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Paul Vitorelli

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Paul Vitorelli (* 9. März 1851 in Triest, Italien; † 20. April 1932 in Wien, Österreich) war ein österreichischer Jurist und Richter.

Er zählte aufgrund seiner Vielseitigkeit zu den hervorragenden promovierten Juristen seiner Zeit. Grundsätzlich dem Römischen Recht zugetan, erwarb er sich als junger Richter beachtliche Kenntnisse im Exekutionsrecht, was insofern gewürdigt wurde, als nach seiner Konzeption das Exekutionsgericht Wien entstand. Doch auch auf dem Gebiet des Strafrechts erwarb er sich als Richter einen hervorragenden Ruf und wurde nacheinander Präsident des Straflandesgerichtes Wien und Präsident des Oberlandesgerichtes Wien. Typisch österreichisch stellen die beiden Gipfelpunkte seiner Karriere eigentlich Gegensätze dar: 1918 wurde er für einen kurzen Zeitraum letzter Justizminister der österreichisch-ungarischen Monarchie, reichte jedoch bald bei Kaiser Karl I. seinen Rücktritt ein. Seine berufliche Qualifikation machte ihn aber auch in der neuen Republik zu einem gefragten Juristen und so diente er von 1920 bis 1930 als Präsident des neu gegründeten Verfassungsgerichtshofs.

Werke

  • Römische Rechtsgeschichte und System des römischen Privatrechts (1905)
  • Beispiele von Schriftsätzen in Zivilprozeß und Exekutivverfahren (1920)
  • Der Verfassungsgerichtshof (1928)
Persönliche Werkzeuge