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Peplosphäre
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(Weitergeleitet von Planetare Grenzschicht)
Als Peplosphäre beziehungsweise als Grundschicht, planetare Grenzschicht oder Reibungsschicht werden die untersten 1,5 bis 2 Kilometer der Erdatmosphäre bezeichnet. Sie ist – im Gegensatz zum größeren Teil der darüberliegenden Troposphäre (freie Atmosphäre) – durch folgende Besonderheiten gekennzeichnet:
- Bremsung des geostrophischen Windes durch die Bodenreibung. Dadurch weht er nicht mehr wie in größeren Höhen parallel zu den Isobaren, sondern eher in Richtung zum tieferen Luftdruck. Das Einströmen bodennaher Luft in die Tiefdruckgebiete wird durch aliquote Ausgleichswinde knapp unter der Tropopause kompensiert.
- Oft Ausbildung einer Dunstschicht durch Anreicherung von Aerosolen. Bergsteiger sehen den oberen Rand der Peplosphäre, wenn die Täler im Frühnebel liegen, die höheren Berghänge aber schon im Sonnenschein. Auch beim Durchfliegen einige Minuten nach dem Start hebt sich diese Grenzschicht vom Himmelsblau ab.
- In sogenannten Strahlungsnächten (klarer Himmel) eine starke nächtliche Abkühlung durch Wärmestrahlung ins Weltall, wodurch sich Nebel und auch langandauernder Hochnebel bilden kann.
- In der Grundschicht liegt der primäre Motor des Wettergeschehens: die Energieeinstrahlung der Sonne (sichtbares Licht, siehe Solarkonstante) und die Abstrahlung (Licht und Infrarot) nach oben.
- Dadurch ist sie die turbulenteste Schicht der Atmosphäre mit einem großen Anteil an Konvektion. Unterschiedliche Albedo der Erdoberfläche – etwa durch Bewuchs und Neigung des Geländes – führen zu lokalen Aufwinden, Hang- und Abwinden, besonders unter und zwischen den Wolken (siehe Segelflug).
Manche von der freien Atmosphäre abweichenden Temperatur- und vor allem Windeffekte der Peplosphäre werden in größeren Höhen nahe der Tropopause durch entgegengesetzte Winde kompensiert.
