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Pantograf

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel beschreibt das Zeichenwerkzeug. Für den Pantograf (englische Bezeichnung wurde ins Deutsche übernommen) auf den Dächern der elektrischen Triebwagen siehe bei Stromabnehmer.
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Sorensons Gravurpantograf um 1867
Bild:Pantograf.jpg
Mechanischer Pantograf

Pantograph beziehungsweise Pantograf bedeutet wörtlich aus dem Griechischen übersetzt Allesschreiber.

Ein Pantograf (vereinzelt auch Pantagraf bzw. Pantagraph), in dieser Bedeutung auch als Storchschnabel oder Storchenschnabel bezeichnet, ist ein Instrument zum Übertragen von Zeichnungen im gleichen, größeren oder kleineren Maßstab.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

1603 wurde der mechanische Pantograf von Christoph Scheiner erfunden. Heute gibt es auch optische Pantografen.

Anwendung

Früher wurden die Pantografen in der Kartografie und Geodäsie zur Verkleinerung und Vergrößerung von Karten und Plänen benutzt. Heute, in der Zeit von CAD und Digitaler Bildbearbeitung, spielt der Pantograph keine große Rolle mehr.

Es gibt auch Pantografen als Malspielzeug für Kinder und Jugendliche, für Versuchszwecke, etc.

Pantografen finden sich auch bei Kopierfräsen. Sie ermöglichen dabei durch stufenlose Verstellmöglichkeit der Position der Gelenkwinkel bzw. der Stiftaufnehmer jeden beliebigen Verkleinerungsmaßstab. Vergrößerung findet sich eher selten, da die Qualität der Bahnführung technische Grenzen aufweist und Führungsfehler bei Vergrößerung somit ebenfalls mit skaliert werden. Die Führung mittels Pantografen bewirkt dabei eine Bewegung in allen drei Raumachsen. Es lässt sich also neben der Bearbeitungsposition auch die Bearbeitungstiefe bzw. das Abheben des Fräsers vom Werkzeug mit bestimmen. Die Führung geschieht meist händisch durch den Bediener. Solch ein Gerät bekommt meist Buchstaben-Schablonen als Vorlage so dass man damit z.B. Türschilder fertigen kann. Die erzeugten großflächigen Gravuren in Metall oder Kunststoffen werden danach gerne mit Farbe verfüllt, sofern das Material nicht bereits farblich mehrschichtig aufgebaut ist.

Im Jahr 1834 konstruierte William Leavenworth in den USA die erste Holzletternfräse.

Funktionsweise

Generelle Funktionsweise:

Der Pantograf besteht aus vier Leisten (je nach Bauform), die gelenkig miteinander verbunden sind (siehe Skizze,V1-3 und B sind die Gelenke). S bezeichnet den Punkt, um den der Pantograf gedreht wird. Dieser wird neben der Vorlage aufgesetzt. Bei Vergrößerung einer Vorlage wird diese mit dem Stift B abgefahren; Stift Z erzeugt dann die Vergrößerung. Bei Verkleinerung fährt man die Vorlage mit Stift Z ab; Stift B erzeugt die Verkleinerung:

Bild:Pantograph.PNG

Achtung: Die Strecke S-B-Z wurde zur besseren Veranschaulichung eingefügt, sie ist kein Baubestandteil.

Ein Kopierfaktor von 1:1 ist systembedingt nur mit speziell darauf abgestimmten Schenkelkonstruktionen möglich.

Mathematische Erklärung:

Die grünen Linien bezeichnen das Strahlenbündel, die blauen die Parallelenschar.

Laut den Strahlensätzen gilt: Strecke S-V1/Strecke S-V3 = Strecke S-B/Strecke S-Z. Dies bedeutet also, dass bei einem Verhältnis von Strecke S-V1/Strecke S-V3 = 1/3 und S als Fixpunkt die Verschiebung des Punktes B um 1 LE(Längeneinheit) eine Verschiebung des Punktes Z um drei LE zur Folge hat.

Somit lassen sich mit Hilfe des Pantographen Vergrößerungen bzw. Verkleinerungen im Maßstab der Strecke S-V1/Strecke S-V3 erstellen

Siehe auch

Spirograph

Weblinks

Wikipedia
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