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Otto Rosenberg

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Otto Rosenberg (* 1923 in Draugupönen, Ostpreussen, † 4. Juli 2001 in Berlin) war ein Vertreter der Sinti und Roma in Berlin.

Da sich seine Eltern kurz nach seiner Geburt trennten, wuchs er bei seiner Großmutter in Berlin auf. Vor den olympischen Spielen 1936 wurden Sinti und Roma, die in Berlin lebten, in das "Zigeunerlager" in Berlin-Marzahn eingewiesen. In der Zeit in diesem Lager wurde Otto Rosenberg auch von den NS-"Zigeunerforschern" Robert Ritter und Eva Justin untersucht. Im Jahr 1944 wurden er und seine Familie in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, in dem ein Großteil seiner Familie ermordet wurde, so etwa Charlotte Rosenberg, die Großmutter, und seine drei Halbschwestern, deren Spitznamen Traubela, Buchela und Reibkuchen lauteten.

Nach dem Krieg zog Rosenberg nach Berlin und betätigte sich dort politisch. Er war Mitglied im Vorstand des Verbandes deutscher Sinti und Roma und erster Vorsitzender des Landesverbandes Berlin-Brandenburg der Deutschen Sinti und Roma. Eines seiner sieben Kinder ist die Schlagersängerin Marianne Rosenberg.

Rosenberg war langjähriges Mitglied der SPD und trat auf zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen zu historischen und politischen Themen auf.

1998 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Rosenberg liegt auf dem Neuen St.-Michael-Kirchhof an der Tempelhofer Gottlieb-Dunkel-Straße begraben.


Literatur

Otto Rosenberg: Das Brennglas. Aufgezeichnet von Ulrich Enzensberger, Eichborn, Berlin, 1998 (Autobiographie)

Artikel von Rosenberg

Reimar Gilsenbach, Otto Rosenberg: Riefenstahls Liste. Zum Gedenken an die ermordenten Komparsen. Magazin der Berliner Zeitung, 17.02.2001

Weblinks

Wikipedia
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