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Pharmaunternehmen

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Als Pharmaunternehmen bezeichnet man Unternehmen, die Arzneimittel erforschen, entwickeln, testen, herstellen und vermarkten. Diese Unternehmen sind Hauptbestandteil der pharmazeutischen Industrie (zu diesem Industriebereich gehören noch zahlreiche Dienstleister und Zusteller).

Zu den Pharmaka (Arzneimitteln) gehören vor allem:

Nicht zu den Arzneimitteln gehören Medizinprodukte, diese werden aber teilweise auch von pharmazeutischen Unternehmen hergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Große Pharmaunternehmen

Sortiert man die weltweit operierenden und durchweg globalisierten Pharmaunternehmen nach ihren Umsatz im Jahr 2005 und fügt die entsprechenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) hinzu, ergibt sich folgendes Bild:


Platz Unternehmen Sitz Jahresumsatz

in Milliarden Dollar

Ausgaben für F&E

in Milliarden Dollar

1 Pfizer USA, New York 44,28 7,44
2 GlaxoSmithKline England, London 33,96 5,708
3 Sanofi-Aventis Frankreich, Paris 32,34 4,789
4 Novartis Schweiz, Basel 24,96 4,484
5 AstraZeneca England, London 23,95 5,356
6 Johnson & Johnson USA, New Brunswick, NJ 22,32 6,312
7 Merck & Co. USA, Whitehouse Station, NJ 22,01 3,848
8 Wyeth USA, Madison, NJ 15,32 1,262
9 Bristol-Myers Squibb USA, New York 15,25 2,746
10 Eli Lilly and Company USA, Indianapolis, IN 14,65 3,025

Quelle: Pharmaceutical Executive, „Our 7th Annual Report on the world’s Top50 Pharmacuetical Companies“, May 2006.

Erst auf Rang 14 folgt das erste deutsche Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim mit einem Jahresumsatz von 10,84 Milliarden Dollar und Forschungsausgaben von 1,148 Milliarden Dollar. Die Bayer AG belegt Platz 18, Schering Platz 19 gefolgt von Merck Darmstadt auf Platz 24 und Altana auf Platz 31.


Die größten Pharmaunternehmen sind (nach Umsatz auf dem deutschen Markt absteigend sortiert): Sanofi-Aventis, Pfizer, Ratiopharm, Hexal, AstraZeneca, Novartis, GlaxoSmithKline, MSD, Boehringer Ingelheim, Janssen-Cilag, Hoffmann-La Roche, Bayer, Eli Lilly and Company, Stada, BMS, Novo Nordisk, Altana, Wyeth, Berlin-Chemie, Takeda, Schering, Abbott, Essex, Schwarz, Serono, Mundipharma.

Andere bekannte Unternehmen sind Actelion, Amgen, Astellas, Biogen, Cephalon, Grünenthal, Chiron, Dermapharm, Eisai, Merck, Jenapharm, Laboratoires Pierre Fabre, Organon, Procter & Gamble, Servier, Solvay, UCB, Broad Intelligence International PharmaceuticalBIONORICA AG

Beschäftigte (am Beispiel Deutschland)

In der pharmazeutischen Industrie sind in Deutschland ca. 117.000 Beschäftigte (Stand 2006) angestellt. Ihnen stehen 2006 125.000 Beschäftigte der Dienstleister und Zulieferer der pharmazeutischen Industrie gegenüber.

Entwicklung:

  • 1995: ca. 122.900 Beschäftigte
  • 1996: 120.776 Beschäftigte (-1,7 %)
  • 1997: 115.298 Beschäftigte (-4,5 %)
  • 1998: 113.914 Beschäftigte (-1,2 %)
  • 1999: 113.029 Beschäftigte (-0,8 %)
  • 2000: 113.950 Beschäftigte (+0,8 %)
  • 2001: 114.267 Beschäftigte (+0,3 %)
  • 2002: 114.990 Beschäftigte (+0,6 %)
  • 2003: 118.720 Beschäftigte (+3,2 %)
  • 2004: 113.989 Beschäftigte (-4,0 %)
  • 2005: 113.002 Beschäftigte (-0,9 %)

Siehe auch

Literatur

  • Wolf-Dieter Müller-Jahncke, Christoph Friedrich: Geschichte der Arzneimitteltherapie. Stuttgart 1996
  • Zeller, Christian (2001): Globalisierungsstrategien - Der Weg von Novartis. Berlin, New York: Springer-Verlag, 702 S. (http://www.springer.de/cgi-bin/search_book.pl?isbn=3-540-41629-3)
  • Merrill Goozner: The $800 million pill. University of California Press, Berkeley 2004, 297 S., ISBN 0-520-23945-8
  • Marcia Angell: The truth about the drug companies. Random House, New York, 2004, 305 S., ISBN 0-375-50846-5 - Deutsch: Der Pharma-Bluff - Wie innovativ die Pillenindustrie wirklich ist. Verlag KomPart, Bonn/Bad Homburg 2005
  • Ray Moynihan, Alan Cassels: Selling sickness: How the world's biggest pharmaceutical companies are turning us all into patients. Nation Books, New York 2005

Weblinks

Wikipedia
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