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Paul Bekker

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Max Paul Eugen Bekker (* 2. September 1882 in Berlin, † 13. März 1937 New York) war ein deutscher Dirigent, Intendant und zudem einer der einflussreichesten Musikkritiker im ersten Drittel des Zwanzigsten Jahrhunderts.

Leben und Wirken

Bekker war Schüler von F. Rehfeld (5), B. Horwitz (Theorie) und A. Sormann (Kl.). Er debütierte als Geiger (erster Violinist) bei den Berliner Philharmonikern und ging dann als Dirigent nach Aschaffenburg und Görlitz. Ab 1906 war Bekker als Musikkritiker und Schriftsteller tätig. Er schrieb für die Berliner Neuesten Nachrichten, ab 1909 für die Berliner Allgemeine Zeitung, 1911-1922 für die Frankfurter Zeitung. 1919 prägte er den Begriff Neue Musik und setzte sich fortan für deren erste Wegbereiter ein: Gustav Mahler, Franz Schreker, Arnold Schönberg, Ernst Krenek.

1925 wurde er auf Anregung Leo Kestenbergs, dessen aufgeschlossener und an Volksbildung orientierter Kulturpolitik Bekker nahe stand, Generalintendant zunächst des Staatstheaters Kassel und ab 1927 des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. 1933 wurde Bekker entlassen, weil er Jude war. Im darauf folgenden Jahr emigrierte er in die USA. Dort schrieb er vor allem im Auftrag der Emigrantenpresse.

Parallel zu Paul Bekker förderte seine Ehefrau Hanna Bekker, geborene vom Rath, neue Wege der Bildenden Kunst. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs half sie, im Ausland den Ruf Deutschlands als Kulturnation wieder herzustellen, indem sie in beiden Teilen des amerikanischen Kontinents, in Südafrika und in Indien Vorträge hielt und Ausstellungen veranstaltete. 1947 gründete sie das Kunstkabinett am Frankfurter Börsenplatz [1].

Literatur

  • Brockhaus Enzyklopädie 1967
  • MGG [2]
  • Paul Bekker: Franz Schreker, Studie zur Kritik der modernen Oper (1918). Rimbaud Verlag, Aachen 1983. ISBN 3-89086-930-0
  • Paul Bekker/Franz Schreker: Briefwechsel, Mit sämtlichen Kritiken Bekkers über Schreker, Hrsg. Christopher Hailey, Rimbaud Verlag, Aachen 1994. ISBN 3-89086-921-1
  • Vera Baur: Paul Bekker, Eine Untersuchung seiner Schriften zur Musik, Rimbaud Verlag, Aachen 1998. ISBN 3-89086-831-2
Wikipedia
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