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Partido Popular (Spanien)
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Der Partido Popular (PP; span. "Volkspartei") ist eine politische Partei in Spanien, die 1989 aus der 1976 von Manuel Fraga Iribarne, einem vorherigen Minister der Diktatur Francos, gegründeten rechtskonservativen Alianza Popular (AP, "Volksallianz") hervorgegangen ist.
Vorsitzender des PP ist seit 2004 Mariano Rajoy. Sein Vorgänger José María Aznar wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Fraga hat heute das Ehrenamt des "Gründungspräsidenten" inne.
Der Partido Popular versteht sich als eine christlich-konservative Partei, die sich besonders im Verlauf der 1990er Jahre zunehmend am Modell anderer christlich-demokratischer Volksparteien in Europa orientierte. Programmatisch zeigt die Partei ein - allerdings 1996-2000 aufgrund der Mehrheitsverhältnisse vorübergehend zurückhaltendes - antiregionalistisches und stark wirtschaftsliberales Profil und tritt dabei insbesondere für Deregulierung und die Einhaltung einer straffen Haushaltsdisziplin ein. Außenpolitisch suchte die Partei - wie etwa hinsichtlich des Irakkriegs - bis zu ihrer Abwahl 2004 die Nähe zum Kurs George W. Bushs.
Die Partei steht - trotz zahlreicher insbesondere personeller Kontinuitäten - nicht in direkter formaler Nachfolge der Institutionen der Franco-Diktatur. Der PP gilt dennoch bis heute als die Partei, die aus dem einstigen Auffangbecken des franquistischen Lager hervorgegangen ist.
Wahlergebnisse
Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 3. März 1996 wurde der Partido Popular mit 38,8 % Stimmanteil zur stärksten Fraktion, verpasste dabei jedoch die absolute Mehrheit. Das Ergebnis entsprach einer Zahl von 156 Abgeordneten (von insgesamt 351). Mit Hilfe einiger kleinerer Parteien wie der katalanischen Convergència i Unió (CiU) wurde José María Aznar am 5. Mai 1996 zum spanischen Ministerpräsidenten gewählt. Er löste damit den seit über sechzehn Jahren regierenden Felipe González der sozialdemokratischen PSOE (Partido Socialista Obrero Español) ab.
Bei den Parlamentswahlen am 12. März 2000 konnte der PP mit 45,2 % das Wahlergebnis von 1996 nochmals verbessern und erreichte mit 183 der insgesamt 350 Sitze im Abgeordnetenhaus das bis dahin beste Wahlergebnis. Die Regierung unter José María Aznar war damit nicht mehr auf die Unterstützung von Regionalparteien angewiesen.
In den spanischen Parlamentswahlen am 14. März 2004 hat sich Mariano Rajoy als Spitzenkandidat des Partido Popular für das Amt des Ministerpräsidenten beworben, nachdem José María Aznar angekündigt hatte, nicht erneut kandidieren zu wollen. Bei den unter dem Eindruck der Bombenanschläge von Madrid vom 11. März 2004 stehenden Parlamentswahlen hat der Partido Popular seine absolute Mehrheit im Parlament eingebüßt. Als Sieger aus den Wahlen gingen die spanischen Sozialisten (PSOE) unter ihrem Spitzenkandidaten José Luis Rodríguez Zapatero hervor.
Weblinks
- http://www.pp.es/ - Partido Popular im Web
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