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Ouvertüre 1812

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Royal Philharmonic Orchestra bietet die Overtüre 1812 im Jahr 2005 dar.

Die Ouvertüre 1812 ist eine Auftragskomposition Pjotr Iljitsch Tschaikowskis, die den Sieg Russlands in den napoleonischen Kriegen 1812 darstellen soll. Uraufgeführt wurde sie mit großem Erfolg in der Christ-Erlöser-Kathedrale (Moskau) am 20. August 1882.

Das Stück wird mit feierlichen Klängen eingeleitet, die an die Gottesdienste in russischen Kirchen nach der Kriegserklärung erinnern sollen. Diese Szene wurde in Krieg und Frieden von Tolstoi beschrieben.

Ein Thema der marschierenden Armeen folgt, ausgeführt durch die Hörner. Die französische Marseillaise spiegelt die anfänglichen französischen Siege im Krieg und die Besetzung von Moskau im September 1812 wider. Das russische Volkstanzthema gedenkt der Schlacht, die Napoleons Nachhut schlägt. Der Rückzug von Moskau im Oktober 1812 wird durch ein langes Diminuendo (Leiserwerden) ausgedrückt. Die folgenden Kanonenschüsse sollen die militärischen Angriffe der russischen Artillerie auf die französischen Flanken darstellen. Mit Glockengeläut und der musikalischen Darstellung eines Feuerwerks wird schließlich der Sieg und die Befreiung von der französischen Besatzung gefeiert. Unter den Kanonen und Hörnern hört man die russische Zarenhymne von Alexei Lwow: Gott erhalte den Zar. Die russische Hymne wird im Kontrapunkt zur vorher gehörten Marseillaise geführt.

Wertung

Tschaikowski hat die Ouvertüre nach eigener Aussage ohne innere Überzeugung und 'Herzblut' geschrieben. Es ist aber bis heute ein in populären Konzerten gerne gespieltes und bejubeltes Stück. Besondere Bekanntheit erlangte das Stück durch sein zweimaliges Auftreten im Film V wie Vendetta. Das Thema des Soundtracks baut ebenfalls darauf auf.

Wegen des Einsatzes von Kanonen und Glocken eignet das Stück sich auch gut, um die dynamischen Qualitäten von High Fidelity-Lautsprecherboxen zu testen. Legendär ist die analoge Pressung von Telarc, welche mit digital erzeugten Kanonenschüssen und irrwitzigen Auslenkungen der Plattenrille von ca. 300 µm (üblich sind max. 100 µm) die meisten Tonabnehmer scheitern ließ (bis hin zum Nadelträgerbruch), aber aufgrund dessen in High-End-Kreisen Kultstatus erlangte.

Wikipedia
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