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Plastikwort
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Als Plastikwort bezeichnet der deutsche Sprachwissenschaftler Uwe Pörksen ein Wort, das einen Mangel an Bedeutung besitzt, gleichwohl aber vielseitig anwendbar ist. Seine Funktion ist wichtiger als der Inhalt.
Aufgrund ihrer vielseitigen Anwendbarkeit erscheinen Plastikwörter einerseits fast allgegenwärtig, andererseits als sehr bedeutungsschwangere Leerformeln. Pörksen beschreibt sie auch als „Alltagsdietriche“. Dabei sind sie eine Art „Schlüssel zu vielem, sie öffnen riesige Räume. Sie infizieren ganze Wirklichkeitsfelder und sorgen dafür, dass die Wirklichkeit sich auf sie, als ihren Kristallisationspunkt, zuordnet“. Es handelt sich dabei oft um so genannte „vorübersetzte“ Wörter, denen oft eine internationale Bedeutung zugewiesen wird. Nicht selten besitzen sie den Klang eines wissenschaftlichen Terminus.
Ein solches Wort kann dabei einen spezielleren Sachverhalt meinen, wie zum Beispiel "Political correctness", "Nullwachstum" oder per se als breit anwendbar erscheinen, wie "Entwicklung" und "Kommunikation".
Da Plastikwörter besonders im öffentlichen Sprachgebrauch wirkungsvoll erscheinen, wird auf die Notwendigkeit größerer Sensibilität gegenüber diesen Wörtern aufmerksam gemacht. So trägt das Buch Plastikwörter von Pörksen den Untertitel Die Sprache einer internationalen Diktatur.
Siehe auch
Kofferwort; Neologismus; Kunstwort; Worthülse; Schlagwort
Literatur
- Uwe Pörksen: Plastikwörter. Die Sprache einer internationalen Diktatur. 6. Aufl. Klett-Cotta. Stuttgart 2004. ISBN 3-608-93614-9
Weblinks
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