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Paul Polte

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Paul Polte (* 24. August 1905 in Dortmund, † 5. März 1985 in Dortmund) war ein deutscher Arbeiterdichter.

Als Sohn eines Technikers der Vereinigten Stahlwerke beginnt Poltes Sozialisation in einem proletarischen Milieu. Nach einer kaufmännischen Lehre bei Mannesmann arbeitet Polte zunächst in der Automobilbranche, später bei den Gasometerwerken Deutz in Münster.

In der Weltwirtschaftskrise wird Paul Polte wie so viele andere arbeitslos und beginnt erste Gedichte zu schreiben. Nach seiner Rührkehr nach Dortmund schließt sich Polte dem Dortmunder Vagabundenmaler Hans Tombrock an und geht mit ihm auf Wanderschaft.

1931 gründet Paul Polte die Ortsgruppe Dortmund im Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. Gemeinsam mit dem Grafiker und Drucker Bernhard Temming veröffentlicht er die Grafik-Reihe Proletarische Dichter und Zeichner des Ruhrgebiets. Unter seinem Pseudonym Peter Polter arbeitet er für den Dortmunder General-Anzeiger und veröffentlicht im Münchener Simplizissimus, im Leipziger Kulturwillen und der Zeitschrift Vagabund.

Im gleichen Jahr erscheint in Zusammenarbeit mit Tombrock die Zeitschrift: Die Ruhrstadt. Kulturzeitung für Dortmund und das Ruhrgebiet. Paul Polte hält Lesungen mit Bruno Gluchowski und Erich Grisar und gründet 1932 das politische Kabarett Gruppe Henkelmann.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten erhält Polte Schreibverbot und wird kurzzeitig inhaftiert. Um sich der Überwachung durch die Gestapo zu entziehen, verlässt er Dortmund und zieht nach Kirn an der Nahe. Von dort zieht er 1942 nach Essen. Als Mitarbeiter einer kriegswichtigen Großhandlung für Kfz-Zubehör entgeht er dem Wehrdienst.

Nach dem Krieg widmet sich Polte 1946 der Mitarbeit in der Gesellschaft Aufbau und in der Vereinigung Kunst und Volk im Ruhrgebiet. 1951 kehrt Paul Polte zurück in seine Heimatstadt Dortmund und ist 1961 Gründungsmitglied der Dortmunder Gruppe 61.

Bis 1969 arbeitet er häufig mit Bernhard Temming zusammen und veröffentlichungen die Tendenz-Drucke, die an die 1930 erschienenen Blätter proletarischer Dichter und Zeichner anknüpften. 1970 ist Polte Gründungsmitglied der Werkstatt Dortmund im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt.

Werk

  • Aus früheren Tagen. Gedichte. Berlin 1942
  • Proletarische Dichter und Zeichner des Ruhrgebiets. Blatt 1. Dortmund 1930
  • Tendenzdrucke. Dortmund 1967-1969 [mit B. Temming, Linolschnitte]
  • Unverbesserlich. Lyrik, Berichte, Kurzgeschichten 1923-1977. Dortmund: Werkstatt Dortmund im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt 1977
  • Die Ruhrstadt. Kulturzeitung für Dortmund und das Ruhrgebiet. Nr. 1. Dez. 1931; Nr. 2: Febr. 1932

Literatur

  • Fritz Hüser: Paul Polte, in: Der rote Großvater erzählt. Frankfurt/M. 1974, S. 122f.;
  • Josef Reding: Paul Polte. Asphaltlyrik
  • Peter Paul Polte: Einige Bemerkungen über Paul Polte als Papa, Poet, Pfeifenraucher und Pintenhocker

Weblink

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