Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Pegnitz (Fluss)

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Nuernberg-fronfeste-und-kettensteg-v-O.jpg
Pegnitz in Nürnberg: Fronfeste und Schlayerturm

Die Pegnitz ist der rund 115 km lange rechte bzw. östliche Quellfluss der Regnitz in Franken (Bayern, Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Namensdeutung

Der Flussname Pegnitz geht zurück auf den 889 zu findenden Namen Paginza und wird als Ableitung mit einem -nt-Suffix zu indogermanisch bhog- „fließendes Wasser“ gesehen. 1119 bei der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt Pegnitz ist sie als Begenze und 1196 als Begnitz zu finden bevor der heutige Name 1329 Erwähnung findet. In Franken wird sie auch oft Bengertz genannt.

Flusslauf

[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/7/79/FranconianSwitzerland.png': No such file or directory.
Pegnitz als südliche und östliche Begrenzung der Fränkischen Schweiz

Die Quelle der Pegnitz befindet sich in der Stadt Pegnitz am Schlossberg (543 m ü. NN): Aus einer an diesem Berg in 425 m Höhe gelegenen mehrteiligen Karstquelle fließt das Wasser der Pegnitz erst durch das Pegnitzer Stadtgebiet und dann in südlichen Richtungen über Neuhaus, Velden und Hersbruck durch den Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst. Danach verläuft die Pegnitz in westlicher Richtung über Lauf und Nürnberg nach Fürth. Direkt nördlich der Fürther Innenstadt vereinigt sie sich auf 283 m Höhe mit der Rednitz zur Regnitz.

Quelle und Oberlauf

Die Quellgebiete der von Norden in Richtung der Stadt Pegnitz bzw. in die Pegnitz fließenden Bäche Weihergraben und Fichtenohe sowie der tatsächliche Oberlauf der Pegnitz selbst weisen mehrere Besonderheiten bzw. Kuriositäten auf:

So liegt einer der Ursprünge der Pegnitz im Craimoosweiher, der sich etwa 8,5 Kilometer nördlich der Stadt Pegnitz, rund drei Kilometer südlich von Creußen bzw. nur wenige Hundert Meter nördlich von Schnabelwaid befindet (je Luftlinie). Dieser fast 15 Hektar große und in 447,5 m Höhe liegende Teich liegt auf der Wasserscheide von Main und Pegnitz: Sein Wasser fließt sowohl nach Norden in den Roten Main als auch nach Süden über den Weihergraben in Richtung Pegnitz ab. Damit ist der Teich nicht nur eine hydrografische Besonderheit, sondern auch der Ursprung eines Kreises, der sich letztlich durch die Einmündung von Regnitz in den Main wieder schließt – eine in Europa recht seltene Bifurkation.

Der wichtigste Wassergeber der Pegnitz ist der Bach Fichtenohe, der im Lindenhardter Forst unweit der Quelle des Roten Mains knapp sechs Kilometer nordwestlich des Craimoosweihers entspringt. Seine Quelle befindet sich nördlich von Lindenhardt nahe der A 9. Die von dort hinunter fließende Fichtenohe wird etwas oberhalb der Stadt Pegnitz vom Wasser des aus dem Craimoosweiher kommenden Weiherbachs verstärkt und teilt sich dann in zwei Arme. Obwohl der in die vorerst nur wenige Hundert Meter lange Pegnitz einmündende rechte Arm der Fichtenohe bereits in Pegnitz recht stattlich auftritt, heißt der Bach weiterhin Pegnitz.

Als weitere Besonderheit bietet sich in einem kleinen Park in Pegnitz, dem Wiesweiher, eine so genannte Bachkreuzung. Dort unterquert der aus der Teilung hervorgegangene linke Arm der Fichtenohe die geradeaus fließende Pegnitz (also seinen früheren rechten Arm) mit Hilfe eines Dükers von links nach rechts und fließt weiter zum Wasserberg.

Am Wasserberg befindet sich ein weiteres Schauspiel: Während die Pegnitz die Anhöhe in weitem Bogen umfließt, verschwindet die Fichtenohe an der Röschmühle im Berg. Nach gut 300 Meter Luftlinie tritt das Flüsschen am Südhang des Berges wieder aus und windet sich endgültig der Pegnitz zu. Wie die Fichtenohe innerhalb des Berges fließt, ist unbekannt. Versuche mit angefärbtem Wasser ergaben jedoch, dass sie auf ihren verschlungenen Wegen durch das unterirdische Felsgeklüft etwa viermal so viel Zeit benötigt wie die oberirdische Pegnitz.

Zuflüsse

  • Fichtenohe
  • Flembach (linker Zufluss aus Richtung Michelfeld)
  • Hirschbach
  • Högenbach (linker Zufluss aus Richtung Pommelsbrunn)
  • Happach (Albach,Kainsbach)
  • Sittenbach
  • Hammerbach
  • Sandbach
  • Schnaittach (Bach)
  • Röthenbach (Bach, rechts der Pegnitz)
  • Nessenbach
  • Bitterbach
  • Röthenbach (Bach, links der Pegnitz)
  • Goldbach (Pegnitz) (linker Zufluss, entspringt im Reichswald bei Zerzabelshof)

Städte an der Pegnitz

Von der Quelle bis zur Mündung:

  • Pegnitz
  • Neuhaus an der Pegnitz
  • Velden an der Pegnitz
  • Hersbruck
  • Lauf an der Pegnitz
  • Röthenbach an der Pegnitz
  • Nürnberg: Im Stadtgebiet (ca. 14 km) bildet der Fluss Nebenarme aus. Im östlichen Stadtgebiet ist der Fluss zum Wöhrder See aufgestaut. Zahlreiche Brücken und Stege überqueren das Gewässer; u. a. die eiserne Hängebrücke (Kettensteg) aus dem Jahre 1824. Westlich der Maxbrücke gibt es ein Wehr. Im westlichen Stadtbereich wurde der Fluss in mehreren Abschnitten von 1998 bis 2001 renaturiert; dabei orientierte man sich an dem historischen Flussbett.
  • Fürth: Zahlreiche Brücken und Stege sind vorhanden. Im Rahmen des Projektes Uferstadt Fürth (Umgestaltung des ehemaligen Grundig-Firmensitzes zu einem Businesspark) wurde der Fluss im östlichen Stadtgebiet in ein naturnahes Bett gelegt (2003); auf einer Länge von einem Kilometer sind zwei neue Schleifen und abgeflachte Ufer entstanden und ein Teil des ehemaligen Flussbettes wurde als Altwasser beibehalten. Diese Maßnahme wurde von der Europäischen Union kofinanziert.


Geschichte

Wenigstens seit dem Mittelalter ist die Pegnitz eine bedeutende Wirtschaftsader für die Region. Der Fischreichtum diente der Nahrungsversorgung und die Wasserkraft nutzte man für den Antrieb der Mühlen.

Nach dem großen Hochwasser im Februar 1909 wurde der Fluss durch Begradigungen im Nürnberger Stadtgebiet um etwa vier Kilometer verkürzt.

Seit 1996 sind Planungen und Maßnahmen im Gange, den Lauf des Flusses zwischen Nürnberg und Fürth durch Schleifen wieder zu verlängern und somit naturnah zu gestalten.

Bildung und Freizeit

Östlich der Nürnberger Kernstadt zwischen Mögeldorf und Hammer bei Laufamholz hat das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg den NaturErlebnisPfad Pegnitztal-Ost mit über 20 Stationen eingerichtet. Die Pegnitz ist außerdem sehr bekannt bei Wassersportlern, wie Kanu- und Kajakfahrern. Durch die natürlichen Begebenheiten weist sie einige Stromschnellen und Staustufen aus.

Literatur

  • Herbert Liedel; Helmut Dollhopf: Die Pegnitz. Augenblicke eines Flusses. Mit Beiträgen von: Kurt Endres .... - Würzburg: Stürtz, 1982, 120 S.
  • Max Schäfer: Die schönsten Wanderungen rechts und links der Pegnitz. [Bleistiftzeichnumgem: Oskar Koller. Fotos und Wanderskizzen: Max Schäfer]. . - Lauf a.d. Pegnitz: Fahner, 1984, 96 S.
  • Max Schäfer: Highlights rechts und links der Pegnitz. Mit dem VGN-Ticket in der Rucksacktasche. Lauf: Fahner, 2001, 72 S., ISBN 3-924158-58-4
  • 10 Jahre Fischerei-Hegegemeinschaft Pegnitz 1981 - 1991. Lauf: Fischerei-Hegegemeinschaft Pegnitz, 1991, 46] S.
  • Dieter Piwernetz: Die Pegnitz. Ein Nachschlagewerk für Fischer und Naturfreunde und Festschrift anläßlich des 20jährigen Bestehens der "Fischerei - Hegegemeinschaft Pegnitz". Redaktionelle Mitarbeit: Jürgen Balk .... - Nürnberg: Korn und Berg, 2002, 272 S., ISBN 3-87432-210-6
  • Ewald Glückert: Stadt und Fluss - Lauf und die Pegnitz. Unter Mitarb. von Ursula Maget .... - Oschersleben: Ziethen, 2003, 117 S., ISBN 3-935358-64-4 (ZeitenLauf; Bd. 3)

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Pegnitz_%28Fluss%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen