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Persönlichkeitstest

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Ein Persönlichkeitstest ist ein Psychologischer Test zur Messung von Persönlichkeitseigenschaften. Im Gegensatz zu Leistungstests, welche die kognitive Leistungsfähigkeit messen, geht es in Persönlichkeitstests um die Vorhersage emotionaler und motivationaler Aspekte des Verhaltens in Alltagssituationen.

Inhaltsverzeichnis

Zweck

Persönlichkeitstests werden in der Personalselektion und -entwicklung eingesetzt, um die Eignung von Kandidaten abschätzen zu können. In der klinischen Psychologie dienen Persönlichkeitstests der besseren Abstimmung therapeutischer Interventionen auf die Persönlichkeit des Klienten. Die psychologische Grundlagenforschung setzt Persönlichkeitstests ein, um neue Erkenntnisse über interindividuelle Unterschiede im Erleben und Verhalten zu gewinnen.

In der Praxis liefern Persönlichkeitstests keine objektiven Daten über die Persönlichkeit einer Person, sondern lediglich Hinweise, die aufgrund weiterer Verfahren, etwa Interviews, erhärtet werden müssen.

Verfahren

Wie in jedem psychologischen Test provoziert der Testleiter in einem Persönlichkeitstest ein Probandenverhalten, welches aufgezeichnet wird. Der Test findet unter standardisierten Bedingungen statt, d. h. dass störende situationale Einflüsse möglichst ausgeschaltet werden sollten und dass die Instruktion genau vorgeschrieben ist. Meist beantwortet der Proband Fragen zu sich selbst oder zu mehrdeutigem Reizmaterial. Die Erhebung und Auswertung kann manuell (paper-pencil-tests) oder computergestützt geschehen.

Arten von Persönlichkeitstests

Psychometrische Tests werden von projektiven Tests unterschieden. Psychometrische Tests sind meist Fragebögen, mittels derer Persönlichkeitseigenschaften eines Probanden mit den durchschnittlichen Werten einer Normstichprobe verglichen werden. Im Gegensatz dazu wird der Proband in projektiven Tests gebeten, schwach strukturiertes Reizmaterial zu deuten; aus der Deutung werden durch eine primär qualitative Auswertung Schlüsse auf die Persönlichkeit gezogen.

Als Quasi-Standard für psychometrische Persönlichkeitstests hat sich in der akademischen Psychologie das NEO-Fünf-Faktoren-Inventar (Kurzform: NEO-FFI bzw. Langform: NEO-PI-R) etabliert (vgl. Ostendorf, 2001). Weitere, weniger verbreitete Tests dieser Art sind das TIPI (Trierer integriertes Persönlichkeitsinventar) von Becker (1999) und das HPI (Hamburger Persönlichkeitsinventar, vgl. Andresen, 2005). Für die Persönlichkeitsdiagnostik bei Kindern weit verbreitet ist der Persönlichkeitsfragebogen für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren (PFK 9-14) von Seitz & Rausche (2003).

Einer anderen Logik folgen der HAKEMP (Handlungskontrolle nach Erfolg, Misserfolg und prospektiv), ein Test für Handlungs- und Lageorientierung sowie projektive Tests wie z.B.: der Rorschach-Test oder der Thematische Auffassungstest. Projektive Tests werden in der Praxis, trotz ungenügender Erfüllung der Gütekriterien psychodiagnostischer Verfahren, noch immer eingesetzt.


Literatur

  • Andresen, B. (2005) HPI, Hamburger Persönlichkeits-Inventar. IN: W. Sarges, H. Wottawa, H. (Hrsg.). Handbuch wirtschaftspsychologischer Testverfahren. Bd. 1: personalpsychologische Instrumente Handbuch wirtschaftspsychologischer Testverfahren. Bd. 1: personalpsychologische Instrumente , 397-401.
  • Becker, P. (1999): Trierer Integriertes Persönlichkeitsinventar TIPI, Manual, Göttingen: Hogrefe.
  • Ostendorf, F. (2001). NEO-Persönlichkeits-Inventar; revidierte Form. In W. Sarges & H. Wottawa (Hrsg.), Handbuch wirtschaftspsychologischer Testverfahren (S. 409-415). Lengerich: Pabst Science Publishers.
  • Seitz, W. & Rausche, A. (2003). Persönlichkeitsfragebogen für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren (PFK 9-14). Manual (4., überarb. und neu normierte Aufl.). Hogrefe: Göttingen.

Siehe auch

Wikipedia
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