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Panzerkuppel

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Die Panzerkuppel, auch Panzerturm, ist ein Element des Festungsbaus, das zum Ende des 19. Jahrhunderts aufkam. In diesem Zeitraum fand eine sehr weitreichende Entwicklung der Artillerie statt, mit der Folge, dass es innerhalb eines befestigten Bereiches keinen Ort mehr gab, der nicht mehr durch unmittelbare Treffer aus den neuen Geschützen bedroht war. Die Reaktion darauf war der Einbau von glockenähnlichen Ständen aus Hartguss oder Gussstahl für die Aufstellung der Waffen und zur Beobachtung des Gefechtes in das Areal der jeweiligen Festung.

Bild:Eben-Emael02.JPG
Die 400 t schwere Kuppel des Forts Eben-Emael
Bild:Eben-Emael04.JPG
Eine der beiden versenkbaren Kuppeln des Forts Eben-Emael
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10,5-cm-Turmgeschütz auf dem Gotthard-Pass

Panzerkuppeln konnten massivste Größen erreichen. So wog die schwerste Kuppel des belgischen Forts Eben-Emael über 400 t. Unterhalb dieser Kuppel befanden sich zwei Kanonen mit dem Kaliber 120 mm. Die Kuppel konnte um 360 Grad gedreht werden, wodurch die Kanonen beinahe alles im Umkreis von 17 km beschießen konnten.

Andererseits boten derartige Kuppeln ein sehr auffälliges Ziel für den angreifenden Gegner. Dies führte zu einer in das Innere der Festung versenkbaren Panzerkuppel, die sich nur für den unmittelbaren Einsatz der Waffe über die Oberfläche der Festung erhob und ansonsten für den Angreifer völlig unsichtbar blieb.

Für die Beobachtung der Umgebung wurden kleinere Kuppeln gebaut, die in ihrem Inneren ein Periskop enthielten. In Deutschland waren speziell am Westwall Kuppeln eingesetzt, die fest einbetoniert und damit nicht drehbar waren. Der lückenlose Einsatz der Waffen (in diesem Falle Maschinengewehre) wurde durch eine erhöhte Anzahl von Scharten gewährleistet, wobei typischerweise drei von sechs dieser Öffnungen zum Führen einer Waffe eingesetzt wurden.

Siehe auch: 10,5-cm-Turmkanone

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