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Papaya

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel befasst sich mit der Frucht Papaya. Für den Beitrag zum gleichnamigen Content-Management-System siehe Papaya CMS.
Papaya
Bild:Carica papaya dsc07806.jpg
Papayafrucht (Carica papaya)
Systematik
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Melonenbaumgewächse
(Caricaceae)
Gattung: Melonenbäume (Carica)
Art: Papaya
Wissenschaftlicher Name
Carica papaya
L.
Bild:Papayabaum.jpeg
Papaya Baum mit Früchten auf den Seychellen
Bild:Papaya001.jpg
Thailand: Papayabaum mit Früchten

Papaya (Carica papaya, auch Melonenbaum genannt) ist ein tropischer Baum, der zur Familie der Melonenbaumgewächse (Caricaceae) gezählt wird.

Der Baum stammt ursprünglich aus dem Tiefland und Küstenregionen des tropischen Amerikas, sein Name aus der Sprache der Arawak-Indianer. Schon zu Beginn des 16. Jahrhundert begannen die Spanier damit, diese Pflanze auch auf den Antillen und den Philippinen anzupflanzen. Heute wird sie weltweit in den Tropen und Subtropen kultiviert.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Es ist ein kleiner unverzweigter Baum, der einzelne Stamm erreicht Wuchshöhen von fünf bis zehn Metern. Die Laubblätter sind spiralig um den Stamm angeordnet und werden kontinuierlich nach einer gewissen Zeit (also nicht in bestimmten Jahreszeiten) abgeworfen, so dass der Stamm unten kahl ist und oben einen "Schopf" von Blättern bildet. Am Stamm bleiben Blattnarben erhalten. Die großen Blätter haben einen Durchmesser von 50 bis 70 cm, sie sind gestielt und tief gelappt (sieben Lappen). Am ganzen Stamm (Kauliflorie), in den Blattachseln, werden Blüten und dann auch die Früchte gebildet.

Frucht

Die Frucht wird länglich-oval etwa 15 bis 45 cm im Längsschnitt und 10 bis 30 cm im Durchmesser groß und kann ein Gewicht von 3 bis 6 kg erreichen. In Europa kommt fast ausschließlich die hawaiische oder brasilianische Papaya in den Handel, deren Exemplare lediglich 0,5 kg erreicht. Die Schale der vollständig ausgereiften Beere [1] ist gelblich-grün, das Fruchtfleisch ist hellorange bis rosa und enthält in der Fruchtmitte schwarze Kerne die von einem Häutchen umgeben sind. Die Kerne der Papaya enthalten große Mengen an Papain, einem eiweißspaltenden Enzym. Sie wurden früher in der Volksmedizin als Entwurmungsmittel verwendet und heute in Pulverform als Zartmacher für Fleisch. Eine ähnliche Wirkung wird erreicht, wenn man rohes Fleisch in die Blätter des Papayabaums einwickelt oder in frischen Papayasaft (gilt auch für frischen Ananassaft) einlegt.

Verwendung in der Küche

Unreife Früchte können wie Gemüse verarbeitet werden und werden unter anderem für Chutneys, Currys, und Salsas verwendet. Im Nordosten Thailands, dem Isaan, ist ein (sehr) scharfer Salat aus unreifen Früchten mit in Fischsauce eingelegten Krebsen und Klebreis das Nationalgericht.

Das reife Fruchtfleisch hingegen schmeckt angenehm süßlich, mit etwas Zitronensaft und Zucker oder Ingwer wird der Geschmack noch verstärkt. Auch die Kerne der Papaya sind essbar; sie haben einen scharfen Geschmack, der an Kapuzinerkresse erinnert.

Zu beachten ist, dass die Frucht kaum nachreift. Es sollte also beim Kauf unbedingt auf die nötige Reife geachtet werden. Diese kann an der Farbe (gelb oder rot, nicht grün) und vor allem an der Festigkeit erkennen: je leichter sich die Frucht mit dem Finger eindrücken lässt, desto reifer. Die Frucht ist niemals "überreif" (außer wenn sie zu gären beginnt), extrem weiche Exemplare zeichnen sich durch einen besonders intensiven und süßen Geschmack aus; lediglich der Einsatz als Dekor kann durch die mangelnde Festigkeit problematisch werden. Dafür ist sie übrigens bestens geeignet, da sie an der Luft kaum oxidiert.

Inhaltsstoffe

Tagesbedarf eines Erwachsenen bei 100g
Kalium Calcium Magnesium Vitamin C
11% 3% 14% 109%

Quelle: EU Nährwertkennzeichnungsrichtlinie (EU NWKRL 90/496/EWG)

100g Papaya enthalten:
kcal kJoule Wasser Fett Kalium Calcium Magnesium Vitamin C
13 54 88-96 g 0,1 g 211 mg 21 mg 41 mg 80 mg

Quelle: EU Nährwertkennzeichnungsrichtlinie (EU NWKRL 90/496/EWG) & Rewe Nährwerttabelle

Medizin

In der Wissenschaft wird die Verwendung als starker Radikalfänger (Antioxidans) diskutiert. Der Aids-Entdecker Luc Montagnier forscht mit gegorenem Papayaextrakt. [2]

Der Papaya wird eine unterstützende Wirkung zur Förderung der Fettverbrennung nachgesagt.

Literatur und Film

  • Nadja Biedinger; Die Welt der Tropenpflanzen, Köln 2000
  • Der Duft der grünen Papaya, Vietnam/Frankreich 1993, Regisseur: Tran Anh Hung
    (besonders relevant: Eingangssequenz)

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Papaya – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
wikt:
Wiktionary
Wiktionary: Papaya – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
  • Literatur über Papaya in Bibliothekskatalogen: DNB, GBV
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Papaya, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Quellen

  1. Gewürzlexikon.de über Papaya
  2. Artikel der "Zeit" über Luc Mantagniers Arbeiten
Wikipedia
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