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Peenemünde

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen peenemunde.png
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ostvorpommern
Amt: Usedom-Nord
Koordinaten: Koordinaten: 54° 8′ N, 13° 46′ O54° 8′ N, 13° 46′ O
Höhe: 3 m ü. NN
Fläche: 24,97 km²
Einwohner: 347 (29. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17449
Vorwahl: 038371
Kfz-Kennzeichen: OVP
Gemeindeschlüssel: 13 0 59 075
Adresse der
Amtsverwaltung:
Möwenstraße 1
17454 Zinnowitz
Webpräsenz:
Bürgermeister: Rainer Barthelmes
Lage der Gemeinde Peenemünde im Landkreis Ostvorpommern
Bild:Peenemünde in OVP.png

Peenemünde ist eine kleine Gemeinde auf der Ostsee-Insel Usedom im Landkreis Ostvorpommern im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Sie gehört zum Amt Usedom-Nord mit Sitz in Zinnowitz.

Die Gemeinde liegt an der nördlichsten Spitze der Insel Usedom („Peenemünder Haken“), nordwestlich des Seebades Karlshagen und am Übergang des Peenestromes in die Ostsee.

Vom Festland aus ist Peenemünde auch direkt durch Personen-Fährbetrieb von Freest und Kröslin zu erreichen.

Bekannt wurde Peenenmünde durch die Heeresversuchsanstalt Peenemünde ("Peenemünde-Ost") und die Erprobungsstelle der Luftwaffe "Peenemünde-West" von 1936 bis 1945, deren Gelände bis 1952 als sowjetischer Marine- und Luftwaffenstützpunkt genutzt wurde.

1952 erfolgte die Übergabe des Stützpunkts an die NVA der DDR u.a. als Marinestützpunkt der 1. Flottille der Volksmarine der DDR.

Bis 1990 war der gesamte nördliche Bereich der Insel Usedom bis nach Karlshagen Sperrgebiet der Nationalen Volksarmee (NVA), die dort einen wichtigen militärischen Flugplatz betrieb. Der schon zur einstigen Erprobungsstelle der Luftwaffe "Peenemünde-West" gehörende Flugplatz wurde von 1958-1961 baulich erweitert und seit 1961 vom "Jagdgeschwader 9" der NVA genutzt.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erfolgte 1993 die Auflösung des Truppenstandortes.

Zwischen Peenemünde und Karlshagen überquert eine zweikreisige 110kV-Drehstrom-Freileitung die Peene, deren 75 Meter hohe Masten sehr weit sichtbar sind. Diese Leitung wurde zu Beginn der 50er Jahre gebaut, um den im Wärmekraftwerk Peenemünde erzeugten Strom, der nach Auflösung der Heeresversuchsanstalt Peenemünde zum größten Teil nicht mehr auf Usedom gebraucht wurde, effektiv zum Festland abzuführen. Später wurde von dieser Leitung eine Stichleitung zum Umspannwerk Karlshagen errichtet. Nach der Stillegung des Kraftwerkes 1990 wurde die 110-kV-Freileitung vom Abzweig der Stichleitung nach Karlshagen zum Kraftwerk Peenemünde abgebaut, so dass die über die Peene führende 110-kV-Drehstromleitung nur noch das Umspannwerk Karlshagen speist. Im Kraftwerk informiert heutzutage das Historisch-Technische Informationszentrum in einer umfassendenden Ausstellung u. a. über die wechselhafte Geschichte des Ortes und seiner Umgebung.

Ähnlich wie Flensburg, Bremerhaven, Templin und Lüdenscheid verfügt auch Peenemünde über eine Phänomenta, die „interaktive Ausstellung zum Mitmachen und Ausprobieren“, die dem Besucher Alltagsphänomene der Physik spielerisch nahe bringt - ein gut besuchtes Ausflugsziel für Usedom-Touristen.

Darüber hinaus befindet sich in Peenemünde ein Spielzeug- und ein Bettenmuseum sowie im Haupthafen Peenemünde das nach eigenen Angaben weltgrößte U-Boot-Museum.

Der Flugplatz Peenemünde ist Startpunkt für Inselrundflüge und wird als Motorrad-Rennstrecke genutzt.

Peenemünde wird von Zinnowitz aus mit Zügen der Usedomer Bäderbahn (UBB) angefahren, die die auf ein Gleis zurückgebaute Strecke der ehemaligen Werksbahn der Heeresversuchsanstalt befährt. An manchen Stellen sind noch Reste des zweiten Gleises, einige Bahnsteige (z.B. beim Haltepunkt Trassenmoor und ca. 100 m nördlich des Haltepunktes Karlshagen) sowie Betonsockel der elektrischen Oberleitung zu erkennen.

Peenemünde ist Heimathafen der Adler Mönchgut, einem Passagierschiff der Fahrgast-Reederei „Adler-Schiffe“ welche im Sommer im Liniendienst zwischen den Inseln Rügen und Usedom verkehrt.

Siehe auch

Literatur

  • Bernd Kuhlmann: Peenemünde - Das Raketenzentrum und seine Werkbahn, GVE-Verlag, Berlin, 2. Auflage 2003, ISBN 3892180814

Weblinks

Wikipedia
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