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Pipettierhilfe
Aus Kefk.
Als Pipettierhilfen werden Geräte bezeichnet, die das Pipettieren erleichtern, da das (früher durchaus übliche) Pipettieren mit dem Mund eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung darstellen kann (z.B. bei Säuren). Je nach Anwendungsgebiet haben sich unterschiedlichste Formen und Materialien für Pipettierhelfer etabliert. Insbesondere Silikon findet auf Grund seiner sehr guten chemischen und mechanischen Eigenschaften häufig Verwendung in der Herstellung von Pipettierhilfen.
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Ausführungen
Peleusball
Der Name steht wohl in Verbindung mit der griechischen Mythologie, wird aber trotzdem verbreitet falsch als "Pel-ä-usball" oder "Pel-e-usball" anstelle von "Peleusball" ausgesprochen. Ein typischer Peleusball verfügt über drei Ventile für folgende Funktionen:
- Ventil A (Ansaugen/Ausdrücken) oben: Luft ausdrücken zum Ansaugen
- Ventil S (von Saugen) unten: flüssiges Medium in Pipette ansaugen
- Ventil E (von Entleeren) seitlich: Pipetteninhalt kontrolliert abgeben
Anwendung
Zunächst wird der Peleusball auf die Pipette aufgesetzt. Dann öffnet man das Ventil A durch leichtes Zusammendrücken und drückt die Luft aus dem Gummiball. Jetzt steht ein Unterdruck zur Verfügung, mit dem Flüssigkeit angesaugt werden kann. Das Ansaugen erfolgt durch kontrolliertes Zusammendrücken des Ventils S, das Ablassen von Flüssigkeit durch Betätigen von E. Sollte man mit einer großen Pipette arbeiten, kann es notwendig sein, nochmals den Gummiball über das Ventil A zu entleeren.
Aspirette
Eine Aspirette (siehe Bild) besteht aus zwei Öffnungen, in der Mitte befindet sich ein breiterer Bereich. Aspiretten sind meistens - wie auch die Peleusbälle - aus Silikon hergestellt.
Anwendung
Zuerst wird die Aspirette mit der unteren Öffnung auf die Pipette gesteckt. Um nun die Flüssigkeit anzusaugen, wird zunächst die Luft durch Zusammendrücken der Aspirette herausgedrückt und dann die obere Öffnung mit dem Finger zugehalten. Nun wird die Flüssigkeit in die Pipette gesaugt und dann die Pipette oben mit dem Finger zugehalten. Schließlich lässt man soviel Flüssigkeit ablaufen, bis sich das gewünschte Volumen in der Pipette befindet.
Weitere Gerätschaften
Im Labor werden auch andere Konstruktionen zum gefahrlosen Abmessen von Flüssigkeiten verwendet. Die abgebildeten Pipettierhilfen aus Kunststoff sind für Pipetten verschiedener Volumina konstruiert. Die Pipetten werden am unteren Teil des Gerätes eingesteckt, über die Zahnstange (oder das Rad) werden sie sodann mit der Flüssigkeit befüllt. Durch Druck auf den Hebel darunter wird das exakte Volumen eingestellt bzw. die Pipetten entleert.
