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Persische Keilschrift

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3 der 5 Logogramme der persischen Keilschrift

Die persische Keilschrift ist die jüngste und einfachste Form der Keilschrift. Sie ist auch die erste Keilschrift, die von dem Göttinger Gymnasiallehrer Georg Friedrich Grotefend und dem britischen Offizier Henry Creswicke Rawlinson entziffert werden konnte.

Das bekannteste Dokument ist die dreisprachige sogenannte Behistun-Inschrift des Königs Darius I. auf einer Felswand in der Nähe des persischen Ortes Behistun. In dieser altpersischen Inschrift behauptet Darius, der Erfinder dieser Schrift zu sein. Die Tatsache, dass die persische Keilschrift nicht die offizielle Schrift des Achämeniden-Reiches war, legt die Vermutung nahe, dass sie nicht historisch entstanden ist, sondern eine bewusste Neuschöpfung war. Sie besteht aus lediglich 41 Zeichen. Davon sind 36 Phonogramme, 5 häufig gebrauchte Logogramme und 1 Trennungszeichen.

Grotefends Entzifferung

Während Rawlinson sein Leben riskierte, um die Keilschrift zu entziffern, löste Grotefend das Rätsel am Schreibtisch. Voraus gegangen war eine Wette, in der er behauptete, dass er eine Schrift entziffern könne, von der er nicht einmal wusste, in welcher Sprache sie geschrieben sei.

Als Griechischlehrer kannte Grotefend die persischen Könige. Dann bestimmte er 15 der 39 Zeichen des ihm vorliegenden Texts, indem er von jener Form der Namen ausging, wie sie in der Awesta vorkamen. Grotefend stellte fest, dass die gesuchten Könige weder Kyros noch Kambyses sein konnten, da beide Namen mit einem "k"-Laut beginnen, die Anfangszeichen der gesuchten Könige hingegen verschieden waren. Es konnte sich auch nicht um Kyros oder Artaxerxes handeln, da diese beiden Namen unterschiedlich lang waren. Es blieben also nur noch Darius I. und Xerxes II..

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