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Pier Luigi Farnese

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Pier Luis Farnesio (Gemälde von Tizian)

Pier Luigi Farnese (* 19. November 1503 in Rom; † 10. September 1547 in Piacenza) war der außereheliche Sohn von Alessandro Farnese, dem späteren Papst Paul III.

Nachdem sein Vater 1534 zum Papst gewählt worden war, ernannte dieser ihn 1537 zum Gonfaloniere der Katholischen Kirche, machte ihn zum Herzog von Castro und stattete ihn großzügig mit Besitzungen aus. Pier Luigi Farnese war in der Folge als Vermittler zwischen Papst und Kaiser Karl V. tätig, der ihn deswegen 1538 zum Markgrafen von Novara ernannte. Ein weiterer Beweis des päpstlichen Nepotismus war das Herzogtum Parma und Piacenza, das er - trotz der politischen Auseinandersetzungen, die er mit seinem Vater hatte - 1545 für sich und seine Nachkommen, also erblich, übergeben bekam, woraufhin er das Herzogtum Castro umgehend an seinen dritten Sohn Orazio weitergab, um auch diesen zu versorgen (der älteste, Alessandro Farnese der Jüngere, war 1534, im Jahr der Papstwahl seines Großvaters, als 14jähriger Kardinal geworden, der zweite, Ottavio Farnese, als Erbe von Parma und Piacenza vorgesehen).

Pier Luigis Versuch, das Herzogtum Parma in Besitz zu nehmen, endete mit seiner Ermordung durch den regionalen Adel in Piacenza, das zwei Tage nach der Tat dann von kaiserlichen Truppen besetzt wurde. Seine Nachfolge trat wie geplant sein zweiter Sohn Orazio an, auf den der Kampf um das erhaltene Herzogtum nahtlos überging.

Pier Luigi Farnese heiratete 1519 Gerolama Orsini († 1570), Tochter des Luigi, mit der er mindestens fünf Kinder hatte:



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