Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


PhysX

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

PhysX bezeichnet einen speziellen Prozessor (Physikbeschleuniger auch PPU) sowie die zugehörige Physik-Engine des Halbleiterherstellers Ageia. Aufgabe dieses Chips ist die Berechnung vorrangig physikalisch bedingter Effekte. In Computerspielen oder Simulationssoftware wird so der Hauptprozessor entlastet.

Inhaltsverzeichnis

Funktion

Angelehnt an die Funktionsweise von CPUs oder GPUs besteht die Aufgabe des PhysX Chips ausschließlich in der Berechnung des realistischen Verhaltens physischer Objekte.

Bisher wurden solche Berechnungen im Zusammenspiel von CPU und GPU ausgeführt, was eine maximale Anzahl von 10 bis 200 festen Objekten pro Spielszene ermöglichte – jedoch mit hohem Rechenaufwand verbunden war. Dank des Zusammenwirkens von CPU, GPU und der PPU (Physics Processing Unit) soll eine gleichzeitige Berechnung von bis zu 32.000 Festkörpern mit möglichst geringer Belastung von Prozessor und Grafikkarte gewährleistet werden.

Um die Funktionalität von PhysX nutzen zu können, bedarf es der Unterstützung der zugehörigen Physik-Engine früher NovodeX, jetzt ebenfalls PhysX genannt. Diese bildet die Schnittstelle zwischen Anwendung (z. B. Computerspiel) und dem Physikbeschleuniger.

Neben PCs wird PhysX in Zukunft auch in Spielkonsolen Anwendung finden. So haben Sony (für die Playstation 3) und Microsoft (für die Xbox 360) Vereinbarungen mit Ageia getroffen.

Anwendungsgebiete

Rechenintensive Vorgänge wie die Physik starrer Körper, die Simulation von Flüssigkeiten wie Wasser oder Lava sowie das realistische Verhalten von Seilen, Haaren oder Kleidung stellen das Haupteinsatzgebiet des PhysX Chips dar. Damit sind auch die folgenden Effekte realisierbar.

  • Explosionen mit Rauch und Trümmern
  • komplexe Figuren mit realistischen Bewegungen und Interaktionen
  • durch Wind bewegtes Laub
  • dichter, bewegte Objekte einhüllender Nebel

Für die Computerspieleentwicklung biete das Vorhandensein einer PPU neue Möglichkeiten. Bisher wurde der massive Einsatz komplexer Designelemente gemieden, da diese den Spielablauf verlangsamen und somit die Framerate während des Spiels senken.

PhysX Referenzdesign

Erste PCI-Erweiterungskarten sind seit Mai 2006 von BFG und ASUS erhältlich. Letztgenannte sollte ursprünglich, abweichend vom Referenzdesign, über 256 MB Speicher verfügen, wird aber nun im Referenzdesign geliefert. Anbieter von Komplettsystemen wie Alienware oder Dell bieten bereits Produkte mit Erweiterungskarten an.

Liste PhysX unterstützter Computerspiele

bereits bzw. bald verfügbare Titel

  • BASE Jumping
  • Bet on Soldier (durch Addon oder Patch)
  • CellFactor: Combat Training (Demo)
  • City of Villains (durch Patch)
  • Dark Physics
  • Gothic 3
  • Infernal
  • Joint Task Force (durch Patch)
  • Legend - Hand of God
  • RoboBlitz
  • Rise of Nations: Rise of Legends (durch Patch)
  • Sherlock Holmes - Die Spur der Erwachten
  • Stoked Rider: Big Mountain Snowboarding
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Advanced Warfighter
  • Silverfall

zukünftige Titel

  • Auto Assault (Patch)
  • Crazy Machines II
  • Dragon Age
  • Fallen Earth
  • Heavy Rain
  • Monster Madness
  • Project Entropia (Patch)
  • Rail Simulator
  • Sacred II
  • Switchball
  • Two Worlds
  • Unreal Tournament 3
  • Vanguard: Saga of Heroes
  • Warhammer Online

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort PhysX, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge