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Paidmail

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Der Begriff Paidmail oder Bezahl-E-Mail bezeichnet Werbe-E-Mails, für die der Empfänger vom Werbetreibenden eine Vergütung im Centbereich erhält. Im Gegensatz zu unverlangtem Spam sind Paidmails von den Empfängern erwünscht. Dienste, die Paidmails verschicken, werden als Paidmailer bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise

Bild:Paidmail f.png
Funktionsweise eines Paidmailers

Der Werbetreibende erstellt eine Werbe-E-Mail mit seiner Werbung. Diese wird vom Paidmailer an Mitglieder versendet.Die Vergütung erfolgt in Euro oder Punkten.

Dafür wird die E-Mail geöffnet, gelesen und durch das Klicken auf einen Link bestätigt. Der Leser wird auf die beworbene Website des Werbetreibenden geleitet. Werbekunden schätzen diese Form des E-Mail-Marketings, da Werbung über Paidmailer die günstigste Form echter Unique Visitors ist. Beim Bewerben themennaher Homepages ist diese Methode effektiv.

Die Auszahlung erfolgt, wenn die Auszahlungsgrenze erreicht wird. Die Vergütung liegt in der Regel im Bereich von 0,1 Cent - 10 Cent, je nach bestätigter Werbe-E-Mail und Anbieter. Um 1 Euro zu verdienen, müssten 10 - 1000 Werbelinks angeklickt werden. Einen höheren Verdienst haben Paidmail-User, wenn sie selbst User werben. In diesem Fall erhält der User einen Prozentsatz des Umsatzes vom geworbenen User.

Im Bereich der Paidmailer gibt es immer wieder unseriöse Anbieter. Es ist schwierig, einen seriösen Paidmail-Anbieter als solchen zu erkennen. Zur Registrierung bei einem Paidmail-Anbieter werden persönliche Informationen abgefragt. Es sollte vor der Anmeldung überprüft werden, ob der Anbieter in seinen AGB eindeutig ausschließt, diese persönlichen Informationen weiterzugeben.

Paidmailer-Jargon

  • Auszahlung, Auszahlungsgrenze: Falls das Mitglied einen bestimmten Kontostand in Euro erreicht hat, kann es sich je nach Paidmailer mittels PayPal, Moneybookers oder Überweisung auszahlen lassen.
  • Paidbanner: Dies sind Banner, die angeklickt werden können, damit eine bestimmte Vergütung erfolgt.
  • Payrate: Wert einer bestimmten Punktemenge.
  • Referral (kurz: Ref): Beschreibt einem vom Paidmailer geworbenen anderen User, mit dem sie mitverdienen können.
  • Refrallye: Ist eine Art Wettbewerb mit dem Ziel, neue User zu werben. Wer in einer festgelegten Zeit die meisten geworben hat, gewinnt einen Geldbetrag.
  • Refjäger nennt man User, die viele User werben und monatlich einen dreistelligen Betrag verdienen.
  • Bettellinks: Einige Paidmailer bieten Bettellinks an. Bei einem Klick auf so einen Link erhält man einen Bonus auf sein Guthaben.
  • Paid4-Szene: Die Branche der Dienste, bei denen für das Ansehen von Werbung bezahlt wird, wird umgangssprachlich Paid4-Szene genannt.
  • Umrechnung: Am Monatsende wird dann mit der Payrate der Kontostand (eigene Punkte und die Punktedrrn Ref)s in Euro umgerechnet:
    • W=Werbeeinnahmen des Mailers(in €)||P=gesamte Punktezahl im System||PW=Eurowert eines Punktes||K=Ihr Kontostand in Punkten||NG=Ihr in diesem Monat neu erworbenes Guthaben||AG=Altes Guthaben||G=Guthaben nach der Umrechnung (in €)
    •  ( W/P=PW )\Rightarrow ( PW*K=NG)\Rightarrow ( NG+AG=G )

Entwicklung der Paidmailer

Mit dem Dotcom-Boom entwickelte sich die Idee, User für das Empfangen von Werbung zu bezahlen. In dieser Zeit entwickelten sich auch die Paidmailer, die den User für das Ansehen von E-Mails bezahlten.

Aus der Geburtsstunde der Paidmailer sind noch wenige Dienste online. Auch zeigt sich, dass der Markt heute überfüllt ist, da es für jeden möglich ist, mit kommerziell erhältlichen Scripts seinen eigenen Paidmailer zu starten. Folglich haben viele Paidmailer 500 - 5.000 Mitglieder. Im deutschsprachigen Raum gibt es inzwischen auch Mailer mit über 50.000 Mitgliedern.

Ausländische Paidmailer

Paidmailer aus den USA versenden im Vergleich zu deutschen Anbietern mehr E-Mails. Diese Bezeichnung US-Paidmailer ist irreführend, da diese Paidmailer meist aus der Volksrepublik China oder Polen operieren. Diese versenden vorwiegend Searchmails. Dabei wird der Sponsor oder der Webmaster vergütet, in dem sie eine Suche durchführen.

Werbung bei Paidmailern

User können sich bei den Paidmailern auch einen Sponsor account anlegen. Dann ist es möglich, Werbung in Form von E-Mails oder teilweise auch Werbebannern, Textlinks oder Pop-ups zu buchen. Sponsorenpunkte, die sie für die Buchung benötigen, können sie in den internen Shops der Paidmailer oder auch bei eBay kaufen.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Paidmail, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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