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Philipp IV. (Frankreich)

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Philip IV., genannt der Schöne (frz. Philippe IV le Beau) (* 1268 in Fontainebleau; † 29. November 1314 in Fontainebleau), König von Frankreich von 1285 bis 1314 aus dem Hause der Kapetinger. Besondere Bedeutung besitzt seine Regentschaft wegen der Überführung des Papsttums nach Avignon und der Zerschlagung des Templerordens.

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Philipp IV. der Schöne

Inhaltsverzeichnis

Leben

Philipp IV. war der zweite Sohn von Philipp III. von Frankreich und dessen erster Gemahlin Isabella von Aragon.

Er versuchte Flandern in die Domaine royal (Krondomäne) einzugliedern, doch nach einem allgemeinen Aufstand 1302, der in der Sporenschlacht von Courtrai am 11. Juli mit einer Niederlage für Philipp endete, musste er Flandern nördlich der Lys aufgeben.

Philpps Auseinandersetzung mit dem Papsttum hing unter anderem mit seinem Finanzbedarf zusammen: er plante die Besteuerung des Klerus, wogegen der Papst Bonifatius VIII. heftig protestierte und in der Bulle Unam Sanctam unverhüllt den päpstlichen Weltherrschaftsanspruch formulierte. Bonifatius wurde 1303 auf Philips Befehl entführt und starb kurz darauf. Der 1304 installierte Papst Clemens V., vorher Erzbischof von Bordeaux, war ein bloßes Werkzeug des Königs. Er siedelte 1309 nach Avignon über, von wo aus das Papsttum leichter kontrolliert werden konnte. Damit ging die Periode päpstlicher Hegemonie im Mittelalter zu Ende.

Am 13. Oktober 1307 ließ Philipp alle Angehörigen des Templerordens gleichzeitig verhaften. Sie wurden der Ketzerei angeklagt und gestanden unter Folter. Der Großmeister des Ordens, Jacques de Molay wurde mit mehreren Gefolgsmännern auf dem Scheiterhaufen verbrannt, das gewaltige Vermögen des Ordens (mit seinem weitverzweigten Bankensystem) wurde vom König eingezogen.

Zu Auseinandersetzungen mit dem Heiligen Römischen Reich kam es, als Heinrich VII., einstmals als Graf von Luxemburg ein Vasall Philipps, zum römisch-deutschen König gewählt wurde und eine Restaurationspolitik betrieb, wobei Heinrich die Auffassung äußerte, dass er als Kaiser höher stehe als der französische König. Mit dem Tod Heinrichs 1313 in Italien endete jedoch diese Auseinandersetzung.

Philipp stärkte das Königtum durch eine kluge Finanzpolitik, etwa mit der Errichtung eines Rechnungshofes. Allerdings schreckte er auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurück, um an Geld zu kommen - etwa durch Judenverfolgungen.

Der König starb bei einem Jagdunfall und ist in der Basilika Saint-Denis begraben.

Nachfahren

Am 16. August 1284 heiratete er Johanna von Navarra. Er hatte mit ihr folgende Kinder:

Weblinks


Literatur

Helene Luise Köppel: "Die Geheimen Worte", (der Kampf der Stadt Carcassonne gegen die Inquisition, Philipp d. Schönen und Nogaret), ISBN 3-352-00718-7, Verlag Rütten& Loening, 2005, 522 Seiten.



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