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Paragenese

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Als Paragenese bezeichnet man die charakteristische Vergesellschaftung verschiedener Mineralien an ihrem Bildungsort, abhängig von den dort herrschenden physikalischen und chemischen Bedingungen. Dabei ist die Bildung nicht beschränkt auf das Auskristallisieren aus einer Schmelze, sondern es sind auch Prozesse wie Metamorphose, Diagenese von Sediment und Verwitterung von Gestein, die zu spezifischen Paragenesen führen. Da nur sehr wenige Minerale alleine, die meisten jedoch in entsprechender Vergesellschaftung vorkommen, ist die Paragenese sowohl in der Lagerstättenkunde, als auch bei der Identifikation von Mineralien und den daraus aufgebauten Gesteinen ein wichtiger Faktor. So lässt sich etwa beim Vorhandensein von Quarz (SiO2) in einem Gestein das Vorkommen von Olivin ((Mg,Fe)2[SiO4]) oder Nephelin (KNa3[AlSiO4]4) ausschließen. Ein anderes Beispiel für eine Paragenese ist die Tatsache, dass Galenit (Bleiglanz, PbS), Sphalerit (Zinkblende, ZnS) und Chalkopyrit (Kupferkies, CuFeS2) stets zusammen auftreten (Bildung in hydrothermalen Gängen).

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