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Pazifikkrieg

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Chinesische Soldaten stürmen japanische Stellungen in der Schlacht um Tai'erzhuang (März 1938)
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Kapitulation der US-Amerikaner und Filipinos auf Corregidor, Philippinen (Mai 1942)
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Die USS Franklin brennend mit Schlagseite nach schweren japanischen Bombentreffern (März 1945)
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Die Wolke der ersten abgeworfenen Atombombe über Hiroshima (6. August 1945)

Der Pazifikkrieg begann in Asien mit dem Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs am 7. Juli 1937. Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 traten am Folgetag die USA in diesen Konflikt und damit in den Zweiten Weltkrieg ein. Weitere beteiligte Länder in diesem Kriegsgebiet waren Großbritannien, Australien, Neuseeland und die Niederlande. Auf Seiten der Japaner erklärten im Kriegsverlauf einige der von ihnen besetzten Länder den Alliierten den Krieg. Gegen Kriegsende traten einige asiatische Länder, nachdem die Japaner auf ihrem Territorium besiegt worden waren, auf Seiten der Alliierten in den Krieg ein. Am 2. September 1945 wurde auf dem US-Schlachtschiff Missouri in der Sagami-Bucht der Pazifikkrieg und damit auch der Zweite Weltkrieg mit der Unterzeichnung der japanischen Kapitulationsurkunde beendet.

Inhaltsverzeichnis

Kriegsbezeichnungen

Japan

Die offizielle japanische Bezeichnung für den Gesamtkonflikt, der aus dem laufenden Krieg gegen die Republik China und der gerade begonnenen Auseinandersetzung mit den USA bestand, war Dai tōa sensō (大東亜戦争), Großer Ostasiatischer Krieg. Der Name wurde am 10. Dezember 1941 vom japanischen Parlament beschlossen. Zwei Tage darauf erfolgte die Bekanntgabe des Namens an das japanische Volk.

Eine weitere Bezeichnung war Taiheiyō sensō (太平洋戦争), was wörtlich Pazifikkrieg bedeutet.

Die dritte Bezeichnung Jūgo'nen sensō (十五年戦争), 15-jähriger Krieg, wurde nicht so häufig benutzt. Sie bezieht sich auf den 1931 mit der Invasion Chinas begonnenen Sino-Japanischen Krieg, der bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs dauerte. Dieser ist in Japan als Japanisch-Chinesischer Krieg (jap. 日中戦争, Nitchū Sensō) oder auch als HEI, Operation C oder Invasion in China bekannt.

China

Die Bezeichnungen für den Krieg sind unterschiedlich: In der Volksrepublik China und der Republik China ist Krieg des Widerstands gegen Japan (chin. 抗日戰爭, kàngrì zhànzhēng) die offizielle Bezeichnung des Krieges. Die Bezeichnung wird aber auch in anderen südostasiatischen Ländern für den eigenen Widerstand gegen die japanische Besatzung verwendet. Der Krieg wird in China aber auch als Krieg des Widerstands (抗戰, kàngzhàn) bezeichnet.

USA und Alliierte

Von den USA wurde die Bezeichnung Pacific Theater of Operations (PTO) für alle militärischen Aktionen im Pazifik und den umliegenden Staaten gewählt.

Da der US-Armee, der US-Marine und dem US-Marinekorps eine annähernd gleiche Rolle in diesem Konflikt zukam und das Einsatzgebiet sich über die Fläche des Pazifik und Südostasien bis nach Indien erstreckte, wurde im Gegensatz zum europäischen Kriegsschauplatz kein Gesamt-Oberbefehlshaber bestimmt, wie es dort Eisenhower war.

Die beiden Kommandeure der USA im PTO waren ab dem 30. März 1942 der Commander in Chief Pacific Ocean Areas Admiral Chester W. Nimitz und der Supreme Allied Commander South-West Pacific Area Douglas MacArthur. Ihnen waren zusätzlich die alliierten Einheiten der Briten, Australier, Neuseeländer und Niederländer unterstellt.

Ein dritter Kampfbereich war das South-East Asian Theatre (SEAT), zu dem die Staaten Indien, Burma, Thailand, Malaysia und Singapur gehörten. Hier operierten indische, britische und amerikanische Truppen. Oberbefehlshaber war ab dem 7. Dezember 1941 General Sir Archibald Wavell, der einen Monat später auch das ABDACOM mit zusätzlichen niederländischen und australischen Einheiten übernahm. Nach dessen Zerschlagung Ende Februar 1942 kam das SEAT vorerst unter das britische Indien-Kommando um dann im August 1943 auf Anordnung Winston Churchills neu aufgestellt zu werden. Ab Oktober war der neue Oberbefehlshaber Admiral Louis Mountbatten. Die Bezeichnung China Burma India Theater (CBI) bezog sich auf den Kampfraum der Alliierten, die von Britisch-Indien und Burma aus versuchten, die japanische Invasion in China zu bekämpfen.

Übersicht

Der Pazifikkrieg unterschied sich in vielen Punkten vom Krieg in Europa. Während sich das Schlachtgeschehen in Europa von Beginn bis zum Kriegsende überwiegend auf dem Festland abspielte, verlagerten sich die Kampfräume in Südostasien vom Festland auf den weit ausgedehnten pazifischen Seeraum. Die Seegefechte zwischen den Alliierten und Japan trugen ab 1942 wesentlich zum Ausgang des Kriegs bei.

In der Pazifikregion wurde auf Land meist in unwegsamen Regenwaldgebieten gekämpft, weshalb auch zumeist kein schweres Gerät wie z. B. Panzer eingesetzt wurden. Von entscheidender Bedeutung war daher das koordinierte Vorgehen der Land-, Luft- und Seestreitkräfte. Indem die Japaner diese Strategie umsetzten, eroberten sie in kurzer Zeit einen gewaltigen Raum. Später kopierten und perfektionierten die Amerikaner dieses Vorgehen.

Die Krise in Ostasien, die seit dem japanischen Einfall in die Mandschurei 1931 und der Bildung des Marionettenstaats Mandschuko zwischen Japan und China herrschte, führte am 7. Juli 1937 beim Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke zum Ausbruch des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegs. Bis 1940, als es zu einem Stillstand an der Front kam, hatten die Japaner den Norden Chinas erobert und viele der Küstenstädte standen unter ihrem Einfluss. Trotz vieler diplomatischer Versuche, eine Kriegsausweitung nach Südostasien zu verhindern und die Japaner mittels wirtschaftlicher Embargos zum Rückzug aus den besetzten Gebieten zu zwingen, kam es am 7. Dezember 1941 zum Angriff auf Pearl Harbor.

Nach diesem empfindlichen Schlag gegen die USA drangen die Japaner planmäßig weiter nach Süden vor und besetzten unter der Ideologie Asien den Asiaten europäische und amerikanische Kolonien wie Hongkong, die Philippinen und Niederländisch-Indien.

Innerhalb von vier Monaten hatten japanische Truppen ganz Südostasien und einen Großteil des Pazifiks mit etwa 450 Millionen Menschen unter ihrer Kontrolle. Dies war die größte Ausdehnung in der Geschichte Japans.

Mitte 1942, nach der Schlacht im Korallenmeer sowie der Schlacht um Midway, bei der die Flotte der Japaner durch den Verlust von vier Flugzeugträgern empfindlich geschwächt wurde, änderte sich jedoch die Situation: Amerikanische Truppen konnten ein weiteres Vordringen Japans verhindern. Damit war eine Isolierung Australiens von Amerika vereitelt und US-Truppen konnten weiter auf japanisch besetztes Gebiet vorrücken.

Die härtesten Kämpfe tobten von Ende 1942 bis Mitte 1944 in der Südsee auf den Salomonen, den Gilbert-Inseln, den Marshall-Inseln und den Marianen. Ein erfolgreiches taktisches Mittel war dabei das sogenannte Inselspringen, bei dem die Amerikaner die stark befestigten japanischen Stützpunkte umgingen und Insel für Insel in Richtung japanisches Hoheitsgebiet einnahmen.

Ende Oktober bis Anfang November 1944 kam es dann zur Seeschlacht von Leyte (Philippinen), bei der die Japaner fast ihre komplette Seestreitmacht verloren.

Nach den Kämpfen auf den japanischen Inseln Iwojima und Okinawa warfen die Amerikaner am 6. August 1945 die erste Atombombe auf Hiroshima. Kurz darauf – am 9. August – wurde die zweite über Nagasaki gezündet. Sechs Tage später verkündet der japanische Tennō im Rundfunk die Kapitulation, die am 2. September in der Bucht von Tokyo auf der USS Missouri unterzeichnet wurde.

Kriegsgebiet

In seiner größten Ausdehnung erstreckte sich das Kriegsgebiet über einen Raum mit einem Radius von mehr als 5.000 km über den Pazifischen und Indischen Ozean. Im Norden reichte es bis zur Sowjetunion und den Aleuten, im Westen bis nach Burma und Indien. Im Süden grenzte das Kriegsgebiet bis etwa 200 km an die Küste Australiens, und im Osten bis an den Militärstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii.

Beschränkte sich der Krieg von 1937 bis Ende 1941 fast ausschließlich auf das chinesische Festland, verlagerte sich das Hauptkampfgebiet 1942 zum Pazifischen Ozean. Dort erwartete die Soldaten auf den Inseln in der Regel Sumpfgebiete und Regenwald, die den Einsatz von Panzern und schweren Geschützen behinderten. Daher war es wichtig, die Lufthoheit zu erlangen und auf strategisch günstig gelegenen Inseln Luftwaffenstützpunkte einzurichten.

Vorgeschichte

Anfang des 20. Jahrhunderts war der Großteil Ostasiens und des Pazifiks unter der Herrschaft europäischer und amerikanischer Kolonialmächte, beispielsweise Indochina (Frankreich), Philippinen (USA), Hawaii (USA), Indonesien (Niederlande) und Malaysia (Großbritannien). Korea und Taiwan waren japanische Kolonien.

Japan war vor dem Pazifikkrieg bereits an mehreren Kriegen beteiligt gewesen. 1894 eroberte es im Ersten Chinesisch-Japanischen Krieg unter anderem Port Arthur. Daraufhin kam es 1904–1905 zum Russisch-Japanischen Krieg. Unter Tennō Yoshihito kämpfte Japan an der Seite der Alliierten im Ersten Weltkrieg, in dem Japan Kolonien des deutschen Kaiserreichs übernehmen konnte, wie zum Beispiel Tsingtau. Am vorläufigen Ende dieser Serie von Kriegen 1919 war Japan neben China die größte Macht in Ostasien: Das Land kontrollierte nicht nur die heutigen japanischen Inseln, sondern auch Korea, Taiwan, Sachalin und zahlreiche Küstenstädte des Festlandes sowie kleinere Inseln.

Nachdem es nicht gelang, die Wirtschaftskrise ab 1929 im Rahmen der weltwirtschaftlichen Lage einzudämmen, wurden verstärkt Stimmen laut, die eine territoriale Expansion als Lösung der Probleme sahen.

Ab den 1930er-Jahren erlangten Militärs verstärkt Kontrolle über die Regierung, einschließlich des Amts des Premierministers. Politische Gegner wurden verfolgt, Medien zensiert. Der aggressive Einsatz für eine Neuordnung der Pazifikregion hatte vorgeblich zum Ziel, die Hegemonie der asiatischen Länder und Kolonien durch westliche, europäische Staaten zu beenden und sie durch eine japanische zu ersetzen (Panasiatismus).

Das Hauptinteresse der japanischen Expansion galt dem Gebiet der damaligen Republik China. Nach dem Mukden-Zwischenfall am 18. September 1931, der vermutlich von den Japanern selbst erzeugt wurde, kam es zur Mandschurei-Krise und die Guandong-Armee besetzte – angeblich ohne größere Rücksprache mit der japanischen Regierung – die Mandschurei. Am 1. März 1932 wurde dort der Marionettenstaat Mandschuko ausgerufen, dessen offizieller Präsident und späterer Kaiser Pu Yi war. Aufgrund internationaler Proteste über das Vorgehen in China trat Japan 1933 aus dem Völkerbund aus, 1936 schloss es sich dem Antikominternpakt an.

Kriegsverlauf

1937

Am 7. Juli 1937 kam es zum Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke, der den Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg auslöste, der im asiatischen Raum den Beginn des Pazifikkriegs markiert und in Japan auch als Beginn des Zweiten Weltkriegs gilt.

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Chinesische Soldaten verteidigen die Marco-Polo-Brücke

Ob dieser Vorfall, bei dem sich japanische und chinesische Soldaten Feuergefechte lieferten, von Japan provoziert wurde, ist umstritten. In der Folge eröffneten die Japaner einen Angriff auf Peking, dem die chinesischen Verteidiger nichts entgegen zu setzen hatten. Am 29. Juli kapitulierte Peking und einen Tag später Tianjin (→ Schlacht um Peking-Tianjin). Die Japaner setzten ihren Vormarsch von Norden und Süden in China fort und die Nationalregierung der Kuomintang unter Chiang Kai-shek erklärte ihnen am 7. August den Krieg.

Die Japaner rechneten mit einem schnellen Sieg, doch die ab dem 13. August tobende Zweite Schlacht um Shanghai dauerte unerwartet lange und forderte mit rund 70.000 japanischen und etwa 200.000 chinesischen Soldaten sehr viele Opfer. Japan konnte die Schlacht erst Mitte November für sich entscheiden, als die Japanische 10. Armee in der Hangzhou-Bucht landete und die chinesischen Truppen, die Shanghai in erbitterten Häuserkämpfen verteidigten, einzukesseln drohte.

Die kommunistische chinesische Armee errang in der Schlacht von Pingxingguan am 25. September einen kleinen taktischen Sieg, der als „Der große Sieg von Pingxingguan“ in die Geschichte der kommunistischen Partei einging. In dem engen Passtal nach Pingxingguan, das rund 10.000 Japaner ohne Vorerkundung befuhren, gelang es einer kommunistischen Einheit unter Marschall Lin Biao, mit Handgranaten und Gewehrfeuer eine Panik unter den Japanern auszulösen und sie in die Flucht zu schlagen. Dabei erbeuteten sie etwa 100 Lastkraftwagen mit Waffen- und Munitionsnachschub. Die japanische Seite beklagte ca. 1.000 Tote und Gefangene und die Chinesen etwa 500.

Prinz Konoe Fumimaro kündigte am 5. November Japans Ziel einer Neuordnung Asiens an. Zugleich unterbreitete die japanische Regierung der chinesischen Regierung das Angebot, den Zwischenfall beizulegen, wenn sich China in Zukunft an die drei vom japanischen Außenminister Hirota Kōki 1934 formulierten Prinzipien hielte. Die Prinzipien waren:

  1. Unterdrückung aller antijapanischer Aktivitäten,
  2. Anerkennung Mandschukos und eine freundliche Beziehung zwischen Mandschuko, China und Japan,
  3. Gemeinsamer Kampf gegen den Kommunismus.

Die Kuomintang weigerte sich zunächst, in Verhandlungen einzutreten, und änderte diese Haltung erst am 2. Dezember. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Japaner Shanghai jedoch bereits erobert und die chinesischen Truppen befanden sich im Rückzug. Daher war die japanische Regierung nicht mehr bereit, den Konflikt unter den zuvor genannten Bedingungen beizulegen, sondern stellte deutlich härtere Forderungen, nämlich die Demilitarisierung Nordchinas und der Inneren Mongolei, die Zahlung einer Entschädigung und den Aufbau von politischen Strukturen, die das Zusammenleben von Mandschuko, Japan und China regeln sollten. Diese Bedingungen wies die chinesische Regierung zurück.

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Das amerikanische Kanonenboot USS Panay

Um den 8. Dezember erreichten die japanischen Truppen Nanking, die Hauptstadt der Kuomintang und kesselten sie ein. Die Bombardierungen dauerten Tag und Nacht und am 12. Dezember befahl der chinesische Stadtkommandant den Rückzug der Truppen, der am Fluss Jangtsekiang mit einer Panik endete. Viele Menschen ertranken in dem kalten Fluss. Bei der Evakuierung von amerikanischen Bürgern aus Nanking beschossen die Japaner am selben Tag von Kampfflugzeugen aus das auf dem Jangtsekiang voll beladen fahrende Kanonenboot USS Panay (→ Panay-Vorfall). Das Boot wurde versenkt. Drei Menschen starben und 48 wurden verletzt. Zwar entschuldigte sich die japanische Regierung für den Zwischenfall, aber zusammen mit Berichten über die Grausamkeiten japanischer Soldaten, die nun an die Öffentlichkeit kamen, sorgte er dafür, dass sich das Bild von Japan in den USA zu ändern begann.

Am 13. Dezember besetzten die japanischen Truppen Nanking. In dem darauf folgenden, drei Wochen andauernden Massaker von Nanking wurden vermutlich mehr als 300.000 chinesische Zivilisten ermordet und etwa 20.000 Frauen vergewaltigt. Chiang Kai-shek ließ daraufhin die Hauptstadt in das entfernte Chongqing verlagern.

1938

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Chinesische Soldaten während des Häuserkampfs in der Schlacht um Tai'erzhuang
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Chinesische Panzer in der Provinz Hunan

Im Januar verkündete die japanische Regierung nach dem endgültigen Scheitern von Verhandlungen, dass man die nationale chinesische Regierung auslöschen werde. Japan entschloss sich zu einer Offensive in Richtung Wuhan. Um diese Offensive zu ermöglichen, sollten zunächst die wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte im Norden erobert werden. Um die Stadt Xuzhou, einen wichtigen Knotenpunkt, zu erobern, versuchten die japanischen Soldaten zunächst, die chinesische Garnisonsstadt Tai'erzhuang zu erobern. Doch die chinesischen Truppen ließen die Japaner in eine Falle laufen und kesselten die japanischen Truppen am 24. März in der Schlacht um Tai'erzhuang ein. Nach chinesischen Angaben fielen etwa 30 000 japanische Soldaten. Dies war die erste größere Niederlage der Japaner in diesem Krieg.

Im März verabschiedete Japan das Nationale Mobilisierungsgesetz, welches alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte auf eine effizientere Kriegsführung konzentrierte und im April in Kraft trat. Hoffnungen auf eine friedliche Lösung des Konfliktes mit China kamen auf, als Ugaki Kazushige, ein ehemaliger General und Gegner weiterer Eskalationen, im Mai des selben Jahres Außenminister wurde. Doch statt eine Beruhigung der Lage zu erreichen, kam es zu erneuten Streitigkeiten mit der Sowjetunion um die Mandschurei und in der Folge zum Russisch-Japanischen Grenzkonflikt.

In einem zweiten Anlauf eroberten die Japaner die Stadt Tai'erzhuang am 19. Mai, und auch die Schlacht um Xuzhou ging siegreich aus, aber der Mythos von der Unbesiegbarkeit Japans war durch die früheren Vorfälle gebrochen.

Chiang Kai-shek ließ am 9. Juni die Staudämme des Gelben Flusses aufbrechen und so das Land überfluten. Er hoffte damit den japanischen Vormarsch bremsen zu können. Da aber versäumt worden war, die eigene Zivilbevölkerung zu warnen, kam es zu etwa 890.000 Toten, und etwa 12 Millionen Menschen wurden obdachlos. 4.000 Dörfer und 11 Städte rissen die Fluten mit sich. Die Überflutungen schafften es aber, die japanische Kampagne gegen Wuhan für Monate zu unterbrechen. Erst am 25. Oktober eroberten die Japaner Wuhan unter großen Verlusten (→ Schlacht um Wuhan). Kurz darauf gelang ihnen ohne großen Widerstand die Eroberung Kantons. Da die erhoffte chinesische Kapitulation nicht erfolgte, wurde den japanischen Strategen bewusst, dass der Krieg deutlich länger als geplant andauern würde.

1939

Die Chinesen begannen nach dem Verlust von Wuhan mit der Taktik des magnetischen Krieges. Dabei sollten die japanischen Truppen an bestimmte Positionen, die als Magnet dienen sollten, gelockt werden, wo sie leichter angreifbar wären oder wo zumindest ihr Vormarsch verlangsamt werden konnte. Das beste Beispiel dafür ist die Verteidigung der Stadt Changsha, die 1939, 1941, 1942 und 1944 erfolgreich durchgeführt werden konnte.

Die Schlacht um Nanchang, die die erste große Schlacht zwischen den Japanern und der Nationalen Revolutionsarmee (NRA) war, endete am 9. Mai mit dem Verlust der wichtigsten Nachschublinie für die Chinesen. Damit war prinzipiell der Weg für die Japaner in die Südostprovinzen geöffnet.

In der seit April andauernden Schlacht um Suixian-Zaoyang gelang es zwei japanischen Divisionen am 7. Mai, die beiden Städte Suixian und Zaoyang einzunehmen. Doch schon am nächsten Tag rückten die Japaner wieder ab, um nach Süden weiterzuziehen. Die Chinesen setzten ihnen nach und starteten am 15. Mai einen Großangriff, der die Japaner nach drei intensiven Kampftagen zum Rückzug zwang. Bis zum 24. Mai waren die beiden Städte wieder in chinesischer Hand.

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US-Außenminister Hull

Bei zwei Konsultierungen des US-Außenministers Cordell Hull mit dem japanischen Botschafter in Washington im Juli und August des Jahres, bei der Hull zum wiederholten Male die japanische Annexion der Mandschurei und Teilen Chinas anprangerte und seinen Befürchtungen Ausdruck verlieh, dass auch die China vorgelagerten Inseln „mandschuriert“ würden, gingen die Japaner nicht auf diese Anmerkungen ein. Allerdings kündigten sie an, dass sie in naher Zukunft in einen militärischen Pakt mit Deutschland und Italien eintreten würden.

Da Japans wirtschaftliche Zukunft vor allem von Rohstofflieferungen aus Kolonien Großbritannien und Frankreichs abhing, nutzten sie den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Europa und erpressten von Großbritannien die Sperrung der Burmastraße, um die chinesischen Truppen vom Nachschub abzuschneiden.

Nachdem der Krieg in China nach mehr als zwei Jahren fast zum Stillstand gekommen war, begannen die Japaner am 17. September die Schlacht um Changsha, der Provinzhauptstadt von Hunan. Damit wollten sie den Weg in die Südprovinzen öffnen, um danach weiter in Richtung Indochina vorrücken zu können. Während der heftigen Kämpfe, bei denen die Chinesen die weit aufgefächerte Front der Japaner am Fluss Sinchiang erfolgreich von Norden und Süden attackierten, setzten die Japaner auch Giftgas ein. Nach einem erfolgreichen Durchbruch standen die Japaner am September vor den Außenbezirken von Changsha, konnten die Stadt aber nicht einnehmen, da die Chinesen in ihrem Rücken die Nachschubwege abgeschnitten hatten. Sie gaben daher am 6. Oktober ihr Vorhaben auf.

Die am 15. November begonnene Schlacht um Süd-Guangxi dauerte bis zum 25. Februar 1940 und führte zur Isolierung der inneren chinesischen Provinzen von den Küstenzugängen. Damit bestanden nur noch zwei Nachschubwege, die die Alliierten für Lieferungen nach China nutzen konnten. Dies war zum einen die Straße von Lashio in Burma nach Kunming, der Hauptstadt der Provinz Yunnan und „The Hump“, einer von William H. Tunner organisierten Luftbrücke über den Himalaya.

1940

In den USA, die zu Beginn des Krieges dazu tendierten, Japan zu unterstützen, schlug die Stimmung aber nach Berichten über japanische Kriegsverbrechen und dem Panay-Vorfall sowie der Beeinträchtigung der amerikanischen Öl-Interessen in China schnell um. In Anbetracht einer möglichen Bedrohung aus dem Pazifikraum begannen die USA am 26. Januar mit dem Aufbau eines Stützpunktes auf dem Palmyra-Atoll in den Line Islands südlich von Hawaii, und beorderten ihre Pazifikflotte am 7. Mai für einen unbestimmten Zeitraum zum Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii zurück.

Die Japaner setzten am 30. Januar zur Eroberung von Süd-Henan an (→ Schlacht um Süd-Henan), was die Chinesen nach einem Monat heftiger Kämpfe verhindern konnten. Allerdings konnte die am 14. März entbrannte Schlacht um Süd-Shanxi von den Japanern zu einem Erfolg geführt werden.

Bild:Wangjingwei.png
Wang Ching-wei im Jahre 1930

Damit hatten die Kämpfe in China eine Pattsituation erreicht. Japan hielt den östlichen Teil Chinas besetzt und litt unter den Guerilla-Attacken der Chinesen. Den Rest Chinas teilte sich die Kuomintang unter der Führung von Chiang Kai-shek mit Mao Zedongs Kommunistischer Partei. Die Japaner setzten im März eine Marionettenregierung unter Wang Ching-wei in Nanking ein, um die japanischen Interessen zu vertreten. Angesichts der Brutalität der Japaner war das Marionetten-Regime in der Bevölkerung extrem unpopulär.

Im Juli 1940 erhöhten die Japaner den Druck auf Französisch-Indochina, den sie bis in den Sommer aufrechterhielten.

In einem Presseinterview am 1. August verkündete der japanische Außenminister Matsuoka Yōsuke den Aufbau der Großostasiatischen Wohlstandssphäre. Diese Wirtschafts- und Verteidigungsgemeinschaft asiatischer Länder unter japanischer Vorherrschaft sollte frei von westlichem Einfluss sein.

Der kommunistischen Partei in China war es unterdessen gelungen, mehr als 400.000 Soldaten in 115 Regimentern zu rekrutieren. Am 20. August eröffneten sie die Hundert-Regimenter-Offensive, die bis zum 5. Dezember andauerte. Sie griffen die Eisenbahnlinien zwischen Dezhou und Shijiazhuang in Hebei, zwischen Shijiazhuang und Taiyuan in Zentral-Shanxi und Taiyuan nach Datong in Nord-Shanxi an. Dazu sprengten sie Tunnel und Brücken und zerstörten die Schienen. Auch vor direkten Angriffen auf japanische Garnisonen schreckten sie nicht zurück. Die für die Japaner wichtige Kohlenmine in Chingching konnte von den Kommunisten für ein halbes Jahr außer Betrieb gesetzt werden. Doch nachdem die Japaner General Okamura Yasuji das Kommando in Nordchina übertragen hatten, begann dieser die kommunistischen Stützpunkte gezielt zu suchen und anzugreifen. Nach und nach verloren die Kommunisten dadurch die Kontrolle über mehr als 420 von ihnen vorher kontrollierten Bezirken. Gegen Ende der Kämpfe kam es zum Zerwürfnis zwischen Peng Dehuai, dem militärischen Führer der Kommunisten, und Mao Zedong.

Bild:Chinese Bofors 75mm.jpg
Chinesische Artilleriekanone

Am 22. September pressten die Japaner von den Franzosen nach einem vorausgegangenen Ultimatum ein militärisches Übereinkommen ab. Dies beinhaltete die Nutzung dreier Flughäfen und den Transit eigener Truppen durch Indochina nach China. In einer Note an die Japaner missbilligten die USA dieses Vorgehen und lehnten es ab.

Am 27. September 1940 unterzeichnete Japan den Dreimächtepakt mit Deutschland und Italien, der den bestehenden Antikominternpakt um gegenseitige militärische Unterstützung erweiterte. Damit verwarf der japanische Kaiser seine noch am 5. September 1939 verkündete Neutralität und unterstrich seine aggressive Außenpolitik vor allem gegenüber China.

Die amerikanische Regierung rief daraufhin am 8. Oktober alle Zivilisten im Fernen Osten auf, in die USA zurückzukehren, da es zu einer indifferenten Lage in diesem Gebiet käme und verhängte am 23. Oktober ein totales Ausfuhrverbot für Eisen- und Stahlschrott nach Japan. Am 23. Oktober verließen drei Passagierdampfer die USA, um alle Amerikaner aus China und Japan zu evakuieren.

Der deutsche Hilfskreuzer Atlantis brachte am 11. November das britische Frachtschiff S.S. Automedon westlich vor Sumatra auf (→ Automedon-Vorfall). Neben den aktuellen Code-Tabellen der britischen Handelsflotte fiel den Deutschen auch die aktuelle Lage- und Strategieeinschätzung Fernost der Planungsdivision des britischen Generalstabs in die Hände. Im Dezember gelangten die Japaner über Berlin an dieses wichtige Dokument, das ihnen besonders in die britische Truppenstärke im Fernen Osten vielfältige Einblicke brachte und wesentlich zur zukünftigen japanischen Strategie beitrug.

1941

Schon am 27. Januar 1941 berichtete der amerikanische Botschafter in Japan, Joseph C. Grew, dass einer seiner Diplomatenkollegen einem Botschaftsangestellten erzählt hätte, dass viele Quellen, inklusive einer japanischen, von einem geplanten Großangriff auf Pearl Harbor sprächen, wenn es zum Zerwürfnis mit den USA käme[1].

Im April unterschrieb Präsident Roosevelt einen Geheimbefehl, der es Reserveoffizieren erlaubte, das Militär zu verlassen und als Freiwillige nach China zu gehen. Als Folge gründete Captain Claire Lee Chennault in Kuming die American Volunteer Group (auch „Flying Tigers“ genannt), eine US-amerikanische Fliegerstaffel, die ab 1942 in den aktiven Dienst der US-Luftwaffe gesetzt wurde.

Zwei Jahre nach dem Japanisch-Sowjetischen Grenzkonflikt unterzeichneten die beiden Parteien am 13. April den Japanisch-Sowjetischen Neutralitätspakt. Der Pakt hatte zum einen den Zweck, der Sowjetunion im Falle eines deutschen Angriffs den Rücken frei zu halten. Zum anderen wollte auch Japan sich nicht in einen - von Japan erwarteten - deutsch-sowjetischen Konflikt verwickeln lassen.

Die Japaner unterbreiteten den USA am 12. Mai ein Angebot zu einer Friedensvereinbarung für den Pazifikraum. Das Angebot beinhaltete die Bitte an die USA, Chiang Kai-shek zu Friedensverhandlungen mit Japan aufzufordern und die Unterstützung seines Regimes aufzugeben. Danach war ein Abzug der japanischen Truppen aus China vorgesehen. Nur kleinere Besatzungseinheiten sollten bleiben. Weiterhin strebte Japan die Normalität der Handelsbeziehungen zu den USA an. Allerdings sprachen die Vertreter Japans auch von einer friedlichen territorialen Ausbreitung in den Südwestpazifik und forderten die USA auf, sie bei der Förderung und Produktion von Rohstoffen wie Erdöl, Gummi, Zinn und Nickel zu unterstützen. Wörtlich hieß es dort:

„Japanese expansion in the direction of the southwestern Pacific area is declared to be of peaceful nature, American cooperation shall be given in the production and procurement of natural resources (such as oil, rubber, tin, nickel) which Japan needs.“[2]
Bild:Japanischer Verteidigungsbereich (1941).jpg
Der geplante japanische Verteidigungsbereich im Pazifik (Ende 1941)

Der japanische Botschafter sprach weiterhin davon, zusammen mit den USA den Philippinen die Unabhängigkeit zu garantieren und sie als neutralen Staat zu etablieren. Im Gegenzug forderten die USA die Zusicherung von Japan, dass der eingegangene Dreimächtepakt nur ein reines Verteidigungsbündnis sei und lehnten die weitergehenden Vorschläge Japans ab.

Am 2. Juli wurden in Japan mehr als eine Million Männer zum Wehrdienst eingezogen und die Regierung erhielt vom Vichy-Regime die Zustimmung zur Besetzung Französisch-Indochinas (heute: Vietnam, Laos und Kambodscha), die am 29. Juli ausgeführt wurde. Zwei Tage später verhängten die USA und Großbritannien ein Export-Embargo über Japan und froren dessen finanzielle Mittel ein.

Ein weiteres Friedensangebot für den Pazifikraum am 6. August, das als Antwort auf Roosevelts Forderungen im vorausgegangenen Embargo erfolgte, wurde von den USA wiederum zurückgewiesen. Daraufhin schlugen die Japaner ein Treffen zwischen ihrem Premierminister Konoe Fumimaro und Roosevelt vor, das aber nicht zustande kam, da die USA eine zu große Kluft zwischen den Interessen beider Staaten sahen.

Den wiederholten Forderungen der USA, China zu verlassen, kam Japan nicht nach, und auch ein geändertes japanisches Friedensangebot vom 6. September brachte beide Parteien nicht weiter. Am 3. September telegrafierte der amerikanische Botschafter von Tokyo nach Washington, dass seiner Meinung nach ein Krieg im Pazifik unabwendbar wäre.

Als am 6. September eine kleine chinesische Guerillagruppe in den Bergen südöstlich von Yueyang auf eine japanische Division traf, entbrannte zum zweiten Mal die Schlacht um Changsha. Die Einnahme der Stadt scheiterte erneut. Ab Ende September zogen sich die japanischen Einheiten in die Yueyang Region zurück.

Bild:Pacific Area - The Imperial Powers 1939 - Map.jpg
Die Machtverteilung im September 1939

Auch die diplomatischen Bemühungen im November brachten keine Entscheidung und Annäherung (siehe Hull-Note). Nachdem Anfang Dezember große Truppenbewegungen in Indochina gemeldet wurden, sandte Roosevelt am 6. Dezember Kaiser Hirohito eine Note, in der er von „tragischen Auswirkungen“ der letzten Ereignisse sprach. Roosevelt gab noch einmal seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Frieden im Pazifik gewahrt bliebe und die Völker im Pazifikraum nicht permanent von Krieg bedroht würden. Er appellierte an den Kaiser und bat ihn um Hilfe in der Verhinderung von Tod und Zerstörung in der Welt[3].

Wegen des Embargos Großbritanniens und der USA und weil Japan von den Rohstofflieferungen der europäischen Verbündeten abgeschnitten war, erschien ein Krieg mit den USA und Großbritannien die einzige Alternative zum Verlust des Reiches in der bisherigen Form.

Am 1. Dezember beschloss das japanische Parlament unter Tōjō Hideki die gewaltsame Ausweitung der japanischen Einflusssphäre nach Süden und den Angriffskrieg gegen die USA. Währenddessen führte der japanische Botschafter Admiral Kichisaboru Nomura in Washington D. C. weiterhin Friedensgespräche mit dem amerikanischen Außenminister Cordell Hull [4].

In Anbetracht der sich zuspitzenden Situation versetzten die Briten am selben Tag ihre Truppen auf der malaiischen Halbinsel in höchste Alarmbereitschaft. Die Flotte unter Admiral Tom Spencer Vaughan Phillips wurde angewiesen, die Gewässer östlich von Singapur nach feindlichen Schiffen abzusuchen.

Zeitgleich gab Admiral Yamamoto Isoroku folgenden Befehl an die Imperiale Flotte durch:

„Japan, under the necessity of her self-preservation and self-defense, has reached a position to declare war on the United States of America, United Kingdom and the Netherlands. The Supreme Commander of the Combined Fleet will start the war with an attack on the enemy fleet in the Hawaii Islands area and destroy it with the 1st Air Fleet.“ [5]

Amerikanische Flugzeuge sichteten am 2. Dezember zwölf japanische U-Boote vor der Küste Indochinas, die einen Kurs in Richtung Süden, möglicherweise nach Singapur, liefen. Am selben Tag gab Yamamoto das Signal zum Start aller Operationen mit den Worten: „Ersteigt den Berg Niitaka und der Durchgabe des Angriffstags.

Admiral Phillips flog am 4. Dezember nach Manila und traf sich dort mit Admiral Thomas C. Hart und General Douglas MacArthur um eine Übereinkunft für ein Kooperationsabkommen im Fernen Osten zu schließen. Im Südchinesischen Meer befanden sich zu der Zeit drei japanische Divisionen auf dem Weg zur Invasion von Thailand und Malaysia.

Alle japanischen Konsulate in den USA wurden angewiesen ihre kompletten Kodierungsunterlagen und Geheimdokumente zu vernichten. Dies geschah über Radio Tokyo, das in einer Wettervorhersage die Worte „Higashi no kaze ame“ durchgab, was soviel wie Ostwind, Regen bedeutet. Dies war einer der möglichen Sätze, die den Krieg mit den USA verkünden sollten. Auch in den niederländischen Kolonien wurde diese Durchsage von der Abhörstation Kamer 14 auf Java empfangen, deren Bedeutung der Führungsspitze bekannt war. Daher gaben sie die Meldung unverzüglich an ihre Botschaft in Washington durch, um eine Benachrichtigung der amerikanischen Regierung zu veranlassen.

Am 6. Dezember sichteten australische Aufklärungsflugzeuge den japanischen Konvoi, der von Indochina in Richtung Süden lief. Admiral Phillips verließ daraufhin die Gesprächsrunde in Manila. Britische und amerikanische Schiffe bekamen Auslauforder zum Schutz der ostasiatischen Inseln und britische Aufklärungsflugzeuge hoben von ihren Basen ab um stetig Patrouillenflüge zu unternehmen.

Schon am 27. November hatte die Kido Butai, die Eingreifflotte der Kaiserlichen Japanische Marine, ihre japanischen Stützpunkte verlassen und Kurs auf Hawaii gesetzt, um die dort versammelte Pazifikflotte der Amerikaner auszuschalten. Die Information, dass fast die komplette amerikanische Seestreitkraft dort versammelt lag, bekam die japanische Militärführung von ihrem seit Anfang 1941 in den USA etablierten Spionagenetzwerk.

Mit dem Legen von Minen vor der Küste der Malaiischen Halbinsel durch japanische U-Boote begann am 7. Dezember der eigentliche Pazifikkrieg. Eineinhalb Stunden vor der Attacke auf Pearl Harbor begann Japan bei Kota Bahru mit der Invasion der malaiischen Halbinsel. Da in Südostasien aufgrund der Datumsgrenze schon der 8. Dezember war, wird dennoch meist der Angriff auf Pearl Harbor auch als zeitlicher Beginn des Krieges angesehen.

Angriff auf Pearl Harbor und Kriegserklärung der USA

Mit dem Angriff auf den US-amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor am Morgen des 7. Dezember 1941 eröffneten Flugzeuge der japanischen Marine den Krieg im Pazifik. Ziel der Bombardierung von Pearl Harbor war die Ausschaltung der US-Marine für eine begrenzte Zeit, damit Japan die nach Meinung seiner Führung benötigten Rohstoffgebiete in Südostasien erobern konnte. Bis zu jenem Tag hatte ein Angriff auf den Stützpunkt auf Hawaii aufgrund der großen Entfernung zu Japan als unwahrscheinlich gegolten. Die ungenügend vorbereiteten US-Truppen erlitten eine schwere Niederlage, was der Anlass für die USA war, nach der bisherigen passiven Unterstützung der Aliierten aktiv in den Zweiten Weltkrieg einzutreten.

Die US-Geheimdienste hatten zwar schon drei Wochen vor dem Angriff die Vorbereitungen Japans zur Eroberung Südostasiens erkannt, dass Japan aber gleichzeitig auch die USA angreifen würde war ihnen jedoch entgangen (→ Die amerikanische Funkaufklärung bei Pearl Harbor).

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Brennendes, sinkendes Wrack der USS Shaw

Um 6:10 Uhr erteilte Vizeadmiral Nagumo den Fliegerstaffeln seiner unbemerkt gebliebenen Flugzeugträgergruppe den Angriffsbefehl. Die erste Angriffswelle erreichte gegen 7:45 Uhr die Küste Oahus. Die ersten Toten des Krieges gab es bereits eine Stunde vorher: Zwei japanische Besatzungsmitglieder starben in ihrem Kleinst-U-Boot als es in der Hafeneinfahrt von Pearl Harbor entdeckt und durch den Zerstörer Ward versenkt wurde.

Nachdem sich die letzten japanischen Flugzeuge gegen 13:00 Uhr Ortszeit entfernt hatten, waren zahlreiche im Hafen liegende Schiffe, darunter alle Schlachtschiffe, versenkt oder schwer beschädigt.

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Zerstörte Flugzeuge nach dem Angriff

Die Bilanzen über den Angriff auf Pearl Harbor sind jedoch vielfach widersprüchlich. Dies liegt daran, dass unbedeutende Schiffe oft nicht mitgezählt wurden oder es Unstimmigkeiten bei der Zählung von beschädigten oder zerstörten Schiffen gab. Die Toten und Verwundeten wurden teilweise getrennt nach Zivilisten, Marine- und Armee-Zugehörigkeit erfasst, in manchen Bilanzen wurden die zivilen Opfer gar nicht erfasst. Jedoch kann man davon ausgehen, dass auf amerikanischer Seite etwa 2400 Menschen starben und etwa 160 Flugzeuge zerstört wurden. Auf japanischer Seite wurden etwa 30 Flugzeuge abgeschossen, 65 Soldaten starben.

Auch wenn der Angriff auf Pearl Harbor die US-Marine hart traf, konnten die Japaner eines ihr wichtigsten Ziele, die amerikanischen Flugzeugträger, nicht zerstören, da die beiden sonst in Pearl Harbor stationierten Träger auf See waren, um Jagdflugzeuge nach Wake und Midway zu transportieren (eine zu dieser Zeit nicht ungewöhnliche Aufgabe für Flugzeugträger). Außerdem blieben fast alle Treibstofftanks und Werften unbeschädigt, deren Zerstörung eine amerikanische Gegenoffensive um lange Zeit verzögert hätte. Dennoch war die amerikanische Flotte durch die erlittenen Verluste für mehrere Monate praktisch ausgeschaltet, was es Japan erlaubte seine Kräfte auf die Eroberung Südostasiens zu konzentrieren.

Die Ausschaltung der Schlachtflotte hatte ferner zur Folge, dass die bislang in der US-Marine dominierende Konzeption einer Entscheidungsschlacht der schweren Artillerieträger von einem Tag zum anderen hinfällig geworden war.

Die der Pazifikflotte verbliebenen Flugzeugträger und U-Boote wurden zum entscheidenden Seekriegsmittel für Abwehr und Offensive. Dies wurde am deutlichsten in der Ernennung des aus der U-Boot-Waffe stammenden Admirals Chester W. Nimitz zum neuen Oberbefehlshaber Pazifik.

Aufgrund der Stationierung der Schiffe im Hafen von Pearl Harbor waren die Verluste an Menschenleben für die US-Marine - in Relation zu einem Gefecht auf hoher See - relativ niedrig. Dies sollte langfristig wesentliche Auswirkung auf die Ausbildung von Offizieren und Mannschaften im weiteren Verlauf des Krieges haben.

Einen Tag nach dem Angriff unterzeichnete Franklin D. Roosevelt die amerikanische Kriegserklärung an Japan und besiegelte damit den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg [6]. Der für die USA überraschende und zutiefst demütigende Kriegsbeginn führte eine Einigung und Stärkung des Widerstandswillens im Kongress und in der Bevölkerung herbei - ein psychologischer Faktor, den die japanische Militärführung ohne Frage unterschätzt hatte.

Zeitgleich erklärten Großbritannien, die Niederlande, Kanada, Australien, Neuseeland, Costa Rica, Honduras, Haiti, die Dominikanische Republik und Nicaragua den Japanern den Krieg [7].

Vorrücken der Japaner

Die Japaner hatten nun einen entscheidenden Vorteil: Sie besaßen die Luft- und Seehoheit gegen die dezimierten und geschockten Amerikaner. Großbritannien war mit Voranschreiten des Krieges in Europa mehr und mehr gezwungen, seine Kräfte gegen Deutschland und Italien zu konzentrieren. So konnte die japanische Armee ihre Strategie der blitzschnellen Überraschungsangriffe weiter fortführen.

Japanische Eroberungen 1941/42

Knapp drei Stunden nach Kriegsbeginn bombardierten japanische Bomber, die von Saipan gestartet waren, Apra Harbor auf Guam und versenkten den amerikanischen Minensucher USS Penguin. Kurz darauf begann ein Bombardement des Flugfeldes auf der Insel Wake durch 34 Bomber der 24. Japanischen Luftflotte, die auf dem Kwajalein-Atoll stationiert waren. Bedingt durch die diesige Wetterlage sahen die Verteidiger der Insel die Maschinen nicht anfliegen und wurden vom Angriff völlig überrascht, der 52 Verteidigern das Leben kostete. Auch sieben der erst eine Woche vorher von der USS Enterprise angelieferten Grumman F4F Wildcats wurden am Boden zerstört.

Auf dem Rückweg von Pearl Harbor trennen sich einige Schiffe von der japanischen Kido Butai Hauptflotte und griffen am 8. Dezember zusätzlich die Insel Wake an, die trotz der verbissenen Verteidigung durch die dort stationierten amerikanischen Marineinfanteristen am 23. Dezember an die Japaner fiel (→ Schlacht um Wake).

Bereits eineinhalb Stunden vor dem Pearl Harbor Angriff starteten japanische Truppen eine großangelegte Offensive in Südostasien. Am 7. Dezember kurz vor Mitternacht begannen die Japaner ihre Invasion der malaischen Halbinsel und Thailands. Dazu waren sie mit einem großen Transporterkonvoi, der von etlichen Kriegsschiffen begleitet wurde, von der Cam Ranh Bay und Saigon in Indochina ausgelaufen. Im Golf von Thailand splitteten sich kleinere Konvois zur Anfahrt auf die Strände von Prachuap Khiri Khan (→ Kampf um Prachuap Khiri Khan), Jumbhorn, Bandon, Nagorn Sridharmrat, Pattani und Singora in Thailand und Kota Bharu in Malaysia ab. Auf dem Isthmus von Kra im Süden Thailands gelangen die Landungen ohne nennenswerte Gegenwehr. Nur in Kota Bharu verteidigten indische, britische und australische Einheiten verbissen den Landungsstrand, mussten aber nach einigen Stunden die japanische Überlegenheit anerkennen und sich unter Verlusten zurückziehen.

Auch die britische Kronkolonie Hongkong wurde kurz nach 8:00 Uhr am Morgen des 8. Dezember von den Japanern attackiert. Bedingt durch die schnell errungene Luftherrschaft konnten die Japaner rasch vorrücken. Bereits am 10. Dezember fiel die Gin Drinkers Line, eine ausgebaute britische Verteidigungslinie und Kowloon musste am nächsten Tag unter heftigem Artilleriefeuer und Bombardements evakuiert werden.

Zerstörung der Force Z

Nachdem eine Konfrontation in Asien nicht mehr zu vermeiden war, verlegte die britische Marine zum Schutz ihrer Kolonien mehrere Schiffe, darunter die Schlachtschiffe Prince of Wales und die Repulse, nach Ostasien. Nach Eintreffen im Hafen von Singapur am 27. Oktober 1941 bildeten sie zusammen mit vier Zerstörern die Kampfgruppe Force Z.

Am Nachmittag des 8. Dezember 1941 machte sich die Force Z auf den Weg in den Golf von Siam, um ein weiteres Vordringen japanischer Truppen zu verhindern. Am Morgen des folgenden Tages wurde sie von japanischen Kampfflugzeugen schwer attackiert. Nach insgesamt sieben Angriffswellen des japanischen 22. Marine-Fliegergeschwaders sanken die Repulse und die Prince of Wales. 840 Besatzungsmitglieder starben, darunter auch der kommandierende Admiral Phillips.

Die britischen Seestreitkräfte waren dadurch stark geschwächt, und weitere Unterstützung konnte nicht entsandt werden, da alle Kräfte in Afrika und Europa gebunden waren.

Japanische Eroberungen

Die Inseln Guam, Makin, Tarawa fielen am 10. Dezember in japanische Hände, dem gleichen Tag, an dem sie auch die Invasion der Philippinen auf der Hauptinsel Luzon starteten. Die dort stationierten alliierten Einheiten der Amerikaner und Filipinos unter dem Kommando von General Douglas MacArthur waren den anrückenden Japanern weit unterlegen. Am ersten Invasionstag gelang es japanischen Flugzeugen, die meisten am Boden stehenden amerikanischen Maschinen auszuschalten und damit die Lufthoheit zu erringen. So konnten sie fast ungehindert die Bodentruppen bei Legaspi (12. Dezember) und im Golf von Lingayen (22. Dezember) an Land bringen. MacArthur beschloss daraufhin den geordneten Rückzug aller Einheiten auf die Halbinsel Bataan.

Japanische Truppen landeten am 16. Dezember auf Borneo bei Miri, Lutong und Seria und am 19. Dezember auf Mindanao in den Südphilippinen. Die Bombardierung der burmesischen Hauptstadt Rangun durch japanische Flugzeuge kostete 2.000 Menschen am 23. Dezember das Leben. Am selben Tag landeten zwei japanische Bataillone in Kuching, Westborneo.

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Japanische Truppen ziehen in Hongkong ein

In Hongkong konzentrierten sich derweil die alliierten Briten, Inder, Kanadier und einheimische Truppen auf die Verteidigung der Hongkong-Insel, wo sie unter stetigem Beschuss der Japaner standen. Doch nach deren Landung am 18. Dezember und dem Abschneiden der Wasserversorgung am 20. Dezember konnte die Verteidigung nicht mehr aufrecht erhalten werden. So kapitulierten die letzten alliierten Einheiten am 25. Dezember. Der Tag ist in Hongkong seitdem als „Black Christmas“ bekannt.

Im Landesinneren von China gruppierten sich ab dem 24. Dezember vier japanische Divisionen bei Yueyang. Der erneute Versuch, die chinesische Stadt Changsha einzunehmen, scheitert in der dritten Schlacht um Changsha am 15. Januar 1942, nachdem es den chinesischen Verteidigern gelungen war, drei Divisionen der Japaner einzukesseln, die anschließend entkommen konnten.

1942

Rabaul

Die wichtigste Eroberung der Japaner fand am 23. Januar statt, als die kleine australische Garnison in Rabaul an der Nordostspitze auf New Britain überwältigt und die Hafenstadt eingenommen werden konnte. Dazu boten sie eine Schiffsanzahl auf, die der Angriffsflotte für Pearl Harbor glich. Mit vier Flugzeugträgern, zwei Schlachtschiffen, neun Kreuzern, sechzehn Zerstörern, einigen Minenlegern und Kanonenbooten, einem Wasserflugzeugtender, einigen Flottentankern und den Truppentransportern, sowie sieben U-Booten fuhren die Japaner nach Rabaul.

Damit hatten die Japaner eine hervorragende Ausgangsbasis für ein weiteres Vordringen in Richtung Ostpazifik und die Südsee, die in den folgenden Jahren zu einer regelrechten Festung ausgebaut wurde. Als Unterschlupf dienten die Berge im Hinterland der Stadt, die aus Bimsstein bestehen. Dort ließen die Japaner von Kriegsgefangenen Tunnel in einer Gesamtlänge von mehr als 500 km graben, die als Nachschublager, Truppenzwischenlager und auch als Lazarette (hiervon allein 15) dienten. Dazu kamen fünf Landebahnen, eine Station für Wasserflugzeuge, eine U-Boot-Basis und ein Militärhafen. Rabaul war zeitweise mit bis zu 200.000 Soldaten besetzt.

Zerschlagung der Alliierten in Südostasien

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Erste ABDACOM Konferenz. Um den Tisch sitzend (von l. n. r.): Die Admirale Layton, Helfrich und Hart, General ter Poorten, Colonel Kengen der Royal Netherlands Army (am Kopfende) und die Generäle Wavell, Brett und Brereton.

Zum Schutz der kolonialen Territorien und des eigenen Einflussbereichs in Südostasien gründeten die Alliierten am 8. Januar das ABDACOM, ein gemeinsames Kommando der Amerikaner, Briten, Niederländer und Australier in Singapur, unter dem die Land-, Luft- und Seestreitkräfte koordiniert werden sollten. Trotz einiger kleinerer Erfolge wie in der Seeschlacht vor Balikpapan am 24. Januar konnten die ABDACOM-Einheiten die Japaner nicht aufhalten. So fielen Tarakan (→ Schlacht um Tarakan), Thailand und Britisch-Malaysia noch im Januar an die Japaner. Die Invasion der Insel Java begann am 2. Februar. Einen besonders herben Rückschlag mussten die Briten während der Belagerung von Singapur hinnehmen, als sich eine kombinierte britisch-/indisch-/australische Armee in einer Stärke von etwa 80.000 Soldaten am 15. Februar geschlagen geben musste und in japanische Gefangenschaft geriet.

Während der Schlacht in der Straße von Makassar am 4. Februar erlitten die Seestreitkräfte des ABDACOM einen Rückschlag, als sie auf der Verfolgung eines Invasionskonvois von japanischen Bombern angegriffen und in die Flucht geschlagen wurden. Als Folge gelang die japanische Landung auf Borneo bei Balikpapan.

Weitere Invasionsziele der Japaner waren im Februar Niederländisch-Indien und Sumatra, dort im Besonderen dessen Ölfelder, da der anhaltende Krieg langsam die Treibstoffreserven knapp werden ließ. Aus dem gleichen Grund versuchten die japanischen Bodentruppen auch schnellstmöglich, Borneo komplett einzunehmen.

Um die Besetzung Balis durch die Japaner zu verhindern, lieferten sich die Seeeinheiten des ABDACOM vom 18. bis zum 19. Februar ein Gefecht mit den Japanern in der Badung-Straße, das sie verloren (→ Seeschlacht in der Straße von Badung). In der Nacht vom 19. auf den 20. Februar begannen die Japaner mit der Invasion des eigentlich neutralen Portugiesisch-Timor. Die portugiesische Kolonie war 1941 von holländischen und australischen Truppen besetzt worden, um als Puffer zwischen den Japanern und Australien zu dienen. Nach Protesten des portugiesischen Gouverneurs verließen nur die Holländer die Kolonie, die Australier blieben und verwickelten die Japaner bis 1943 zusammen mit einheimischen Freiwilligen in einen Guerillakrieg, der als die Schlacht um Timor bekannt wurde.

Am 19. Februar griffen 71 japanische Sturzkampfbomber, 81 Torpedoflugzeuge zusammen mit 36 Jagdflugzeugen den Hafen von Darwin im Norden Australiens an. Sie waren von vier Flugzeugträgern gestartet, die zusammen mit zwei Schlachtschiffen, drei Kreuzern und neun Zerstörern vier Tage zuvor von Palau ausgelaufen waren und nun in der Bandasee lagen. Bei der Attacke wurden ein US-Zerstörer und sieben Frachter versenkt sowie erhebliche Schäden an einem amerikanischen Flugzeugtender, sechs Frachtschiffen und den Hafenanlagen verursacht.

Weitere Landungseinheiten konnten von den Japanern am 25. Februar auf Java abgesetzt werden. Die Alliierten beschlossen am 25. Februar, auf Grund ihrer eigenen Machtlosigkeit gegen die Japaner, das ABDACOM aufzulösen. Zwei Tage später versuchte die ABDA-Flotte, die Anlandung einer zusätzlichen Invasionstruppe in Südjava zu verhindern. In der daraufhin entbrennenden Schlacht in der Javasee und den Folgetagen (→ Schlacht in der Sundastraße) wurde die komplette ABDA-Flotte durch die japanischen Verbände aufgerieben.

Erste amerikanische Operationen im Pazifik

Die USA begannen am 6. Januar mit der Verlegung von Truppen nach Amerikanisch Samoa, und verlegten am 12. Januar drei Schlachtschiffe und sieben Zerstörer aus dem Atlantik zur Pazifikflotte. Weitere Einheiten der Marines wurden am 20. Januar in Begleitung zweier Flugzeugträger nach Pago Pago eingeschifft.

Um den weiteren Vormarsch der Japaner zumindest zu verlangsamen, starteten die Amerikaner einen Angriff auf die Marshall- und Gilbert-Inseln. Die Einsatzgruppe mit zwei Flugzeugträgern, fünf Kreuzern und elf Zerstörern startete am 21. Januar und erreichte ihr Ziel am 27. Januar. Die Flotte wurde aufgeteilt und begann mit einem Artilleriebeschuss von den Schiffen aus, sowie Flugzeugattacken der Träger auf die japanischen Stützpunkte. Japanische Gegenangriffe verursachten kleinere Schäden auf einem amerikanischen Träger. Als Folge der Angriffe zogen die Japaner ihre Flugzeugträger in die heimischen Gewässer zurück.

Zur Verstärkung des Truppenkontingents im Pazifikraum zogen die USA ab dem 21. Januar weitere Soldaten aus dem Atlantikgebiet ab und verlegten sie mittels Truppentransportkonvois durch den Panamakanal.

Beschuss der US-Westküste

Am 23. Februar löste der Beschuss einer Ölraffinerie bei Ellwood in Kalifornien durch das japanische U-Boot I-17 an der Westküste der USA Invasionsängste aus. Der Beschuss verursachte aber nur leichte Schäden an einem Pier und einer Pumpanlage. Aufgestiegene amerikanische Flugzeuge konnten das U-Boot nicht mehr auffinden. Bei der Attacke soll es sich nach einer 1982 durchgeführten Recherche nur um einen Privatfeldzug des japanischen U-Boot-Kommandanten gehandelt haben. Als Folge wurde die Bewachung der amerikanischen Westküste deutlich verstärkt.

Süd-, Südostasien und Vorstoß in die Südsee

Bild:The Japanese 2d Division celebrates landing at Merak, Java.jpg
Die Japaner feiern ihre Landung auf Java - 1. März 1942

Im März gelang den Japanern die vollständige Einnahme von Java und Niederländisch Ostindien, und die ersten Invasionstruppen landeten an den Stränden von Neu Guinea. Auch die Südseeinseln der Salomonen rückten als vorgeschobener Stützpunkt gegen die Amerikaner in das Interesse der Japaner, und so landeten am 13. Februar die ersten Einheiten dort.

Nach dem Vormarsch der japanischen Division aus dem Norden Burmas auf Rangun wurde die Stadt am 7. März evakuiert. Schon am nächsten Tag marschierten die Japaner in die Stadt ein.

Die Americal Division wurde Mitte März von Melbourne nach Noumea verlegt. Im Rahmen dieser Operation begleiteten zwei Flugzeugträger und mehrere andere Kriegsschiffe den Konvoi. Unterdessen begannen die japanischen Landungen auf Neu Guinea bei Lae und Finschhafen im Osten der Insel. Zur Gegenattacke starteten von den US-Flugzeugträgern am 10. März 104 Flugzeuge als die Flotte durch das Korallenmeer südlich der Landungszonen vorbeifuhr. Die Maschinen flogen über das Owen Stanley Gebirge und griffen die japanischen Schiffe an. Es gelang ihnen, zwei Schiffe zu versenken und neun weitere teilweise schwer zu beschädigen. Die Landungen konnten mit diesem Angriff aber nicht verhindert werden.

Auf Nord-Sumatra landeten japanische Einheiten am 12. März bei Sabang und Iri, um die ergiebigen Ölfelder dort einzunehmen.

Die Andamanen im Golf von Bengalen als Stützpunkt zum geplanten Sprung nach Indien fielen am 23. März, und ein Angriff der Japaner mittels fünf Flugzeugträgern auf den britischen Stützpunkt auf Ceylon brachte den Briten einen Verlust von zwei schweren Kreuzern ein.

Mit dem Start der großangelegten Operation C am 30. April, bei der sechs Flugzeugträger, begleitet von vier Schlachtschiffen und etlichen Kreuzern und Zerstörern in den Indischen Ozean einliefen, versuchten die Japaner die britische Flotte und den Rest der alliierten Schiffseinheiten die noch im Indischen Ozean operierten, auszuschalten.

Die Japaner lagen am 5. April mit ihren Operation-C-Einheiten vor Ceylon. Mit den Maschinen der Flugzeugträger begannen sie einen intensiven Luftangriff auf den Hafen von Colombo, konnten jedoch nur zwei britische Zerstörer versenken. Auf dem Rückflug entdeckten die Maschinen zwei schwere Kreuzer auf offener See, die sie umgehend attackierten und versenkten. 424 Briten fanden dabei den Tod.

Am 9. April kapitulierten die alliierten Truppen auf der Halbinsel Bataan in den Philippinen. Nach der Gefangennahme durch die Japaner kam es zum Todesmarsch von Bataan, bei dem die Gefangenen vom Süden der Halbinsel zu einer etwa 100 km entfernten Bahnstation laufen mussten. Rund 16.000 Soldaten kamen dabei ums Leben.

Am selben Tag griffen die Operation-C-Einheiten der Japaner den Hafen von Trincomalee an und entdeckten auf offener See Teile der britischen Ostasienflotte. Es gelang den Japanern, einen Flugzeugträger, einen Zerstörer, eine Korvette und zwei Tanker zu versenken.

Erste japanische Rückschläge

Bild:B-25 prior to start on USS Hornet for Doolittle raid.jpg
B-25 kurz vor dem Start zum Doolittle Raid

Da seit Kriegsbeginn die Alliierten und US-Truppen weitere Niederlagen einstecken mussten und den Vormarsch der Japaner nicht stoppen konnten, berieten hochrangige Militärs schon im Januar die Möglichkeit, mit speziell modifizierten Bombern die japanischen Hauptinseln zu erreichen und Ziele im Raum Tokyo, Yokohama, Yokosuka, Nagoya und Kobe zu bombardieren, um in einer relativ frühen Phase des Krieges bereits eine Wende herbeizuführen. Dazu wurden im Frühjahr freiwillige Bomberbesatzungen auf den umgebauten Maschinen trainiert, um mit den eingebauten vollen Zusatztanks und voller Ladung auf einer kurzen Strecke zu starten. Am 2. April verließ ein Flugzeugträger mit Geleitschutz den Hafen von San Francisco mit Kurs auf Japan. In einer Entfernung von etwa 1.200 km vom Zielort starteten am 18. April die 25 Bomber, um den sogenannten Doolittle Raid durchzuführen. Nach den Bombardierungen, die allerdings kaum nennenswerte Schäden anrichteten, den Amerikanern aber einen Propagandasieg einbrachten, landeten die meisten Maschinen in China. Aufgrund des propagandistisch aufgebauschten Erfolges wurde der Slogan: „Doolitt` do it“ Synonym für die Forderung nach harter Vergeltung gegen Japan.

Bild:Pazifik 1942.jpg
Die amerikanische Einteilung des Pazifik in verschiedene Kriegsschauplätze 1942

In Burma konnten die Japaner am 30. April die Stadt Lasio erobern und damit den Alliierten den Weg nach China versperren. Am 1. Mai zogen sie in Mandalay ein.

Die Hauptstadt der Salomonen Tulagi auf der gleichnamigen Insel fiel am 3. Mai in japanische Hände. Die im Hafen liegenden japanischen Schiffe wurden schon am nächsten Tag von 99 amerikanischen Flugzeugen eines Flugzeugträgers bombardiert. Dabei konnten sie einen japanischen Zerstörer und drei Minensuchboote versenken und vier weitere Schiffe beschädigen.

Corregidor, die letzte Bastion der Alliierten auf Luzon in den Philippinen, fiel am 6. Mai. Die Japaner machten 11.574 Kriegsgefangene. Am folgenden Tag kapitulierte auch die alliierte Führungsebene auf den südlichen Philippineninseln. Die verbliebenen Truppen wurden aufgefordert, einen Guerillakrieg gegen die Japaner zu führen.

Am 7. April kam es zur Schlacht im Korallenmeer, die bis zum nächsten Tag andauerte. Zwei amerikanische Task-Force-Verbände konnten dabei die Einnahme von Port Moresby durch die Japaner erfolgreich verhindern. In der ersten großen Seeschlacht zwischen japanischen und amerikanischen Trägerverbänden verloren beide Seiten je einen Flugzeugträger und einige andere Schiffe.

Zur Sicherung des Seegebietes um die Aleuten wurde am 21. Mai eine amerikanische Nordpazifikflotte mit Hauptquartier in Kodiak zusammengestellt, da dort immer wieder japanische U-Boote gesichtet wurden, deren Bordflugzeuge Aufklärungsflüge unternahmen.

Durch das Abhören des japanischen Funkverkehrs gelang den USA die Identifizierung des nächsten Ziels eines japanischen Großangriffs; die Midwayinseln. Zur Verteidigung wurden am 25. Mai zwei Kompanien des Marinekorps und eine Artilleriebatterie dorthin verlegt. Weitere Verstärkung kam am 26. Mai mit Panzerfahrzeugen und Flugzeugen.

Die für den Midway-Angriff vorgesehene Kido Butai lief am 27. Mai aus der Hashirajima-Bucht aus und nahm Kurs auf ihr Ziel. Tags zuvor hatte sich schon ein kleinerer Verband von Ominato aus in Richtung der Aleuten in Bewegung gesetzt. Die Landungseinheiten für diese nördliche Inselgruppe und Midway folgten am 28. Mai.

Ebenfalls am 28. Mai verließen zwei amerikanische Flugzeugträger mit fünf schweren Kreuzern und etlichen Zerstörern den Stützpunkt auf Pearl Harbor. Zwei Tage später folgte ein weiterer Träger und Geleiteinheiten. Zur Verstärkung der Nordpazifikflotte wurden Schiffe aus dem Zentralpazifik verlegt.

Zur Ablenkung der Midway-Attacke liefen am 31. Mai japanische Klein-U-Boote in die Bucht von Sydney ein, um dort einige Schiffe zu torpedieren. Ein US-Kreuzer wurde nur knapp verfehlt, ein Wohnschiff versenkt und ein niederländisches U-Boot auf Reede beschädigt. Die Japaner konnten entkommen.

Am 3. Juni 1942 führte die japanische Flotte eine kleinere Operation gegen Dutch Harbor in den Aleuten als Ablenkung für Midway durch. Die Aktion konnte von den Amerikanern aber vorzeitig durchschaut werden, so dass sie wirkunglos wurde.

Die Schlacht um Midway begann am 4. Juni mit einem japanischen Luftangriff auf die Inseln. Wegen schwerer Schäden, die sie in der Korallensee erlitten hatten, konnten zwei japanische Flugzeugträger nicht eingesetzt werden; dennoch standen für den Angriff auf die Midwayinseln vier große Flugzeugträger zur Verfügung. Die amerikanische Flotte konnte zwar nur drei Flugzeugträger aufbieten, besaß jedoch einen taktischen Vorteil, da sie den japanischen Funkcode entschlüsselt hatte. Am 4., 6. und 7. Juni fanden die entscheidenden Gefechte statt, bei denen ein amerikanischer und alle vier eingesetzten japanischen Flugzeugträger versenkt wurden. Die japanischen Verluste beliefen sich auf 3.500 Mann, die US-Marine hatte 307 Tote zu beklagen. Auf Grund der schweren Verluste musste sich die japanische Marine zunächst zurückziehen.

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Japanische Offiziere auf den Aleuten

Zeitgleich begannen die Japaner mit der Invasion der Aleuten auf Attu und Kiska. Die sich daraus entwickelnde Schlacht um die Aleuten war erst am 15. August 1943 beendet.

Zur Verstärkung der Pazifikflotte verlegten die Amerikaner am 10. Juni einen Flugzeugträger, einen Geleitträger, ein Schlachtschiff, einen Schweren Kreuzer und neun Zerstörer aus dem Atlantikraum in den Pazifik. Fünf Tage danach trat eine neue Organisation der pazifischen Einsatzgruppen (Task Forces) in Kraft.

Am 1. Juli starteten von San Diego sechs amerikanische Truppentransporter mit Marines an Bord, begleitet von einem Flugzeugträger, einem Schlachtschiff, vier Kreuzern und zehn Zerstörern zur Operation Watchtower in Richtung der Fiji Inseln. Ebenfalls für diese Operation liefen am 7. Juli von Pearl Harbor, zwei Flugzeugträger, sechs Kreuzer und 14 Zerstörer in das selbe Gebiet.

Unterdessen wurde die japanische Flotte einer völligen Reorganisation unterworfen. Die neuen Verbandsstrukturen traten am 14. Juli in Kraft. Zur Flotte stießen zwei neu erbaute Schlachtschiffe, neue Geleit- und Wasserflugzeugträger sowie einige neue Kreuzer und Zerstörer.

Bild:Japanese battleships Yamashiro, Fuso and Haruna.jpg
Japanische Schlachtschiffe in der Bucht von Tokyo

Port Moresby auf Neu Guinea blieb weiterhin ein begehrtes japanisches Ziel, so dass ab dem 20. Juli mehrfach von Landungstruppen versucht wurde, bei Buna einen Brückenkopf zu errichten. Alliierte Luftangriffe verhinderten aber des öfteren die Truppentransporte. Eine Eroberung von Port Moresby gelang nicht.

Etwa zur gleichen Zeit vereinigten sich nahe der Fiji-Inseln die amerikanischen Flotteneinheiten, um sich für den Beginn der Operation Watchtower vorzubereiten.

Ein mit den Briten abgesprochenes Ablenkungsmanöver wurde von diesen am 1. August gestartet. Die britische Asienflotte im Indischen Ozean stellte zu diesem Zweck drei Konvois zusammen, die von zwei Flugzeugträgern, einem Schlachtschiff und mehreren Kreuzern und Zerstörern begleitet wurden. Die Operation Stab genannte Aktion stellte eine vorgetäuschte Landung auf den Andamanen-Inseln dar und dauerte bis zum 10. August.

Die Schlacht um Guadalcanal

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Amerikanische Truppen des 160. Infanterieregiments am Strand von Guadalcanal
Bild:Marines rest in the field on Guadalcanal.jpg
Marines im Dschungel von Guadalcanal

Mit der Landung auf der Salomonen-Insel Guadalcanal am 7. August begannen die Amerikaner die Operation Watchtower, eine der verlustreichsten und verbissendsten Schlachten während des Pazifikkrieges. Sie dauerte bis ins nächste Jahr an und markierte einen weiteren Wendepunkt zugunsten der Amerikaner.

Das Ziel der Landungen war das Flugfeld Lunga Point, der westlichste Stützpunkt der Japaner für landgestützte Luftoperationen. Es konnte schon am Nachmittag des 8. August erobert werden, war aber in den nächsten Monaten hart umkämpft, da die Japaner mit aller Macht versuchten, ihn wieder unter ihre Kontrolle zu bekommen.

Die Kämpfe fanden nicht nur auf der Insel selbst statt, sondern auch in den Gewässern zwischen der Hauptinsel Guadalcanal und den Inseln Savo Island und Florida Island mit dem vorgelagerten Tulagi. Das Gebiet wurde unter dem Namen Ironbottom Sound (Eisengrund-Meerenge) bekannt, da in den Seeschlachten dort viele alliierte und japanische Schiffe versanken. Dies begann bei der Schlacht vor Savo Island am 8. August, als es japanischen Schiffen gelang, die amerikanische Deckung zu durchbrechen und in das Gebiet zwischen den Inseln einzudringen.

Nachdem die Landung auf Guadalcanal an die japanische Führung übermittelt wurde, verlegten sie ab dem 11. August Einheiten der Kaiserlichen Japanischen Marine von Japan nach Truk. Fünf Tage später liefen die ersten Konvois zur Truppen- und Nachschublieferung nach Guadalcanal. Eine gelandete Abteilung wurde aber kurz darauf fast vollständig von den Amerikanern aufgerieben, so dass nur ein kleiner Teil von ihnen mit den Soldaten der nachfolgenden Konvois weiterkämpfen konnte.

Die ersten Kampfflugzeuge für den nun Henderson Airfield genannten Flugplatz trafen am 20. August, von einem amerikanischen Geleitträger gestartet, ein.

Auch amerikanische Nachschubkonvois erreichten nicht immer ihr Ziel. So wurde am 22. August ein amerikanischer Truppentransporter versenkt.

Am 23. August starteten die Japaner die Operation Ka, zur Landung von 1.500 Soldaten als Unterstützung für die kämpfenden Einheiten auf Guadalcanal. Am nächsten Tag kam es dabei zur Schlacht um die Ost-Salomonen, bei der ein japanischer Flugzeugträger versenkt und ein amerikanischer beschädigt wurde. Es gelang den Amerikanern, eine Landung des japanischen Nachschubs zu verhindern. Doch schon einige Tage später konnten die Japaner mit schnellen Zerstörern die Truppen auf Guadalcanal absetzen. Sie verloren dabei einen Zerstörer.

Die Taktik, mit schnellen Zerstörerkonvois Nachschub nach Guadalcanal zu bringen, wurde am 28. August von den Japanern zu einem steten Verfahren erweitert, als der erste, von den Amerikanern so benannte Tokyo Express startete. Die Zerstörer fuhren von Bougainville in den nördlichen Salomonen durch den Slot nach Süden, um dann an der Nordwestküste von Guadalcanal Truppen anzulanden. Diese Zerstörerkonvois führten in den nächsten Monaten zu vielen Einzelgefechten.

Guadalcanal und weitere Aktionen im Verlauf des Jahres

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Der Weg der Japaner über den Kokoda Track nach Port Moresby

Die Japaner verfolgten weiterhin hartnäckig ihr Ziel, Port Moresby auf Neu Guinea zu erobern. Dazu landeten am 12. und 13. August japanische Truppen bei Buna und versuchen über den Kokoda Track die Owen-Stanley Berge zu überqueren. Zur Deckung wurde die Milne Bay aus der Luft bombardiert.

Nach einem Beschuss durch eine Zerstörerflotte besetzten die Japaner am 23. August Nauru und am 26. August Ocean Island.

Während der Schlacht um die Milne Bay auf Neu Guinea, die vom 24. bis zum 31. August andauerte, gelang es den Australiern und Amerikanern, eine über 1.800 Mann starke Landungseinheit der Japaner zurückzudrängen.

Am 9. und 29. September kam es zu Angriffen eines japanischen Flugzeugs auf das amerikanische Festland. Ein Kleinflugzeug startete von einem japanischen U-Boot vor Kap Blanco, warf einige Bomben in den Wald von Oregon bei Mount Emily und entfachte damit einen Waldbrand.

Bei den beiderseitigen Versuchen, Verstärkungen in Form von Schiffen und Soldaten nach Guadalcanal heran zu führen, versenkten die Japaner am 15. September einen amerikanischen Flugzeugträger. Ein wiederholter Versuch der Japaner, das Henderson Airfield auf Guadalcanal einzunehmen, konnte während der Schlacht am Bloody Ridge von den verteidigenden Amerikanern vom 13. bis 16. September gerade noch verhindert werden.

Der japanische Vormarsch über die Owen-Stanley-Berge auf Neu Guinea wurde am 17. September von zwei australischen Brigaden in Sichtweite von Port Moresby zum Stehen gebracht.

Ein von Rabaul ausgelaufener japanischer Konvoi, bestehend aus zwei Wasserflugzeugträgern und einem Geleitschutz aus Zerstörern, gedeckt durch eine Kreuzerflotille, konnte am 11. Oktober von der amerikanischen Luftaufklärung erfasst werden. Kurz darauf stoppten amerikanische Schiffe nördlich von Guadalcanal den Konvoi. Es entbrannte die Seeschlacht bei Cape Esperance, die die japanische Landung verhinderte. Zwei Tage später konnte ein von Noumea kommender US-Transporterkonvoi rund 3.000 Soldaten und Nachschubmaterial bei