Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Phreatomagmatische Explosion

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Phreatic.jpg
Eine phreatomagmatische Explosion auf dem Gipfel des Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington.

Die phreatomagmatische Explosion (altgriechisch φρέαρ, φρέατος (phréar; gen. phréatos) = Brunnen)), auch phreatischer Ausbruch oder phreatische Eruption genannt, bezeichnet eine Explosion, die aus dem Kontakt von heißer Gesteinsschmelze – dem Magma - mit dem Grundwasser resultiert.

Eine solche Explosion findet statt, wenn entweder Wasser infolge seiner Fließ- bzw. Sickerbewegung in die Nähe der Schmelze kommt, oder aber aufsteigendes Magma in wassergefüllte Gesteinshohlräume eindringt (intrudiert). Der schlagartig entstehende Wasserdampf mit dem 10.000-fachen Wasservolumen zertrümmert das umgebende Gestein und sprengt einen Krater in den Gesteinsuntergrund. Das ausgeworfene Nebengestein wird rings um den Krater als Wall abgelagert. Obwohl phreatomagmatische Explosionen mit dem Vulkanismus in Zusammenhang stehen, wird bei ihnen in der Regel keine Lava gefördert. Die Ausbrüche werden von energiereichen Gaswolken, sogenannten Grundwogen (engl. base surge), begleitet, die, ähnlich den Glutwolken, mit hoher Geschwindigkeit und hoher Zerstörungskraft dicht über dem Boden sich ausbreiten und aus einem Gemisch von Gasen, Wasserdampf, Asche und Gesteinspartikeln bestehen.

Eine phreatomagmatische Eruption gehört zu den stärksten und weitreichendsten vulkanischen Aktivitäten und kann zur Entstehung eines Maares führen.

Siehe auch

Laacher See

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Phreatomagmatische_Explosion, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge