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Otto Neurath

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Otto Neurath (* 10. Dezember 1882 in Wien; † 22. Dezember 1945 in Oxford) war ein österreichischer Philosoph, Soziologe und Ökonom.

Er studierte zuerst in Wien, dann in Berlin Mathematik, Ökonomie, Geschichte und Philosophie. Er promovierte 1907 in Berlin, war zwischenzeitlich im österreichischen Kriegsministerium in der Wirtschaftsabteilung tätig und habilitierte sich 1917 in Heidelberg.

In der Münchner Räterepublik unter Kurt Eisner war er Präsident des Zentralwirtschaftsamtes, wurde aber nach deren Ende wegen Hochverrats zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Er wurde allerdings vorzeitig entlassen und nach Wien abgeschoben. Dort organisierte er mit dem Siedlungs- und Kleingartenverband Selbsthilfe gegen die Wohnungsnot. Eine Ausstellung führte zur Gründung des auch heute noch existierenden Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum.
Er gehörte dem linken Flügel des Wiener Kreises als Vertreter eines pragmatischen wissenschaftstheoretischen Ansatzes an und entwickelte zusammen mit dem Graphiker Gerd Arntz die Isotype, die Wiener Methode der Bildstatistik.
Nach den Ereignissen des 12. Februar 1934 und der Errichtung des Ständestaates emigrierte er zunächst in die Niederlande nach Den Haag, musste aber 1940 weiter nach England flüchten, um seine Arbeit fortzusetzen, wo er 1945 in Oxford verstarb.

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