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Piperidin

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Strukturformel
Bild:Piperidine.svg
Allgemeines
Name Piperidin
Andere Namen Hexahydropyridin, Pentamethylenimin, Azinan
Summenformel C5H11N
CAS-Nummer 110-89-4
Kurzbeschreibung farblose, stark nach Ammoniak riechende Flüssigkeit
Eigenschaften
Molmasse 85,15 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig
Dichte 0,86 g·cm−3
Schmelzpunkt −10 °C
Siedepunkt 106 °C
Dampfdruck 34 hPa (20 °C)
Löslichkeit

gut in Wasser, Alkohol, Ether, Benzol, Chloroform

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbole
Bild:Hazard F.svg
F
Leichtent-
zündlich
R- und S-Sätze R: 11-23/24-34
S: 16-26-27-45
weitere Sicherheitshinweise
MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Piperidin (systematischer Name nach Hantzsch-Widmann-Patterson-Nomenklatur: Azinan, UN-Nummer: 2401) ist eine farblose, stark nach Ammoniak riechende Flüssigkeit.

Inhaltsverzeichnis

Historische Informationen

Piperidin wurde 1819 erstmals durch Hans Christian Ørsted aus Pfeffer isoliert. 1894 gelang Albert Ladenburg und Scholz die erste Vollsynthese von Piperidin.

Vorkommen

Piperidin kommt in kleinen Mengen im schwarzen Pfeffer (Piper nigrum) vor.

Synthese

Man erhält Piperidin quantitativ durch katalytische Hydrierung von Pyridin, durch elektrochemische Reduktion von Pyridin oder Erhitzen von Pentamethylendiamindihydrochlorid wobei man das Hydrochlorid erhält.

Reaktionsverhalten

Piperidin ist eine Base (pKs = 11,12). Mit Schwermetall-Salzen bildet es Komplexe.

Verwendung

Piperidin wird als Lösungsmittel, Zwischenprodukt bei der Synthese von Pharmazeutika, Pflanzenschutzmitteln und Riechstoffen, als Härter für Epoxidharze, als Katalysator für Kondensationsreaktionen, als Kautschukhilfsmittel und als Reagenz auf Aldehyde, Gold, Cer, Magnesium oder Zirconium eingesetzt.

Weblinks

Wikipedia
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