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Peter Joseph Elvenich

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Peter Joseph Elvenich (* 29. Januar 1796 in Embken bei Zülpich; † 16. Juni 1886 in Breslau) war ein römisch-katholischer Theologe, Philosoph, Professor der Philosophie in Breslau und Verteidiger des Hermesianismus.

Elvenich studierte zuerst in Münster und Bonn Theologie und Philosophie, wurde 1821 Gymnasiallehrer in Koblenz, 1823 Privatdozent in Bonn, 1826 außerordentlicher Professor der Philosophie daselbst und 1829 als ordentlicher Professor nach Breslau berufen. 1831–39 war er Direktor des katholischen Gymnasiums in Breslau. Schon in dem Werk Die Moralphilosophie (Bonn 1830-33, 2 Bde.) hatte er sich als Anhänger des Hermesianismus gezeigt.

Als nun durch die päpstlichen Dekrete vom 26. September 1835 und 7. Januar 1836 Georg Hermes' Schriften verdammt wurden, suchte Elvenich in seinen Acta Hermesiana (Göttingen 1836, 2. Aufl. 1837) zu beweisen, dass dabei eine unrichtige Darstellung des Hermesianismus zu Grunde gelegen habe.

Er reiste 1837 mit dem Professor Johann Wilhelm Joseph Braun selbst nach Rom, um dort eine Revision der fraglichen Verdammungsdekrete zu erwirken. Beide erstatteten in den Acta romana, verbunden mit den Meletemata theologica (Hannover u. Leipzig 1838), Bericht über die gescheiterten Unterhandlungen.

Elvenich wurde 1839 zum Oberbibliothekar an der Königlichen und Universitätsbibliothek Breslau ernannt, behielt aber seine Professur bei, verlor sie jedoch 1843 auf Antrag des Koadjutors des Kölner Erzbischofs, Johannes von Geissel. In den sechziger Jahren trat E. mit Joseph Hubert Reinkens für Johannes Baptista Baltzer ein. Nach dem Vatikanischen Konzil von 1870 schloss er sich den Altkatholiken an. Er starb am 16. Juni 1886 in Breslau.

Von seinen späteren Schriften erwähnen wir: die

  • Verteidigungsschrift in 2 Lieferungen (Breslau 1839);
  • Aktenstücke zur geheimen Geschichte des Hermesianismus (Breslau 1845.);
  • Der Hermesianismus und Johannes Perrone, sein römischer Gegner (Teil 1, Breslau 1844) und
  • Pius IX..., die Hermesianer und der Erzbischof Johannes von Geissel (Breslau 1848);
  • Drei gegen Einen in der Reinkensschen Angelegenheit unter dem Namen Sincerus Pacificus (Breslau 1862);
  • Beiträge aus der Provinz in der Baltzerschen Angelegenheit unter dem Namen Mich. Schlichting (Breslau 1864);
  • Die Wesenheit des Geistes (Breslau 1857);
  • Die Beweise für das Dasein Gottes nach Cartesius (Breslau 1868);
  • Der unfehlbare Papst und
  • Der Papst und die Wissenschaft

Biographie

Bild:Meyerskonvlexikon.jpg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel soweit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
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