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Ostpreußenlied

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Anfang der 1930er komponierte der Königsberger Komponist Herbert Brust (* 17. April 1900; † 26. Juni 1968) sein „Oratorium der Heimat“. Den vierstrophigen Schlusschoral dieses Oratoriums dichtete der Königsberger Schriftsteller Erich Hannighofer (25. Februar 1908 - 1945). Das Lied traf auf große Begeisterung in der Bevölkerung, so dass es bald das „Ostpreußenlied“ genannt wurde und die ältere LandeshymneSie sagen all, du bist nicht schön“ von Johanna Ambrosius ablöste.

Nach der Vertreibung der Ostpreußen (1945/46) wurde dieses Lied zum Inbegriff ihrer Sehnsucht nach der alten Heimat. Es entstand die 5. Strophe: „Heimat wohlgeborgen...“.

Der Titel „Land der dunklen Wälder und kristall'nen Seen“ wurde zum Synonym für die Landschaft zwischen Ostseeküste und Masuren, welches in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Male als Titel für Bildbände, Dokumentarfilme, etc. herangezogen wurde.

Liedtext

1.
Land der dunklen Wälder
und kristall'nen Seen,
über weite Felder
lichte Wunder geh'n.
2.
Starke Bauern schreiten
hinter Pferd und Pflug.
Über Ackerbreiten
streicht der Vogelzug.
3.
Und die Meere rauschen
den Choral der Zeit.
Elche steh'n und lauschen
in die Ewigkeit.
4.
Tag hat angefangen
über Haff und Moor.
Licht ist aufgegangen,
steigt im Ost empor.
5.
Heimat wohlgeborgen
zwischen Strand und Strom,
blühe heut' und morgen
unterm Friedensdom.
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