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Planetenring

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Bild:Saturn2.jpg
Die deutlich sichtbaren Saturnringe.
Bild:PIA01627 Ringe.jpg
Schema der Jupiterringe.
Bild:PIA02224-browse.jpg
Neptunringe. Aufgenommen von Voyager 2.

Ein Planetenring ist ein meist scheibenförmiges Ringgebilde um einen Planeten, das aus vielen Milliarden Staub- oder auch Eisteilchen besteht, deren Größe von der eines Sandkorns bis zu der eines Wohnhauses reicht. Dabei können Ausmaß, Zusammensetzung und Helligkeit vollkommen verschieden sein. Mehrere Ringe um einen Planeten bilden ein konzentrisches Ringsystem.

Entstehung

Die Entstehung eines Planetenrings ist bis heute weitestgehend unklar. Forscher haben allerdings einige Vermutungen, zum Beispiel, dass solche Ringe entstehen, wenn ein kleiner Mond dem Planeten zu nahe kommt, also bis innerhalb der Roche-Grenze, und durch die Gezeitenkräfte des Planeten auseinandergerissen und um den Planeten verteilt wird.

Eine andere Theorie besagt, dass ein Planetenring entsteht, wenn der Planet von einem anderen Himmelskörper getroffen wird oder zwei kleine Körper kollidieren, so dass sie auseinanderbrechen und sich aufgrund der hohen Schwerkraft des Planeten nicht wieder zusammensetzen, sondern um den Planeten verteilt werden.

Bekannte Planetenringe

Im Sonnensystem hat jeder der vier Gasplaneten ein Ringsystem. Deren Teilchen umlaufen den Planeten rechtläufig innerhalb bzw. sehr nahe dessen Äquatorebene, und immer hauptsächlich innerhalb der Roche-Grenze. Trotz der gemeinsamen Hauptmerkmale ist die Struktur der Ringe in allen vier Fällen sehr unterschiedlich.

Der bekannteste Planetenring ist der Ring des Saturn. Er ist der umfangreichste, besteht aus hellem Material und ist daher bereits mit einem guten Amateurteleskop sichtbar. Der Ring besteht aus mehreren sogenannten Hauptringen, die wiederum aus vielen kleinen Ringen bestehen. Am schwächsten ist das Ringsystem des Jupiters. Es besteht aus äußerst dunklem Material, noch dazu ist es verschwindend schwach, sodass es nur durch Raumsonden nachgewiesen werden konnte. Man nimmt an, dass Jupiters Ringe von winzigen innersten Monden mit neuem Material versorgt werden, während das alte Material stetig auf Jupiter herabrieselt. Uranus und Neptun haben ebenfalls äußerst dunkle Ringe. Bei Neptun glaubte man anfangs, dass seine Ringe nur unvollständige Ringbögen seien, also nicht in sich geschlossenen wären.

Siehe auch: Schäfermond

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