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Poker

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Bild:Royal straight flush.jpg
Die stärkste Pokerhand – Der Royal Flush

Poker ist der Name einer Familie von Kartenspielen, die in der Regel mit dem anglo-amerikanischen Blatt zu zweiundfünfzig Karten gespielt werden und bei denen mit Hilfe von fünf Karten eine Hand gebildet wird. Dabei setzen die Spieler ohne Wissen um das Blatt des Gegners Chips auf die Gewinnchancen der eigenen Hand. Die Chips fallen schließlich demjenigen Spieler mit der stärksten Hand zu, oder dem einzig Übriggebliebenen, wenn alle anderen Spieler nicht bereit sind, den von ihm vorgelegten Einsatz mitzugehen. Dies eröffnet die Möglichkeit, durch Bluffen auch mit schwachen Karten zu gewinnen. Das Ziel im Poker ist es, möglichst viele Chips von anderen Spielern zu gewinnen.

Je nach Variante bildet man eine Hand aus Karten, die den Spielern entweder verdeckt oder teils verdeckt und teils offen, durch sogenannte community cards (Gemeinschaftskarten) ausgeteilt werden. Ebenfalls abhängig von der Spielvariante ist, ob entweder die beste (high) oder die schlechteste Hand (low) gewinnt und wie groß die maximale und bevorzugte Spieleranzahl ist.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung und Expansion des Pokerspiels

Geschichte und Etymologie

Bild:Pochbrett 1.jpg
Ein Pochbrett aus dem 19. Jahrhundert

Die Geschichte und Entstehung des Kartenspiels ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Es ähnelt jedoch dem alten persischen Kartenspiel as nas. Der Name Poker stammt wahrscheinlich vom französischen Spiel poque, das seine Wurzeln wiederum beim deutschen Kartenspiel Poch hat. Weitere Spiele, die die Entwicklung des Pokers beeinflusst haben könnten, sind das englische Brag, das französische Bouillotte (Brelan) sowie Primero.

Der englische Schauspieler Joseph Crowell berichtete seinerzeit, dass das Spiel 1829 in New Orleans mit einem Deck aus 20 Karten von vier Spielern gespielt worden ist. Die Spieler setzen dabei auf die vermeintlich beste Hand. Während des Goldrausches Mitte des 19. Jahrhunderts breitete sich das Spiel rasant aus. Kurze Zeit nach dieser Ausbreitung wurde erstmals mit dem heutigen Deck aus zweiundfünfzig Karten gespielt und der Flush wurde eingeführt. Die nächsten Erweiterungen des Spiels wurden während des Sezessionskrieges durchgeführt. So spielte man damals erstmals mit einer Straße. Auch die heutigen Varianten des Spiels wurden größtenteils damals eingeführt. Die heute weit verbreitete Variante Texas Hold'em wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts gespielt.[1]

In den letzten Jahren wurde das Pokerspiel, insbesondere die Variante Texas Hold'em, immer beliebter. Man spricht deshalb von einem Pokerboom.

Gesellschaftliche Entwicklung

Poker hatte lange Zeit einen sehr schlechten Ruf als reines Glücksspiel und wurde vor allem mit Kartenhaien und Falschspiel in Verbindung gebracht. Während der Entstehungszeit des Pokers im 19. Jahrhundert wurde es meist von Berufsspielern verbreitet, die Neulinge und Amateure durch überlegene Beherrschung des Spiels, teilweise aber auch durch Betrug, um ihren Einsatz brachten. Tatsächlich ist zwar die Verteilung der Karten zufällig, doch durch die freie Entscheidung der Spieler darüber, wann und wie viel sie setzen, ergibt sich eine starke strategische und auch psychologische Komponente. Gute Spieler verstehen es, durch Kenntnis der Wahrscheinlichkeiten und Beobachten der anderen Spieler schlechte Hände frühzeitig aufzugeben, Verluste gering zu halten und Gewinne zu maximieren.

Bei einzelnen Turnieren, wie etwa der World Series of Poker, spielt das Glück jedoch eine wesentliche Rolle, da durch die Setzstruktur relativ kurze Spiele mit wenigen Händen erzwungen werden – mittlerweile gilt es als nahezu ausgeschlossen, dass sich ein Spieler zweimal in Folge durchsetzen kann. Trotzdem waren es diese Turniere, ebenso wie eine immer weitere Verbreitung freundschaftlicher Pokerrunden (zuerst in den USA, inzwischen zunehmend auch in Europa), die die strategischen Aspekte des Spiels bekannter und es damit salonfähig machten. In jüngster Zeit werden immer öfter Pokerturniere im Fernsehen übertragen – dadurch wird die Bekanntheit und Akzeptanz in der Bevölkerung erhöht. Dies liegt natürlich im Interesse der Online-Poker-Anbieter, die sowohl die Turniere selbst als auch die Fernsehübertragungen mitfinanzieren.

Poker und Spieltheorie

Hauptartikel: Spielverhalten

Viele Entscheidungen im Poker lassen sich spieltheoretisch begründen. Insbesondere im Online-Poker, wo es unmöglich ist, Spielern über physische Tells anzusehen, ob sie gute Karten haben oder nicht, ist es wichtig, strategisch zu spielen. Das klassische Werk, in dem Poker spieltheoretisch analysiert wird, ist The Theory of Poker von David Sklansky. Aus theoretischer Sicht ist es in jeder Situation optimal, die Entscheidung mit dem höchsten Erwartungswert zu treffen, d. h. die Entscheidung, die einem im Mittel die meisten Chips einbringt. Beispielsweise ist eine Entscheidung, bei der man in 10 % der Fälle 15 € gewinnt, und in 90 % der Fälle 1€ verliert, klar einer anderen Spielweise vorzuziehen, in der man in 50 % der Fälle 10€ verliert ud in den anderen 50 % 10€ gewinnt. Eine Grundvoraussetzung ist, das Konzept der Pot Odds zu verstehen und anwenden zu können. Wichtig ist ferner, die eigene Position bei Entscheidungen zu berücksichtigen. Eine von mathematischer Seite besonders weit erschlossene Pokerform stellen Sit and Go-Turniere dar. Für deren Spätphase, in der die Chips der Spieler klein sind gegenüber den Blinds, existiert ein mathematisches Modell (Independent Chip Model), mit dessen Hilfe Entscheidungen getroffen werden können.[2]

Poker und künstliche Intelligenz

Es wird inzwischen als große Herausforderung angesehen, eine Künstliche Intelligenz zu erstellen, die auch gegen professionelle Pokerspieler bestehen kann. Auf dem Gebiet des Schachspiels können heute spezielle entwickelte Supercomputer ohne größere Probleme die besten Spieler schlagen. Der Grund dafür ist, dass der Computer die Position der Figuren und die möglichen Aktionen kennt. Er muss nur noch den besten Zug ausrechnen. Beim Poker kennt die Rechenmaschine jedoch nur ihre eigenen Karten. Sie muss erkennen, ob der Spieler blufft oder ob er wirklich ein starkes Blatt hält. Dazu kann er nur das Setzverhalten des Gegners analysieren, tells, also physische Reaktionen des Spielers, kann er nicht erkennen. Eine weitere Schwierigkeit für einen Computer ist, dass es beinahe unmöglich ist, alle möglichen Spielaktionen durchzurechnen. Schon im heads up der Spielvariante Texas Hold'em gibt es in einer Hand eine Trillion (1018)[3] mögliche Verläufe. Deshalb muss ein guter Computer zwangsläufig Spielzüge und Kartenwerte verallgemeinern, um erfolgreich zu sein.

Deshalb wurde Poker in letzter Zeit für Spieltheoretiker immer interessanter. Im Juli 2006 traten im Rahmen der Jahreskonferenz der amerikanischen KI-Forscher in Boston die besten Poker-Computer gegeneinander an. Mehrere professionelle Schachspieler wurden auf diese Entwicklung aufmerksam, der diplomierte Schachtrainer Ivo Donev gewann sogar ein Armband bei der World Series of Poker. Diese Entwicklung bringt jedoch auch Nachteile mit sich. Hacker knackten den Code eines solchen Computers und setzten Teile des Codes in Pokerbots ein. Diese Bots können lukrativ beim Online-Poker eingesetzt werden. Online-Casinos können sich gegen diese Entwicklung kaum wehren.[4][5]

Pokerboom

Einen Aufschwung in der Beliebtheit erlebte das Poker-Spiel seit Beginn der World Series of Poker Anfang der 1970er Jahre. Der Pokerboom, den wir heute erleben, fand jedoch erst mit dem Gewinn des Amateurspielers Chris Moneymaker bei der WSOP 2003

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seinen Anfang. So haben sich die Teilnehmerzahlen für dieses Turnier in den letzten drei Jahren verzehnfacht.

Eine weitere Auswirkung ist, dass immer mehr Spieler, auch Anfänger, Online-Poker spielen. Diese Entwicklung wird zusätzlich von den oftmals penetranten Werbemaßnahmen der Anbieter gefördert. Auch im deutschen Fernsehen werden immer mehr Turniere übertragen. Um den vielen Anfängern den Einstieg in das Spiel zu vereinfachen, produzieren viele Unternehmen Pokersets, denen das wichtigste Zubehör beiliegt. Diese Veränderungen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Poker in den letzten Jahren salonfähig geworden sind und von einer großen Masse gespielt wird.

Gefahren

Hauptartikel: Spielsucht

Wie fast jedes Spiel, das Glücksspielaspekte mit einem Geldeinsatz verbindet, birgt auch Poker Suchtrisiken. Die weite Verbreitung und die einfachen Regeln geben Anfängern den Eindruck, dass es nicht schwer sei Gewinn zu machen. Dieser Eindruck wird durch die scheinbar geringen Einsätze vor allem in Online-Casinos unterstützt. Das Ziel des Anbieters ist es, einen potentiellen Spieler zu ködern. Einmal im Spiel, können sich die kleinen Einsätze zu beachtlichen Summen addieren. Allgemein gilt die Tatsache, dass der Anbieter eine gewisse Höhe des Pots abzweigt und folglich der durchschnittliche Spieler nicht Geld gewinnt, sondern verliert. Speziell beim Online-Spiel gibt es eine weitere Gefahr, nämlich dass jegliche soziale Kontrolle, sei es durch menschliche Mitspieler oder Kasinoangestellten, fehlt.

Professionelles Poker

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Phil Hellmuth wurde 1989 mit 24 Jahren zum jüngsten Pokerweltmeister
Hauptartikel: Liste bekannter Pokerspieler

Es gibt einige Pokerspieler, die mit dem Spielen so viel Geld verdienen, dass sie davon leben können. Das bedeutet, dass diese Spieler über weite Strecken einen Stundengewinn haben, der dem Stundenlohn eines Arbeitnehmers gleich kommt. Besonders geeignete Spielvarianten für professionelles Poker sind die Formen, bei denen viele Hände gespielt werden, die Gebühren (fürs Casino und blinds bzw. ante) niedrig sind und eine geringe Varianz haben, also möglichst wenige nichtbeeinflussbare Faktoren haben.

Nur wenige Profipokerspieler sind Turnierspieler, da bei Turnieren unter anderem der Glücksfaktor deutlich höher ist. Dies liegt daran, dass durch die aggressiven Spielweisen deutlich höhere Einsätze gesetzt werden und man zwangsläufig anderen guten Spielern gegenüber sitzt. Viele Turnierspieler verdienen ihr Geld gar nicht durch den Turniererfolg, sondern durch Verdienste aus Sponsorverträgen. Deshalb spielen die meisten Profis in gewöhnlichen Casinos, um gegen Gegner zu spielen, die nicht so gut sind und denen es mehr um das Spielen geht, als um das Geldverdienen, und deshalb deutlich riskanter agieren. Viele solcher Spieler haben noch einen Nebenjob. Diese sogenannten Amateurspieler verdienen trotzdem oft sehr viel Geld. In den Jahren 2003, 2004, 2005 und 2006 wurde das main event, das Hauptturnier der World Series of Poker, von solchen Semi-Pros gewonnen. Dies zeigt, dass gerade im Turnierspiel die unbekannten Spieler den großen Pokerstars während einer einzelnen Meisterschaft nicht zwingend unterlegen sind.

Ablauf eines Pokerspiels

Bild:Plastik Pokerkarten.jpg
Plastikkarten sind sehr robust

Ablauf einer Spielrunde

Bild:Showdown.jpg
Ein show down (Texas Hold'em)

Der Ablauf eines Spiels ist je nach Variante und Limit unterschiedlich, jedoch erhalten die Spieler in allen Varianten vor Spielbeginn mindestens eine aufgedeckte Karte. Der Spieler mit der höchsten Karte ist in der ersten Runde dealer, was durch den dealer button, einem flachen, abgerundeten Zylinder angezeigt wird. Haben zwei Spieler die gleiche höchste Karte, so entscheidet die vom Bridge her bekannte Ordnung der Farben: Pik (

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) gilt als die höchste Farbe, gefolgt von Herz (

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), Karo (

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) und Kreuz (

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). Der dealer button rückt vor dem Beginn jeder neuen Runde eine Position im Uhrzeigersinn weiter, so dass jeder Spieler nacheinander dealer ist. In einem Kasino ist der tatsächliche Kartengeber allerdings ein Kasinoangestellter, der nicht mitspielt. Wird in einem Online-Kasino gespielt, dann ist der dealer button ein kleiner virtueller Chip mit der Aufschrift „D“.[6]

Wird mit blinds, also erzwungenen Mindesteinsätzen zweier Spieler, gespielt, so muss der Spieler direkt links vom dealer den so genannten small blind setzen, während der Spieler links vom small blind den so genannten big blind bringen muss. Außer in der allerersten Setzrunde vor dem Flop ist dies auch die schlechteste Position, weil nach dem Flop immer der Spieler am dealer button als Letzter setzt, der small blind also als Erster. Sind alle blinds oder je nach Variante auch ein von jedem immer zu erbringender Zwangseinsatz ante gebracht, beginnt die erste Runde. Dabei erhalten alle Spieler vom dealer ihre Karten. Es wird gesetzt. Ein Spieler kann meistens raisen (erhöhen), callen (mitgehen), folden (aussteigen) oder, am Anfang einer Setzrunde, checken (schieben) oder einen bet machen (setzen). Um in der Hand zu bleiben, muss ein Spieler mindestens callen oder, falls nicht gesetzt wurde, checken. In der ersten Setzrunde muss man, um seine Hand zu behalten, mindestens den big blind setzen. Da der small blind schon anfangs den halben big blind gesetzt hat, muss er nur noch den Einsatz auffüllen. Foldet er aber, muss er seinen small blind abgeben.[7] Falls alle Spieler in einer Runde denselben Betrag in den Pot gezahlt haben oder ausgestiegen sind, folgt der nächste Schritt. Dieser Vorgang wiederholt sich im Regelfall, ehe alle Spieler, die bis zum Ende mitgegangen sind, ihre Karten vorzeigen. Dies nennt man show down. Der Spieler mit der besten Hand erhält daraufhin den Pot. Es kann aber auch zu einem split pot kommen, wenn zwei oder mehr, in einen Pot involvierte Spieler die gleiche Hand besitzen. Wenn alle Spieler, bis auf einen, ausgestiegen sind, erhält der verbliebene Spieler den Pot, ohne seine Karten vorzeigen zu müssen. Falls der verbliebene Spieler ein marginales Blatt hält, wird sein Verhalten als Bluff bezeichnet. Gehen ein oder mehrere Spieler all in, also setzen ihre gesamten Chips, kommt es zum sofortigen show down, wenn keine weiteren Spieler mehr im Spiel sind, die noch einen side pot ausspielen können. Dabei werden alle Karten aufgedeckt, sowohl die hole cards (Die Karten der Spieler) als auch die community cards (Gemeinschaftskarten). Im Laufe eines Turniers werden die blinds oder das ante erhöht, so dass Spieler mit wenigen Chips (sogenannte short stacks) dazu gezwungen werden, auch mit vergleichbar mittelmäßigen Händen all in zu gehen.

Kombinationen, Begriffe und Besonderheiten

Kombinationsmöglichkeiten

Hauptartikel: Hand

Eine Hand wird im Poker nach der Höhe der Kombination bewertet. Je unwahrscheinlicher eine Kombination ist, desto besser ist die Hand. Falls zwei Spieler die gleiche Kombination haben, entscheidet als letztes Kriterium der Kicker, also die Beikarte, wer den Pot erhält. [8][9][10]

Name Bedeutung Beispiel weiteres Entscheidungskriterium
Höchste Karte (High Card) keine der unteren Kombinationen A♠
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höchste Karte, dann die nächsthöhere Karte usw.
Paar/Zwilling (One Pair) 2 Karten gleichen Wertes 10♣
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10♥
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Höhe des Paars, dann die höhere Beikarte usw.
Zwei Paare (Two Pairs) 2 Paare J♦
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J♠
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8♣
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8♠
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Höhe des Paars, dann Höhe des zweiten Paars, dann die höhere Beikarte
Drilling (Three Of A Kind) 3 Karten gleichen Wertes Q♣
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Q♥
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Q♠
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Höhe des Drillings, dann die höhere Beikarte
Straße (Straight) 5 Karten in einer Reihe (nicht gleiche Farbe) J♠
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10♦
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9♥
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8♣
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7♥
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Wert der Endkarte
Flush 5 Karten in einer Farbe (nicht in einer Reihe) 7♠
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Q♠
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10♠
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K♠
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A♠
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höchste Karte, dann die nächsthöhere Karte usw.
Full House ein Drilling und ein Paar K♣
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K♠
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K♦
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9♥
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9♣
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Höhe des Drillings, dann Höhe des Paars
Poker/Vierling (Four Of A Kind) 4 Karten gleichen Wertes A♥
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A♦
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A♠
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A♣
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Wert des Vierlings, dann der Wert der Beikarte
Straight Flush eine Straße in einer Farbe Q♣
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J♣
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10♣
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9♣
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8♣
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Wert der Endkarte
Royal Flush Straight Flush mit Ass als höchste Karte A♠
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K♠
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Q♠
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J♠
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10♠
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Split Pot

Bei einer Straße darf das Ass entweder am oberen Ende nach dem König oder am unteren Ende als Eins stehen. Die Kartenkombination A2345 ist also ein Straight, ebenso 10JQKA. Round The Corner Straights wie etwa KA234 gelten dagegen nicht. Daraus folgt, dass eine Straight also stets eine 5 oder eine 10 enthalten muss.

Die Farben haben beim Poker für die Gewinnentscheidung keine Bedeutung, bei gleicher Kombination kommt es zu einem split pot.

Am Anfang einer Partie erhält jeder Spieler eine Karte. Der Spieler mit der höchsten erhält den Dealer Button. Haben zwei Spieler die gleiche höchste Karte, entscheidet die vom Bridge her bekannte Ordnung der Farben: Kreuz (

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) wird am niedrigsten bewertet, dann kommen Karo (

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), Herz (

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) und Pik (

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).

Fachausdrücke

Bild:Poker Paradox.jpg
Obwohl Spieler 1 die derzeit besseren Karten hält (zwei Paare mit einer 7 als Kicker), hat er ohne zu bluffen keine Chance, die Hand zu gewinnen. Mit einer 2 oder 7 macht Spieler 2 eine Straße, 5 oder 6 führen zu zwei höheren Paaren für Spieler 2 und alle anderen Karten würden zu einem split pot führen
Hauptartikel: Liste von Pokerausdrücken, Begriffe aus dem Pokerspiel

Durch die Jahre haben sich für fast alle Verläufe einer Hand spezifische, meist englische, Begriffe eingebürgert. Diese Begriffe müssen meistens je nach Spielvariante differenziert werden, um korrekt angewendet zu werden können. Der Grund, warum beinahe alle Ausdrücke in englisch gehalten sind, liegt daran, dass das Spiel seine Wurzeln in den Vereinigten Staaten hat und die wichtigsten Entwicklungen ebenso dort stattgefunden haben. Viele Terme wurden zudem nicht in die deutsche Sprache übersetzt, da das Pokerspiel zu großen Teilen direkt aus den USA übernommen wurde.

Mathematische Komponente

Hauptartikel: Pot Odds

Die mathematische Komponente des Pokerspiels wird unter dem Begriff pot odds zusammengefasst. Die pot odds geben das Verhältnis von der Qualität der Hand zur Größe des Pots, genauer gesagt die Höhe des maximal zu zahlenden Einsatzes, an. Um die pot odds zu ermitteln, muss ein Spieler vorrangig die Anzahl seiner outs kennen. Die outs geben an, wieviele der unbekannten Karten im Deck dem Spieler zur Vollendung seiner Hand verhelfen. Falls ein Spieler einige outs hat, wird das als draw bezeichnet. Der bekannte Pokerprofi Mike Matusow gab dagegen mehrmals an, dass er pot odds für überflüssig hält.

Psychologische Komponente

Ein guter Spieler kann durch das Beobachten der anderen Spieler erahnen, mit welcher Strategie der Gegner spielt. Er achtet auf das Setz- und Spielverhalten, sowie auf das Tempo, mit dem Entscheidungen getroffen werden. Neben dem Beobachten der Spielweise kann man auch an dem Verhalten der Spieler Zeichen erkennen, die auf die Stärke der Hände hinweisen (so genannte tells). So sagt man, dass ein langes Betrachten der Karten ein Zeichen für eine starke Hand sei. Außerdem kann man erkennen, ob ein Spieler nervös ist. Um dies festzustellen, beobachten die Spieler die Körperhaltung, die Augen, das Gesicht und die Hände der Gegenspieler. Wenn ein Spieler absolut keine Informationen über tells preisgibt, also beispielsweise keine Nervosität zeigt, spricht man von einem Pokerface. Dies erfordert eine sehr starke Disziplin. Deshalb benutzen viele professionelle Pokerspieler unter anderem Sonnenbrillen, um die Augen zu verdecken. Weitere Methoden sind die Karten nur möglichst kurz anzusehen und Musik zu hören, um sich abzulenken. Wenn Spieler ihre noch vorhandenen Chips zählen, zeigt dies oft, dass sie zwar nur noch wenige besitzen, aber dennoch diese Hand spielen wollen. Andere führen Tricks mit den Chips vor, um zu signalisieren, dass sie noch viele besitzen. Außerdem geben einige Spieler Ratschläge für andere Spieler oder kommentieren die aufgedeckten sowie die eigenen Karten. Einige Spieler provozieren die Gegner sogar durch harte verbale Attacken. Wenn man erkennt in welchen Situationen und wie die Spieler reden, kann man daraus ebenfalls einen Vorteil ziehen. Mit dieser Methode kann man ebenfalls seine Gegner verunsichern. Um die eigene Sicherheit zu zeigen, bestellen sich einige Spieler nachdem sie all in gegangen sind ein Bier, um anzudeuten noch lange am Tisch sitzen zu werden. Gute Spieler beherrschen diese Methoden und können sie variabel, also auch dann wenn sie eigentlich unüblich sind, einsetzen. In den meisten Online-Casinos werden deshalb Chats angeboten. Dort kann der Spieler aber nicht die Mimik der Gegner lesen, sondern nur das gespielte Verhalten und die Strategie deuten.

Spielvarianten

Um eine Pokervariante vollständig zu beschreiben, müssen die Spielart, die Setzstruktur, die Blindstruktur und Wertungsvariante sowie gegebenenfalls Sonderregeln vorgegeben werden. Die Spielart legt fest, welche Karten der Spieler sehen darf und welche Karten er für die Bildung der besten Hand verwenden darf. Die Setzstruktur gibt vor, wie viel der Spieler setzen oder erhöhen darf. Die Blindstruktur bestimmt, wie der Grundstock von Einsätzen für das Spiel gebildet wird. Mit den Sonderregeln kann das Spiel auf beliebige Weise abgeändert werden.

Grundsätzliche Spielarten

Hauptartikel: Liste bekannter Pokervarianten
Bild:Texas Hold'em.jpg
Beispiel für Texas Hold'em
Bild:Seven Card Stud.jpg
Seven Card Stud ist derzeit beliebter als Five Card Stud
Bild:Five Card Draw.jpg
Beim Five Card Draw sieht jeder Spieler nur seine eigenen Karten

Alle bekannten Kartenpokervarianten lassen sich in eine Kategorie einteilen. Man unterscheidet grob zwischen drei verschiedenen Kategorien.

In die Kategorie Hold'em fällt neben Texas Hold'em, das derzeit mit Abstand die beliebteste Variante ist, auch Omaha Hold'em, die der erstgenannten Variante sehr ähnlich ist. Bei diesen und allen weiteren Hold'em-Varianten kommen im Laufe der Zeit sogenannte community cards (dt. Gemeinschaftskarten oder engl. board cards), bei diesen beiden Varianten sind es fünf, auf den Tisch. Mit diesen Karten kann jeder Spieler seine Hand bilden. Zusätzlich zu diesen Karten, erhält jeder Spieler zu Beginn einer Runde hole cards. Diese Karten sind nur für diesen Spieler ersichtlich, können also nur von diesem Spieler genutzt werden. International ist die Variante no limit Texas Hold'em am weitesten verbreitet. No limit bedeutet, dass jeder Spieler zu jedem Zeitpunkt, vorausgesetzt er ist am Zug, alle seine Chips setzen kann. Bei der Variante Omaha Hold'em ist das Limit pot limit sehr beliebt. Der Grund, warum Texas Hold'em so weit verbreitet ist, liegt daran, dass das Spiel zwar für Anfänger leicht zu erlernen ist, es aber dennoch seine Zeit braucht, bis ein Spieler ein hohes Niveau erreichen kann.

Beim Stud Poker erhält jeder Spieler sowohl offene, als auch verdeckte Karte. Ein weiteres Merkmal dieser Variante ist, dass die Position des Spielers, der die Runde eröffnet, sehr häufig wechselt. In diese Kategorie fällt neben dem Casinospiel Tropical Stud auch das weit verbreitete Seven Card Stud, welches das ältere Five Card Stud fast völlig verdrängt hat. Stud wird in der Regel immer mit ante und fixed limit gespielt. Seven Card Stud war bis vor einigen Jahren meistens die einzige Variante, die in Casinos angeboten wurde. Mittlerweile offerieren aber auch immer mehr Spielbanken Texas Hold'em.

Die dritte Kategorie, das Draw Poker, wird als Älteste angesehen. Hier erhält jeder Spieler eine, je nach Variante, festgelegte Anzahl an Karten, die er verdeckt in seiner Hand hält. Draw Poker ist die einzige Kategorie, bei der ein Spieler keine Karten des Gegners zu Gesicht bekommt. Deshalb ist der Glücksfaktor bei den Varianten des Draw auch größer als die Varianten des Stud und Hold'em Poker. Die bekannteste Variante ist Five Card Draw. Bei dieser Variante hält jeder Spieler fünf Karten in der Hand. Er kann in mehreren Setzrunden Karten gegen unbekannte Karten tauschen, um seine Hand zu verbessern. Five Card Draw war auch lange Zeit die beliebteste um weitesten verbreitete Variante und wurde auch in vielen Filmen thematisiert. Hier sind insbesondere Western hervorzuheben, was den Grund hat, dass die Variante im Wilden Westen sehr weit verbreitet war.

Weitere verbreitete Casino-Pokervarianten, die nicht direkt zu diesen Kategorien gehören sind Pai Gow Poker und Easy Poker.

Poker kann auch mit Würfeln gespielt werden. Pokerwürfel entstanden um 1880 in den USA. Es existiert ein Patent aus dem Jahre 1881. Pokerwürfel zeigen an den sechs Flächen die Kartensymbole Ass, König, Dame, Bube, Zehn und Neun. Das Ass liegt der Neun, der König der Zehn und die Dame dem Buben gegenüber. Die drei grundlegend verschiedenen Formen des Würfel-Poker sind Poker Dice oder Offenes Würfelpoker, Liar Dice oder Verdecktes Würfelpoker (franz. Poker menteur) und Escalero. Würfelpoker ist deutlich weniger verbreitet als Kartenpoker.

Setzstruktur

Die Setzstruktur gibt an, wieviel ein Spieler setzen und um wieviel er erhöhen darf. Auch hier wird zwischen verschiedenen Variationen unterschieden.

In der no limit-Variante darf der Spieler jederzeit seine gesamten Chips setzen, man sagt: er ist all in. Dieses Limit wird besonders häufig in den Hold'em-Varianten eingesetzt. Eine weit verbreitete Weisheit besagt, dass man bei no limit die Karten seines Gegners spielt.[11]

Die pot limit-Variante unterscheidet sich von dem oben genannten no limit nur dadurch, dass höchstens soviel gesetzt werden kann, wie sich bereits im Pot befindet. Wenn ein Spieler einen Einsatz leistet, wird dieser sofort zum Pot dazu addiert.[12]

Fixed limit (oft auch nur limit genannt) schreibt die Höhe der Einsätze und Erhöhungen direkt für jede einzelne Setzrunde vor. Es ist zwar möglich, dass in jeder Setzrunde das gleiche Limit verwendet wird, jedoch ist dies unüblich. Weit verbreitet ist es, dass der Grundeinsatz nach der Hälfte der Setzrunden verdoppelt wird. Eine weitere, häufig angewendete Regelung ist, dass in einer Setzrunde höchstens dreimal erhöht werden darf. Dieses Limit ist no limit sehr gegensätzlich. Man sagt dass hier, anders als bei no limit, die eigenen Karten gespielt werden. Der Unterschied rührt daher, dass es bei dieser Variante sehr schwer ist, den Gegner aus einer Hand zu bluffen.[13]

Spread limit ist bei weitem nicht so verbreitet, wie die drei anderen Varianten. Hier darf nur innerhalb eines bestimmten Bereichs gesetzt oder erhöht werden.

Bei allen Limit-Varianten muss ein Spieler, der raisen will, den Einsatz mindestens um den big blind erhöhen. Bei fixed limit wird dem Spieler das sogar vorgeschrieben, er muss also genau um den blind erhöhen. Eine Aus