüsselt Eigenproduktionen wie Zapping und Kalkofes Mattscheibe.
1997 startete Premiere sein Digitalangebot Premiere digital, mit dem das Programm von einem analogen Kanal auf drei digitale Kanäle erweitert wurde. Premiere analog wurde bis zum 1. März 2003 parallel verbreitet, dann jedoch endgültig abgeschaltet, da die Verbreitungsmethode nicht mehr zeitgemäß und das verwendete Verschlüsselungssystem schon seit längerem kompromittiert war.
Mit Zusammenführung von Premiere und DF1 wurden die Programmpakete beider Sender gemischt, die Sender wurden größtenteils von DF1 übernommen. Am 1. Juli wurden die Sender umstrukturiert, eigenproduzierte Programme erhielten ein vorangestelltest „Premiere“ im Sendernamen. Im Zuge der Umstellung wurde das Programm fünf Stunden lange nicht ausgestrahlt.
Im November 2005 wurden drei HDTV-Programme eingeführt, von denen inzwischen zwei (Sport und Film) zu einem Programm verschmolzen wurden.
Zum 1. August 2006 änderte Premiere seine Produkt- und Preisstruktur, die sich u.a. aus dem Wegfall der Bundesliga ergab. Jedes Programmpaket kann seitdem einzeln gebucht werden. Der bisherige Einsteigerkanal Premiere Start ist seitdem nicht mehr neu abonnierbar und soll 2007 eingestellt werden.
Am folgenden 9. Februar verkündete Premiere eine neue Marketingkampagne, bei der auch schrittweise eine neue Corporate Identity eingeführt wird, die unter anderem eine Veränderung des Logos und der Unternehmensfarben beinhaltet.
Am 13. März 2007 verkündete Premiere, dass ab 1. September 2007 ein neues Programmpaket Premiere Sky starten wird. Dieses soll ausschließlich über Satellit verbreitet werden und als Plattform für kleine Pay-TV-Sender dienen, die keine eigene Vermarktungsstruktur haben. Dies wird in der Branche als Gegenangebot zu im Kabelnetz vertretenen Angeboten wie tividi und Kabel Digital Home gewertet. Als Geschäftsführer der neu gegründeten Premiere Sky GmbH wurde Wolfram Winter bestellt, Mitgründer und Chef von Stargate, einer geplanten Pay-TV-Plattform über entavio.
Programm
Der Schwerpunkt des Premiere-Programmangebotes liegt im Film- und Sportbereich. Erweitert wird das Angebot durch Themenkanäle von Drittanbietern wie z. B. dem Discovery Channel, SciFi, 13th Street. Ebenfalls hat Premiere ein digitales Radioangebot, Premiere MusicStudio, das in Kooperation mit dem Anbieter MusicChoice betrieben wird.
Fernsehen
Folgende Programme bietet Premiere zur Zeit in Deutschland und Österreich an:
- Premiere Start (Schnupperkanal, bunte Mischung aus allen Paketen, nur in Deutschland, wird nicht mehr vermarktet und voraussichtlich im ersten Quartal 2007 eingestellt)
- Premiere Austria (ähnlich wie Premiere Start, Sondersendungen wie österreichische Bundesliga, nur in Österreich)
- Premiere Blockbuster
- Premiere 1 (Neustarts aktueller Filme)
- Premiere 2 (Premiere 1 um eine Stunde zeitversetzt)
- Premiere 3 (Premiere 1 um einen Tag zeitversetzt)
- Premiere 4 (Eventkino, Genre-Nächte)
- Disney Channel (Serien und Spielfilme aus dem Disney-Archiv)
- Premiere Entertainment
- Premiere Serie (aktuelle und ältere Fernsehserien)
- Premiere Krimi (Krimiserien und TV-Filme mit überwiegend deutschen Produktionen)
- Premiere Filmclassics (die größten Kinoerfolge der letzten 25 Jahre)
- Premiere Filmfest (preisgekrönte Meisterwerke, Independent-Produktionen)
- Premiere Nostalgie (Filme aus den 1930er bis 1970er Jahren)
- Premiere Sport (Motorsport, Basketball, Eishockey, Baseball, Leichtathletik, Golf, Tennis, Kampfsport, Fußball, Wrestling)
- Premiere Fußball (Champions League, Europäischer Fußball, Uefa Cup)
- Premiere Thema
- Discovery Channel (Dokumentationen aus allen Bereichen)
- Discovery Geschichte (Geschichtsdokumentationen Schwerpunkt Deutschland)
- Focus Gesundheit (gemischte Dokumentationen und Magazine, Lifestyle)
- Animal Planet (Tierdokumentationen, überwiegend amerikanische Formate)
- SciFi (Schwerpunkt Science Fiction)
- 13th Street (Serien und Spielfilme aus dem Universal-Archiv, Schwerpunkt Action)
- MGM (Spielfilmklassiker aus dem Metro-Goldwyn-Mayer/MGM-Archiv)
- Junior (Gewaltfreies Kinderprogramm, ab 20 Uhr Junior XL mit Animes und Cartoons für ein älteres Publikum)
- Jetix (vorwiegend Animes)
- Hit24 (Gemischtes Programm von Klassikern der 60er bis heute, Zielgruppe Ü20)
- Classica (Klassische Musik)
- Beate-Uhse.TV (Softerotik täglich ab 20 Uhr)
- Goldstar TV (Schlager, Videos und Live-Konzerte)
- Heimatkanal (Spielfilme, Serien und Shows)
- Premiere MusicStudio (Siehe Radio)
- Premiere Thema Live Portal
- die Pay-per-View-Kanäle:
- Premiere Direkt (aktuelle Spielfilme ca. sechs Monate vor Premiere 1, Sportsendungen)
- Premiere Erotik (Softerotik, rund um die Uhr abrufbar)
- Blue Movie (Vollerotik)
- Blue Movie Gay (Vollerotik für homosexuelle Männer)
- Video-on-Demand-Service (Filme auf Abruf, 24 Stunden verfügbar):
- Premiere Direkt+, bis zu 30 Spielfilme (aktuelle Auswahl) rund um die Uhr abrufbar, „virtuelle Videothek“
- Premiere HD (HDTV-Sender)
- Premiere HD (Spielfilme und Sport)
- Discovery HD (Dokumentationen)
- Big Brother – 24 Stunden Live (Übertragung aus dem Big-Brother-Container)
- Arena (u.a. die deutsche Bundesliga, nicht über Kabelnetze der Unity Media)
- Premiere Bundesliga (von Premiere produzierter Kanal mit allen Spiele der 1. und 2. Bundsliga, nur über das IPTV Netz der Deutschen Telekom)
Über den Satelliten Astra 3 (23,5° E) bietet Premiere türkische Fernsehsender u.a. in Kooperation mit DigiTurk an. Die ursprüngliche zusätzliche Ausstrahlung italienisch- und russischsprachiger Fernsehsender wurden mangels Zuschauerinteresse eingestellt.
- Premiere International
- Premiere Türk
- Premiere Türk-XL
Radio
- Premiere MusicStudio (in Zusammenarbeit mit dem englischen Pay-Radio-Anbieter MusicChoice; enthalten im Paket Premiere Thema oder einzeln abonnierbar.)
- UK Hits
- Soft Rock
- Rock n Roll
- Hard Rock
- Rock Hymnen
- Alternative Rock
- Deutsche Charts
- Schlager
- 60er
- 70er
- 80er
- Love Songs
- Jazz
- Dinner Party
- Klassik
- Country
- 90er
- Soul Classics
- Blues
- Reggae
- R&B/Hip Hop
- Dance
Siehe auch
d-box, Fernsehen, Bezahlfernsehen, Set-Top-Box
Quellen
Weblinks
- Premiere Deutschland
- Premiere Österreich
- Heise.de: Premiere nur mit Teilerfolg gegen Schwarzseher
- Videobitraten der Premiereprogramme über Satellit
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