Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Otto Theodor von Manteuffel
Aus Kefk.
Otto Theodor Freiherr von Manteuffel (* 3. Februar 1805 in Lübben (Spreewald); † 26. November 1882 auf Gut Krossen im Kreis Luckau, Niederlausitz) war ein streng konservativer preußischer Politiker.
Leben
Er besuchte seit 1819 Schulpforta und widmete sich 1824-1827 in Halle dem Studium der Rechts- und Kameralwissenschaften, wo er sich dem Corps Saxonia Halle anschloss, einer schlagenden Verbindung im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV). 1830 trat er eine Referendariatsstelle an. 1833 wurde er zum Landrat des Luckauer Kreises, 1841 zum Oberregierungsrat in Königsberg und 1843 zum Vizepräsidenten der Regierung in Stettin ernannt. 1844 berief ihn der Prinz von Preußen, damals Vorsitzender des Staatsministeriums, als vortragenden Rat zu sich. Bald darauf wurde Manteuffel auch zum Mitglied des königlichen Staatsrats ernannt. Er arbeitete im Bereich Finanzen bis er 1845 Direktor im Ministerium des Innern wurde. Der Vereinigte Landtag von 1847 gab ihm Gelegenheit, sein parlamentarisches Geschick zu beweisen, woraufhin Manteuffel sich als energischer Vorkämpfer des bürokratischen Staatswesens und Gegner des konstitutionellen Liberalismus erwies.
Am 8. November 1848 trat er als Minister des Inneren in das Kabinett von Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg ein. An der preußischen Verfassung vom 5. Dezember 1848 hatte Manteuffel wesentlichen Anteil. Er war es aber auch, der die Botschaft vom 7. Januar 1850, welche wesentliche Bestimmungen jener Verfassung wieder aufhob, mit einbrachte und vor den Kammern verteidigte. Nach dem Tode des Grafen Brandenburg mit der interimistischen Leitung der auswärtigen Angelegenheiten betraut, nahm er im November 1850 an der Konferenz zu Olmütz teil, beschickte von neuem den Bundestag und gab die verfassungsmäßigen Rechte Kurhessens und Holsteins dem österreichischen Restaurationseifer preis. "Der Starke tritt einen Schritt zurück", mit diesen Worten suchte er die mit diesen Maßregeln unzufriedenen Kammern zu beruhigen. Am 19. Dezember 1850 erfolgte seine definitive Ernennung zum Präsidenten des Staatsministeriums und Minister der auswärtigen Angelegenheiten, in welcher Eigenschaft er auch 1856 am Pariser Kongress teilnahm. Er hielt sich in seiner Stellung, freilich mehr und mehr auf die reaktionäre Partei sich stützend, bis zur Einsetzung der Regentschaft (Oktober 1858).
Am 6. November erhielt er mit dem ganzen Ministerium seine Entlassung. Er zog sich hierauf auf seine Güter in der Lausitz zurück, wurde für Görlitz in das Haus der Abgeordneten gewählt und trat in dasselbe ein, ohne sich jedoch bei den Verhandlungen in besonderer Weise zu beteiligen. Seit 1864 Mitglied des Herrenhauses, trat er wiederholt für reaktionäre Grundsätze auf.
In Berlin wurde die Manteuffelstraße in Kreuzberg nach ihm benannt. In der Südstadt von Wilhelmshaven wurde am 17. Juni 1869 in Anwesenheit von König Wilhelm I. ebenfalls eine Manteuffelstraße eingeweiht. An der Straße lag der Manteuffelplatz (Exerzierplatz)
Weblinks
- Literatur von und über Otto Theodor von Manteuffel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Manteuffel, Otto Theodor v.. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bd. 20, S. 260–272.
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Otto_Theodor_von_Manteuffel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Karl August Fürst von Hardenberg | Christian Günther Graf von Bernstorff | Johann Peter Friedrich Ancillon | Heinrich Wilhelm Freiherr von Werther | Mortimer Graf Maltzan | Heinrich Freiherr von Bülow | Karl Ernst Wilhelm Freiherr von Canitz und Dallwitz | Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg | Heinrich Alexander Freiherr von Arnim | Alexander Graf von Schleinitz | Rudolf von Auerswald | August Heinrich Hermann Graf von Dönhoff | Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg | Heinrich Friedrich Graf von Arnim-Heinrichsdorff-Werbelow | Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg (komm.) | Alexander Graf von Schleinitz | Joseph von Radowitz | Otto Theodor Freiherr von Manteuffel | Alexander Graf von Schleinitz | Albrecht Graf von Bernstorff | Otto Fürst von Bismarck | Herbert Fürst von Bismarck (komm.) | Leo Graf von Caprivi | Adolf Freiherr Marschall von Bieberstein | Bernhard Fürst von Bülow | Theobald von Bethmann Hollweg | Georg Michaelis | Georg Graf von Hertling | Max Prinz von Baden
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Otto_Theodor_von_Manteuffel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Adolf Heinrich Graf von Arnim-Boitzenburg | Gottfried Ludolf Camphausen | Rudolf von Auerswald | Ernst von Pfuel | Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg | Adalbert von Ladenberg (komm.) | Otto Theodor Freiherr von Manteuffel | Karl Anton Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen | Adolf Prinz zu Hohenlohe-Ingelfingen (komm.) | Otto Fürst von Bismarck | Albrecht Graf von Roon | Otto Fürst von Bismarck | Leo Graf von Caprivi | Botho Graf zu Eulenburg | Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst | Bernhard Fürst von Bülow | Theobald von Bethmann Hollweg | Georg Michaelis | Georg Graf von Hertling | Max Prinz von Baden | Paul Hirsch | Heinrich Ströbel | Paul Hirsch | Otto Braun | Adam Stegerwald | Otto Braun | Wilhelm Marx | Otto Braun | Hermann Göring
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Otto_Theodor_von_Manteuffel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Manteuffel, Otto Theodor von |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 3. Februar 1805 |
| GEBURTSORT | Lübben (Spreewald), Preußen |
| STERBEDATUM | 26. November 1882 |
| STERBEORT | Gut Krossen, Kreis Luckau, Niederlausitz, Preußen |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Otto_Theodor_von_Manteuffel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
