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Prä/Trans-Verwechslung

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Eine Kernaussage von Ken Wilbers "Integraler Psychologie".

Wilber erklärt damit den Streit zwischen Sigmund Freud und Carl Gustav Jung. Beide identifizieren den prärationalen und den transrationalen Zustand (vgl. Große Kette). Aber während Freud das Transrationale als infantile Regression deutet, deutet Jung den infantilen Zustand des Prärationalen als (unbewusste) Spiritualität.

Diese Verwechslung kommt zustande, da beide Zustände, also Prärational und Transrational, NICHT-rational sind.

Auch in der Bewegung der Transpersonalen Psychologie ist diese Verwechslung (im Sinne Jungs) sehr häufig.

Prä- und transrationale Phänomene sind sich oft sehr ähnlich, weshalb sie auch verwechselt werden. Auch werden transrationale Phänomene von bestimmten psychologischen Richtungen überhaupt nicht anerkannt. So kann es dann passieren, dass z.B. ein spiritueller Durchbruch zu einem neuen Bewusstsein als Psychose fehlinterpretiert und falsch behandelt wird. Der Patient wird dann nicht unterstützt, das neue durchbrechende Bewusstsein zu integrieren, sondern es wird versucht, den alten Zustand wieder herzustellen und das Neue zu unterdrücken.

Umgedreht ist es möglich, dass prärationale Phänomene als Erleuchtungserfahrung fehlinterpretiert werden. Dies entspringt z.B. Größenphantasien eines schwachen Ichs.

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