Otto Nagel

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Otto Nagel (* 27. September 1894 in Berlin-Wedding; † 12. Juli 1967 in Berlin-Biesdorf) war ein Berliner Maler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nagel wurde als Sohn eines Tischlers und Sozialdemokraten geboren. Nach der Volksschule machte er eine Lehre zum Glasmaler in einer Mosaik- und Glasmalereiwerkstatt, arbeitete später als Transportarbeiter. Er engagierte sich früh in der Arbeiterjugend und trat 1912 in die USPD ein. Er leistete zunächst Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, kam dann aber wegen Kriegsdienstverweigerung in das Straflager Wahn bei Köln. 1919 malte Nagel seine ersten Ölbilder und Pastelle unter Einfluss von August Macke.1920 wurde er Mitglied der KPD. Im Jahr 1922 initiierte er mit Erwin Piscator die „Künstlerhilfe“ in der IAH. 1928 bis 1932 war er Herausgeber und Redaktionsleiter der Satirezeitschrift Eulenspiegel.

1933 wurde er zum Vorsitzenden des Reichsverbandes der Bildenden Künstler Deutschlands gewählt, doch die Wahl wurde einen Tag später von den Nazis annulliert. Hausdurchsuchungen und Inhaftierungen (u.a. KZ Sachsenhausen 1936/37) folgten, Nagel erhielt Malverbot im Atelier. Zahlreiche seiner Bilder wurden als entartet vernichtet.

Nach Kriegsende lebte und arbeitete Otto Nagel zuerst in Bergholz-Rehbrücke bei Potsdam, wo heute eine gleichnamige Grundschule existiert, ab 1952 in Berlin-Biesdorf. Nagel verband eine Freundschaft mit Heinrich Zille und Käthe Kollwitz.

1945 gehörte Otto Nagel zu den Mitbegründern des Kulturbundes. Von 1956 bis 1962 wirkte er als Präsident der Akademie der Künste der DDR.

Orte

Werke (Auswahl)

Bild:Otto Nagel FDC 1970.jpg
Ersttagsbrief mit den Motiven „Der 70. Geburtstag des Waldarbeiters Scharf“ und „Mädchenbildnis“

Otto Nagel hat neben Portraits und Studien aus dem Leben der einfachen Leute vor allem das alte Berlin in seinen Zeichnungen und Gemälden festgehalten.

  • Selbstbildnis mit Hut
  • 1929 Heinrich Zille
  • 1931 Bewaffnete Arbeiter
  • 1935 Der 70. Geburtstag des Waldarbeiters Scharf
  • 1939-1945 eine Pastellserie, die Altberliner Bilder
  • 1949 Selbstbildnis im Profil
  • Mädchenbildnis
  • Mutter und Kind
  • Flötist

Literatur

  • Erhard Frommhold: Otto Nagel. Zeit, Leben, Werk, Berlin, 1974
  • Wolfgang Hütt: Welt der Kunst - Otto Nagel , Henschelverlag. Kunst und Gesellschaft, Berlin, 1984
  • Heinz Lüdecke: Künstler der Gegenwart 1 - Otto Nagel, VEB Verlag der Kunst, Dresden, 1959
  • Gerhard Pommeranz-Liedtke: Otto Nagel und Berlin, VEB Verlag der Kunst, Dresden, 1964

Weblinks

Wikipedia
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