Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Paternalismus

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit Paternalismus (von lat. pater = Vater) wird eine Herrschaftsordnung beschrieben, die im außerfamiliären Bereich ihre Autorität und Herrschaftslegitimierung auf eine vormundschaftliche Beziehung zwischen Herrscher/Herrschern und den Herrschaftsunterworfenen begründet.

Als paternalistisch wird eine Handlung bezeichnet, wenn sie gegen den Willen, aber auf das Wohl eines anderen gerichtet ist. Ein Beispiel hierfür ist das Verbot von Heroin.

Weiterhin bezeichnet Paternalismus eine Idee Robert Owens zur Lösung der sozialen Frage in Deutschland im 19. Jahrhundert. Es bezeichnet die private betriebliche Sozialpolitik der Großunternehmer (wie Krupp, Stumm u.a.). Diese Leistungen boten den Arbeitern Betriebskrankenkassen, Betriebliche Altersversorgung, Unterstützung in Notlagen, Werkswohnungen sowie Werkskantinen. Ziel dessen war es, den Betrieb als kombinierten Herrschaftsbereich, Produktionsbereich und als Lebensgemeinschaft auszubauen. „Alles für den Arbeiter - nichts durch den Arbeiter“ war damals die Parole.

Wikipedia:Quellenangaben
Quellenangaben
Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht oder unzureichend durch Quellenangaben (Literatur, Webseiten usw.) belegt worden, wodurch den fraglichen Inhalten eine Löschung droht. Bitte hilf der Wikipedia, indem du gute Belege für die Informationen nennst.


Paternalismus: "Herrschaftsform in nicht-familialen Bereichen, in denen die Führung aufgrund väterlicher Autorität beansprucht wird. Entstammt der familialen Ordnung der vorindustriellen Gesellschaft. Übertragen auf moderne Organisationen, widerspricht der Paternalismus demokratischen Strukturen. Der Paternalismus betont besonders die Fürsorgepflicht und sieht eine Beteiligung der Untergebenen an Entscheidungen prinzipiell nicht vor." (Soziologie-Lexikon)

Siehe auch

wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Paternalismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Literatur

  • Johannes Giesinger: Pädagogischer Paternalismus. Eine ethische Rechtfertigung. Dissertation, Universität Zürich 2005 (Volltext)
  • Kai Möller: Paternalismus und Persönlichkeitsrecht. Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11679-8 (zugl. Dissertation, Universität Freiburg im Breisgau, 2004)
  • Heiko Ulrich Zude: Paternalismus. Fallstudien zur Genese des Begriffs. Alber, Freiburg im Breisgau 2006, ISBN 3-495-48178-8

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Paternalismus, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge