Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Philemon und Baucis
Aus Kefk.
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/c/cc/Adam_Elsheimer_008.jpg': No such file or directory. |
Philemon und Baucis (griechisch Baukis) sind Gestalten der griechischen Mythologie.
Ovid beschreibt in den Metamorphosen (VIII, 611) den Besuch des verkleideten Göttervaters Zeus und seines Sohnes Hermes in einer Stadt der Menschen. Diese gewähren den beiden Wanderern jedoch keinen Einlass.
Allein Philemon und seine Frau Baucis, ein altes Ehepaar, das in einer ärmlichen Hütte am Stadtrand lebt, übt Gastfreundschaft, nimmt die beiden auf und bewirtet sie mit allem, was sie haben. Erst durch einen Zufall erkennen sie die Götter und entschuldigen sich für das karge Mahl. Die Götter jedoch belohnen Philemon und Baucis für ihre Großzügigkeit und Gastfreundschaft, indem sie ihre Hütte in einen goldenen Tempel verwandeln und beide zu Priestern bestellen. Weiterhin gewähren sie dem Paar, das immer noch in tiefer Liebe verbunden ist, den Wunsch, sich nie trennen zu müssen, sodass beide gleichzeitig sterben; darum verwandeln die Götter sie am Ende ihres Lebens in zwei Bäume. Philemon wird in eine Eiche und Baucis in eine Linde verwandelt.
Die Stadt mit den hartherzigen Menschen jedoch verwandelt Zeus in einen See.
Literarische Wiederaufnahme
Goethe lässt im 5. Akt seines Faust II "Philemon" und "Baucis" als greises Paar auftreten, das der Zwangsumsiedelung durch Faust widerstrebt und umgebracht wird.
Max Frisch benutzt in seinem Roman "Mein Name sei Gantenbein" ebenfalls die Figuren "Philemon und Baucis". Sie treten als Vorstellung von Lila und Gantenbein auf und festigen auf diese Weise die Gantenbeinrolle.
Leopold Ahlsen verlegte die Handlung in seinem gleichnamigen Hörspiel von 1956 in die Welt der griechischen Partisanen des 2. Weltkrieges. Weil das alte Ehepaar aus humaner Überzeugung einen verletzten deutschen Soldaten pflegte und versteckte, lässt ein gnadenloser Partisanenführer die beiden töten. Nach ihrem letzten Wunsch sterben sie miteinander. Sie werden gleichzeitig am selben Baum erhängt und mit einander begraben.
Reinhard Mey erwähnt in seinem Lied "Mein Testament" diese historischen Gestalten: "So bedaur‘ ich eins in jener Stunde nur, daß offenbar uns das Los von Philemon und Baucis nicht beschieden war."
Kurt Tucholsky benutzt Philemon und Baucis in seinem 1930 erschienen Gedicht "Stationen" als Bild für ein alterdes Paar
Weblinks
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Philemon_und_Baucis, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
