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Pentacon F
Aus Kefk.
Die Pentacon F ist eine einäugige Spiegelreflexkamera der in Dresden ansässigen Firma Pentacon, die damals noch unter Kombinat VEB Pentacon Dresden firmierte. Die Kamera ist Vorgängerin aller späteren Praktica-Spiegelreflex-Kameras. Hergestellt wurde sie ab Ende der 1950er Jahre bis ca. 1965.
Ausstattung
- horizontaler Tuchschlitzverschluss mit Belichtungszeiten zwischen 1/1000 und 1 Sekunde, zusätzliche Einstellung für Bulb (Langzeitbelichtung) und Blitzlicht)
- Objektivanschluss: M42x1 Gewinde
- Standardobjektiv: Carl Zeiss/Jena Biotar 2.0/58mm
- Sucher: Pentaprisma mit Einstellscheibe
- auf der Gerätevorderseite mechanischer Selbstauslöser mit einer Ablaufzeit von ca. 8 sec
- genoppter Kamerabezug
- horizontale Rillen am Sucher zur Anbringung von Okularzubehör
Das Handhaben der Pentacon F ist in heutiger Zeit ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber machbar. Der Schwingspiegel schwingt vor der Aufnahme selbsttätig nach oben, verbleibt jedoch dann in dieser oberen Position, sodass die nicht schussbereite, ungespannte Kamera kein Sucherbild zeigt. Erst mit Drehen des großen Rändelrades zum Filmtransport bewegt sich der Spiegel gemächlich wieder nach unten, und der Sucher wird wieder hell.
Eine Belichtungsmessung muss man abseits der Kamera vornehmen; die Kamera verfügt über keinerlei Belichtungsmessung oder ansätzliche Elektrik: sie enthält reine, robuste Feinmechanik.
Scharfgestellt wird auf der ungeteilten Einstellscheibe (Mattscheibe); Mikroprismen oder Fresnellinsen sind nicht vorhanden, auch kein Schnittbildkeil.
Das Schließen der Blende vor einer Aufnahme auf den vorgewählten Wert hat von Hand zu geschehen. Hierzu ist am Standardobjektiv ein geriffelter Schnellschließring vorhanden, der jedoch mit zunehmendem Alter ein immer größeres Losbrechmoment entwickelt, sodass man irgendwann eher das Objektiv aus der Kamera löst, als die Blenden zu schließen.
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