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Politische Geschichte
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Politische Geschichte ist eine Art der Geschichtsschreibung, die den Staat und die politisch handelnden Personen in den Mittelpunkt seiner Betrachtung stellt. Die sozialen Entwicklungen in der Gesellschaft und deren Kultur werden zumeist nur sekundär behandelt. In der Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts ist diese Art der Geschichtsschreibung die vorherrschende. Ausnahme bildet zunächst die von Karl Lamprecht ausgehende Auffassung der Kulturgeschichte. Lamprechts Konzeption einer Universalgeschichte, mit seiner Periodisierung nach den Kulturzeitaltern, wird Ende des 19. Jahrhunderts in der zünftigen deutschen Geschichtswissenschaft entschieden bekämpft. Neben methodischen Einwendungen, wie sie im sogenannten Methodenstreit u.a. von Georg von Below, Max Lenz und Felix Rachfahl gemacht werden, ist es die Priorität, die von den Rankeanern favorisierte Auffassung, dass die politische- oder Staatengeschichte gegenüber der Kultur, Wirtschafts- und Sozialgeschichte den Primat haben müsse.
Politische Geschichte kann auch politische Motive haben, siehe die so genannte Geschichtspolitik. Historiker (der politischen Geschichte oder anderer Themen) sind Teil der Gesellschaft, nicht wenige haben sich politisch betätigt.
Siehe auch: Geschichte der Geschichtswissenschaft
