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Pacific Ocean Park
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Der Pacific Ocean Park war ein 110.000 m² großer Vergnügungspark, der auf dem gleichnamigen Pacific Ocean Park Pier in Santa Monica stand. Der Park konkurrierte in den 60ern stark mit Disneyland in San Diego und musste 1968 endgültig schließen.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Erste Eröffnung
Das Pier wurde 1905 als Amusement Park von Abbot Kinney, dem Gründer von Venice (einer Rekunstruktion des alten Venedigs bzw. südeuropäischer/mediterraner Baukulturen auf amerikanischem Boden), als eines von mehreren Piers gebaut. 1911 eröffnete der Ocean Park, ein Freizeitpark, der 1957 aufgrund falscher Wirtschaftung geschlossen werden musste.
Zweite Eröffnung
Der Park schloss, wechselte den Besitzer und der Betrieb wurde 1958 als Pacific Ocean Park wieder aufgenommen. Die Eröffnung mit über 20.000 Besuchern fand am 28. Juli 1958 statt. Bereits am nächsten Tag hatte der Park mit 37.262 Besuchern höhere Besucherzahlen als Disneyland. Der Eintritt betrug 90 Cent. Als Folge der immensen Popularität des Pacific Ocean Park nannte man das Pier seit damals nur noch "Pacific Ocean Park Pier" oder POP (was auch als Synonym für Pay One Price galt, also ein Preis für alles. Dies war jedoch nicht ganz wahr, denn viele Attraktionen kosteten dennoch extra für deren Benutzung).
Schließung
1965 begann die Stadt Santa Monica ihr Ocean-Park-Erneuerungsprojekt. Häuser wurden abgerissen und Straßen, die zum Park führten, geschlossen. Die Folge war, dass die Besucher den Park nicht mehr bequem erreichen konnten und die Besucherzahlen von 621.000 im Jahr 1965 auf 398.700 im Jahr 1966 sanken.
Am Ende der Saison 1967 ging der Park in den Besitz der Gläubiger und der Stadt Santa Monica über, da die Parkbesitzer mit Miete und Steuern seit 1965 im Rückstand waren. Der Pacific Ocean Park wurde am 6. Oktober 1967 geschlossen. Die Vermögenswerte des Parks wurden Ende Juni 1968 versteigert. Die Gewinne aus 36 Bahnen und 16 Spielständen wurden benötigt, um die Gläubiger auszubezahlen. Das Pier war fortan Platz für Surfer, Junkies und Pyromanen, die, "in einer disharmonischen Symbiose das Pier bevölkerten".
Attraktionen
- Westinghouse verwunschener Wald/Nautilus U-Boot Ausstellung
- House of Tomorrow - zeigte Visionen der Zukunft
- Sea Circus - Delphine und Seelöwen zeigten hier artistische Manöver, konnten nach der Vorstellung auch gefüttert werden
- Diving Bells - hier konnten die Besucher den Ozean von unten betrachten
- Ocean Skyway - in blasenförmigen Gondeln konnte man in einer Höhe von 23m fast 800m in den Ozean hinausfahren (und wieder zurück)
- Union 76 Ocean Highway - Miniatur Autos konnten auf einer simulierten Straße gefahren werden
- Flight To Mars - eine audiovisuelle Präsentation, die eine Reise zum Mars simulierte
- Flying Carpet - der Besucher konnte hier in einer Simulation eines fliegenden Teppichs Eindrücke aus 1001er Nacht erleben.
- Mirror Maze - ein klassisches Spiegellabyrinth
- Davy Jone's Locker - ein weiteres Erlebnishaus mit Piraten als Hauptthema
- Fliegender Holländer - ähnlich dem Davy Jone's Locker
- Deepest Deep - simulierte ein U-Boot, jedoch über Wasser
- Um die Welt in 80 Tagen - hier wurden Eindrücke von der ganzen Welt präsentiert, musste jedoch aus Sicherheitsgründen geschlossen werden
- Safari Ride - Kinder konnten in kleinen Jeeps mit elektronischen Waffen auf Tierjagd im Dschungel gehen
- Mystery Island Banana Train Ride - eine der beliebtesten Attraktionen wo der Besucher in einer Banane durch den Dschungel fuhr und simulierte Vulkane bzw. Erdbeben bestaunen konnte
- Sea Serpent Achterbahn - eine hölzerne Achterbahn
- Whirlpool - der Besucher wurde in einer Zentrifuge an die Wand gedrückt, während sich der Boden langsam löste
- Mr Dolphin - eine weitere Attraktion
- Flying Fish - eine Miniatur-Achterbahn
- Carousel - ein Karussell, welches noch im alten Stil gebaut war
Zum Einkaufen bzw. Essen standen der Fisherman's Cove und die International Promenade zur Verfügung, welche eine Reihe an verschiedenen Angeboten hatte.
Am 5. Jänner 1959 konnte der Park bereits 1.190.000 Besucher verbuchen und plante eine Erweiterung von vier weiteren Attraktionen im Wert von zwei Millionen US-Dollar. Allerdings wurden nur folgende zwei tatsächlich gebaut:
- Space Wheels
- Fun Forest - ein kleiner Park mit speziell für Kinder gefertigten Attraktionen
Das Ende des Piers
Nach der Schließung des Parks wurde das Pier zum lokalen Surfspot des legendären Zephyr Teams aus Dogtown, einer Gruppe Jugendlicher, die mehrere Sommer lang am Pier ihre Surffähigkeiten trainierte, um dann bald in die "Vierundzwanzig Stunden-Wellen" trockengelegter Betonkanäle und Swimmingpools der Stadtteile Venice und Santa Monica zu wechseln und zu den einflussreichsten Vertretern der neuen Sportart Skateboarden zu werden.
Nachdem das Pier im laufe der Jahre durch dutzende Feuer fast vollständig zerstört wurde, riss man es im Winter 1974 - 1975 ab. Heute ist von dem riesigen Pier nichts mehr zu sehen. Am Strand warnen Hinweistafeln vor Pfählen und Schutt unter der Wasseroberfläche. Es ist daher verboten, an diesem Strandabschnitt zu baden oder sonstige Wassersportaktivitäten zu betreiben. Aus der Luft ist noch immer eine größere Lücke sowie eine Verfärbung des Meeres sichtbar.
Siehe auch
Weblinks
- Alte Fotos des Pacific Ocean Park (englisch)
- Fotos und Beschreibung des geschlossenen Parks (englisch)
- 3D-Ansicht des Parks in RTC3 (englisch)
- Die Attraktion Fly to Mars in einem kleinen Artikel (englisch)
- Ein kurzer Slide über den Park (englisch)
- Bilder des Parks nach 1960
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