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Peroral
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Der Begriff peroral (v. lat. per „durch, über“ und os, oris „Mund“) bezeichnet die Aufnahme von Stoffen über den Mund.
Abgekürzt wird der Begriff peroral in der Medizin mit p.o..
In der Regel ist damit die Aufnahme von Medikamenten, Drogen (auch illegalen) oder Giftstoffen gemeint: Ein bestimmtes Medikament wird über den Mund eingenommen - in der Regel geschluckt - und im Einzelfall nicht injiziert oder als Salbe/Creme/Emulsion aufgetragen oder als Zäpfchen rektal eingeführt oder inhaliert.
In manchen Fällen ist die Einnahme einer bestimmten Substanz auf mehrere Arten möglich oder erlaubt.
Die Nahrungsaufnahme erfolgt peroral (wenn der Patient selbst isst und trinkt) oder über eine Magensonde ernährt wird (z. B. bei Bewusstlosigkeit). Das ergänzende Gegenteil von peroral ist parenteral und kommt dann zum Tragen, wenn lebensnotwendige Stoffe der Ernährung in Form vorbereiteter Lösungen (z. B. Glukose- oder Aminosäurelösungen) z. B. auf intravenösem Weg als Infusion ("per infusionem") dem Organismus zugeführt werden.
Eigentlich ist der Begriff peroral ein ungünstig gewähltes Kompositum lateinischer Begriffe. "per os" bedeutet durch den Mund, und hat damit eine ähnliche Bedeutung wie das Adjektiv oral. Die nochmalige Kombination einer Präposition und eines Adjektivs wie in "peroral" ist also doppelt gemoppelt (= eine Tautologie) und würde sinngemäß "per per os" (deutsch: "durch durch den Mund") bedeuten. Leider gibt es eine pharmakologische Zeitschrift mit diesem auffälligen Namen. Die Dudenredaktion führt übrigens auch ohne zu zögern "peroral" als Schlagwort auf, obwohl sie bereits vor vielen Jahren auf diesen Missstand hingewiesen worden ist.
Siehe auch
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