Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Pfannenberger Einigkeit
Aus Kefk.
Die Grube Pfannenberger Einigkeit war ein Eisenerzbergwerk zwischen Salchendorf und Eiserfeld im südlichen Siegerland auf dem Pfannenberg. Sie war mit 1332 Meter die tiefste Grube Europas.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Im Jahr 1800 begann man am Pfannenberg Gruben (Schächte) zu bauen, 1808 folgten die waagerechten Stollen. 1810 schlossen sich dann mehrere kleine Gruben südlich des Pfannenbergkopfes mit denen am Pfannenberg zusammen zur Grube Pfannenberger Einigkeit. Sie waren vorher eigenständige Gruben oder Stollen:
- Alter Pfannenberg
- Junger Pfannenberg
- Mittelberg
- Alter Weinsmann
- Neuer Weinsmann
- Wüste
- Flucht
- Spülbütte
Die Grube versprach zunächst wenig. Doch mit jedem Meter in die Tiefe lohnte sie sich mehr, im Gegensatz zu anderen Gruben, bei denen sich die Vorkommen auf den mittleren Teufen verloren. Seine Glanzzeit hatte der Pfannenberg (heimlich auch Pammerich) 1913 mit 185.700 Tonnen abgebautem Gestein. 1943 erreichte man zwar Höchstleistungen von 210.600 Tonnen, doch dabei handelte es sich mehr um Raubbau im Zuge des zweiten Weltkrieges und nicht um rentablen Abbau. Die rentable Bewirtschaftung der Grube ging schon mit Anfang des ersten Weltkrieges zurück.
Der Alte Schacht wurde ab 1870 genutzt und erreichte eine Tiefe von 450 Metern. Im Jahr 1903 wurde ein zweiter Schacht, der Bismarkschacht abgeteuft, da der Alte Schacht nicht mehr ausreichte. Er sollte später bis auf 907 Meter in die Tiefe gehen. Bereits 1920, nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde ein dritter Schacht abgeteuft, da der Bismarkschacht im Krieg sehr in Anspruch genommen wurde. Der Hindenburgschacht wurde bis auf 1032 Meter genutzt. Von 1020 bis 1338 Meter, der tiefsten Stelle, wurde ein abgesetzter Hauptschacht angelegt. 1932 wurde nach dem Ende des Nutzens der Förderturm des Alten Schachtes abgebrochen, der bereits 1934 auf der Spitze des Berges als Aussichtsturm wieder aufgebaut wurde, siehe Pfannenbergturm.
Da die Grube keinen Profit mehr abwarf, wurde der Grubenbetrieb am 18. April 1962 um 13:00 Uhr schließlich ganz eingestellt. Über 359 Grubenarbeiter verloren an diesem Tag ihren Arbeitsplatz. In guten Zeiten arbeiteten am Pfannenberg über 1000 Leute.
Die Eingänge der Schächte, die einen Durchmesser von mehr als zehn Metern haben, wurden nach der Einstellung zugegossen und liegen nun unter Fertigungshallen. Heute hat sich dort ein Industrieunternehmen angesiedelt, das in und um die alten Gebäude der Grube herum gebaut hat.
Literatur
Aus Salchendorfs Vergangenheit von Alfred Henrichs; Druckerei Braun, Neunkirchen 1966
Siehe auch
Quellen / Links
- Neunkirchener Website zu Geschichte und Vergangenheit, siehe 'Gewerbe und Industrie
- Schäfer Werke
- Liste der Gruben des Siegerlandes
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Pfannenberger_Einigkeit, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
