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Populärkunst

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Populärkunst bezeichnet sowohl Produkte der verschiedenen Sparten der Unterhaltungsindustrie wie auch das Schaffen von Einzelpersonen, das sich an populären Trends ausrichtet. Der Begriff ist sehr unscharf und befindet sich in einem Wandlungsprozess von einer ursprünglich negativen Bedeutung hin zu einem in der Wissenschaft neutral verwendeten Begriff.

Der Begriff Populärkunst tritt teilweise anstelle des Begriffs Volkskunst, wenn es z.B. darum geht, die aktuelle bildnerische Produktion außerhalb des engen Kunstbetriebes in Westafrika zu bezeichnen. Dieser Begriffswechsel begründet sich darin, dass die Volkskunst sich aus Traditionen und Riten speiste, die Populärkunst dagegen ihre Anregungen aus dem aktuellen Geschehen v.a. in den Massenmedien und Produkten der Unterhaltungsindustrie gewinnt.

Die Beziehung zwischen der Hochkultur und der vom Kunstbetrieb akzeptierten Kunst einerseits und der Populärkunst andererseits zeichnet sich durch ein wechselseitiges Spannungsverhältnis aus. Einerseits grenzt sich die (hohe) Kunst gegen die auf Unterhaltung und Kommerz ausgerichtete Populärkunst ab, andererseits dient die Populärkunst wie vorher die Kunst der Naturvölker und die Volkskunst als immer neue Inspirationsquelle für eine zeitgemäße Kunstproduktion. Besonders in der E-Musik der 1920er und 1930er Jahre finden sich hierfür viele Beispiele (Schostakowitsch oder Krenek in der Übernahme von Jazz-Motiven). Die Durchdringung der verschiedenen Musikbereiche hat inzwischen dazugeführt, dass außerhalb des deutschsprachigen Raumes die Unterteilung in E-, U- und F-Musik nicht mehr üblich ist. In der Bildenden Kunst ist der Bezug der Künstler der Pop Art auf die Mainstream-Comics ein bekanntes Beispiel für die Annäherung an die Populärkunst.

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