Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Pflanzenöle
Aus Kefk.
Pflanzenöle (pflanzliche Öle) zählen zu den Fetten und fetten Ölen, welches aus Ölpflanzen gewonnen werden und im Gegensatz zu den ätherischen Ölen Fettflecken auf Papier hinterlassen. Wenn das Öl aus dem Samen der Pflanze stammt, spricht man von Ölsaaten. In den Samen kommt das Öl in Form von Lipiden vor, die dessen Zellmembran und Energiereserven darstellen. Eigentlich sollte man umfassend von Ölen und Fetten sprechen, denn der Unterschied ergibt sich nur aus der jeweiligen Konsistenz bei unterschiedlichen Temperaturen, basierend auf der Anzahl von Bindungen auf molekularer Ebene. Chemisch gesehen bestehen Öle aus Triglyceriden. Nach dem Anteil an ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen nichttrocknenden (Bsp. Olivenöl), halbtrocknenden (Bsp. Soja- oder Rapsöl) und trocknenden Ölen (Bsp. Lein- oder Mohnöl). Der Begriff „Trocknung“ bezeichnet hierbei keine Verdunstung, sondern durch Oxidation und Polymerisation der ungesättigten Fettsäuren bedingtes Festwerden des Öls.
Inhaltsverzeichnis |
Herstellung
Pflanzenöle werden durch das Auspressen von Pflanzen, bzw. ihren Samen gewonnen. Die Herstellung von Pflanzenölen wird im Artikel Ölmühle am Beispiel von Walnussöl beschreiben.
Verwendung
| Produkt | Rauchpunkt °C |
|---|---|
| kaltgepresstes Avocadoöl | 261 |
| gehärtetes Erdnussöl | 230 |
| Palmkernfett | 220 |
| raffinierte Öle | > 200 |
| kaltgepresstes Rapsöl | 130–190 |
| kaltgepresstes Olivenöl | 130–190 |
Pflanzenöle finden vielfältige Verwendung. So unter anderem bei:
- Nahrungsmitteln. Diese dort verwendeten Öle werden auch als Speiseöle bezeichnet. Insbesondere in allen Mittelmeerküchen und bei der Salatzubereitung finden die Speiseöle (Salatöl) Verwendung.
- Margarine (Gehärtetes Fett)
- Kosmetikrohstoff
- Grundstoff für Ölfarben und Firnisse
- Grundstoff in der chemischen Industrie
- Brennstoff in Öllampen
- Heizzwecke siehe Pflanzenölbrenner
- als Kraftstoff für Dieselmotoren, siehe: Kraftstoff Pflanzenöl
- als Schmieröl, beispielsweise für Ketten, früher auch für Motoren. Wegen der besseren biologischen Abbaubarkeit werden sie zur Schmierung von Kettensägen verwendet.
Pflanzenöle enthalten oft einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren als tierische Fette und galten daher lange Zeit als gesünder. Allerdings wird diese These inzwischen von vielen Studien infrage gestellt (siehe auch Cholesterin).
Sorten nach Herkunftspflanze
- Arganöl (aus den Früchten des Arganbaums)
- Algenöl (siehe Alge)
- Avocadoöl (aus dem Fruchtfleisch der Avocado des Avocadobaums)
- Baumwollsamenöl (aus den Samen der Baumwollpflanze)
- Boretschöl oder Boretschsamenöl (aus den Samen der Boretschpflanze)
- Distelöl (auch „Safloröl“ genannt, aus den Samen der Färberdistel oder Carthamus)
- Erdnussöl (aus der Frucht der Erdnusspflanze)
- Haselnussöl (aus den Haselnüssen des Haselnussbusches)
- Hanföl (aus den Samen des Speisehanf)
- Jojobaöl (eigentlich ein flüssiges Wachs; aus den Samen des Jojobastrauchs)
- Kokosöl (aus dem Samenfleisch der Kokosnuss, der Baumfrucht der Kokospalme)
- Kürbiskernöl (auch als Kernöl bezeichnet; aus den Samenkernen des Steirischen Ölkürbis)
- Leinöl (aus den reifen Leinsamen von Lein bzw. Flachs)
- Leindotteröl (aus den Samen des Leindotters, Familie der Kreuzblütengewächse)
- Macadamiaöl (aus den Nüssen des Macadamiabaums)
- Maiskeimöl (aus den Keimen von Mais)
- Mandelöl (aus den Mandeln des Mandelbaums)
- Marillenkernöl bzw. Aprikosenkernöl (aus dem Aprikosenkern – also der Mandel des Aprikosensteins – der Aprikose bzw. Marille)
- Mohnöl (aus den Samenkörnern des Mohns)
- Nachtkerzenöl
- Olivenöl (aus dem Fruchtfleisch und dem Kern der Oliven, der Frucht des Olivenbaums; siehe auch Olivenöl aus Mallorca)
- Palmöl (aus dem Früchtfleisch der Palmfrucht, der Frucht der Ölpalme)
- Palmkernöl (aus den Kernen der Palmfrucht, der Frucht der Ölpalme)
- Perillaöl aus den Samen der der Perilla-Pflanze (Shiso, Sesamblatt)
- Rapsöl (aus dem Samen von Raps, Familie der Kreuzblütengewächse)
- Reisöl
- Rizinusöl (aus dem Samen des Wunderbaums)
- Sanddornöl (aus dem Fruchtfleisch der Sanddornbeere, der Frucht des Sanddornstrauches)
- Sanddornkernöl (aus den Kernen der Sanddornbeere, der Frucht des Sanddornstrauches)
- Senföl (aus den Samenkörnern des Schwarzen Senfs)
- Schwarzkümmelöl (aus den Samen der Fruchtkapsel der Schwarzkümmelpflanze)
- Sesamöl (aus den Samen der Sesampflanze)
- Sheaöl oder Sheabutter (aus den Samen des Sheanussbaums)
- Sojaöl (aus den Bohnen der Sojabohne)
- Sonnenblumenöl (aus den Kernen der Sonnenblume)
- Walnussöl (aus den Kernen der Nüsse des Walnussbaums)
- Traubenkernöl (aus den Kernen der Früchte (Weintraube) der Weinpflanze bzw. Weinrebe)
- Weizenkeimöl (aus den Keimen des Weizens)
- Zedernöl (aus dem Holz der Libanonzeder)
Fettsäuremuster
Siehe auch
Literatur
- Sven Geitmann: Erneuerbare Energien und alternative Kraftstoffe. Hydrogeit, Kremmen 2005 (2. Aufl.). ISBN 3-93786-305-2
- Anne Iburg: DuMonts kleines Lexikon Essig & Öl. Herkunft, Geschmack, Verwendung, Rezepte. Nebel(DuMOnt), Köln 2004. ISBN 3-89555-201-1
Weblinks
- Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft
- Informationsseite des REWE-Großhandels zur Verwendung von Speiseölen
- Trocknende und nicht trocknende Öle
- .:olionatura:. Pflanzliche Öle in der Hautpflege Hintergrundinformationen zu Ölen, Fettsäurespektren, Begleitstoffen, Jodzahlen und Tipps zu ihrer kosmetisch sinnvollen Kombination
- Pflanzenöle in der Kosmetik
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Pflanzen%C3%B6le, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
