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Prädikat Auslese
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Auslesen sind Spitzenweine aus vollreifen, oft edelfaulem, ausgesuchtem Traubengut. Nach Kabinett und Spätlese ist Auslese die 3. Stufe des deutschen Prädikatssystems. Als Auslese bezeichnet man sowohl den Reifegrad der Trauben und ihren Zuckergehalt zum Zeitpunkt der Lese, als auch den daraus gewonnen Wein. Bei der Ernte versteht man unter Auslese die Selektion von vollreifen, goldgelben Trauben. Die Trauben mit Edelfäulebefall werden von Hand gelesen. Für Beerenauslese und Trockenbeerenauslese muss außerdem das Einschrumpfen der von Botrytis befallenen Beeren abgewartet werden. Auslesen eignen sich für eine lange Lagerung, sie gewinnen mit jedem Reifungsjahr an Geschmacksausdruck. Die Weine fallen meist süß aus und bestechen durch ein sehr fruchtiges Geschmacksbild.
In Deutschland werden nur vollreife Trauben mit der Mindestanforderung von 95 °Öchsle gelesen; im Weinbaugebiet Baden muss eine Auslese je nach Rebsorte mindestens 102 oder 105 °Öchsle haben.
In Österreich liegt die gesetzliche Mindestanforderung bei 105 °Öchsle/21 °KMW.
Literatur
- C. u. F. Lange: Fischer Verlag, 2003, ISBN 3-596-15867-2
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